Erlebnisse von Neo

  • *Zwei Wochen bevor Leon auf Kabanino trifft*


    Leon kauert vor einem Feuer in einem schwach beleuchteten Haus, neben ihm liegen blutige Bandagen und Nähzeug. Er zittert. Auf seinem Schoß liegt ein kleines schwarzes Buch, in dem er herumkritzelt.

    Nach dem Vorfall vor 2 Wochen war ich oft am Überlegen, ob ich weitermachen will. Ich denke, ich wollte für einen Moment sogar stehen bleiben, als eines dieser Viecher mich gestern in der Stadt entdeckt hatte. Es tut so Weh, der Schmerz von Verlust. Leon läuft eine einzelne Träne über die Wange. Warum bin ich immer derjenige, der hier bleiben muss. Wieso bin ich derjenige, der immer leiden muss. Wieso ich… Nun fängt der Junge komplett an zu weinen, die Tränen tropfen auf das Buch, das immer noch in seinem Schoß liegt. Ich weiß es nicht und vermutlich werde ich es auch nicht erfahren, aber eines weiß ich sicher. Ich will Leben. Den Grund dafür verstehe ich nicht, aber es ist eben so. Solange sich das nicht ändert, werde ich hierbleiben. Vielleicht und nur vielleicht kann ich irgendwann wieder Menschen finden, an denen mir etwas liegt. Sollte das tatsächlich passieren, werde ich ausnahmslos jeden Töten der Ihnen Schlechtes will. Nie wieder werde ich jemanden verlieren, nur weil ich nichts tat. Niemals.

  • Der Junge sitzt auf einem Bett, die Beine im Schneidersitz und das Buch wieder auf dem Schoß.

    Ich sitze hier bei ein paar Typen im Lager, zwei sind anscheinend Russen und einer Amerikaner. So wie ich das mitbekommen habe, waren die früher Stadtwachen bei einer Siedlung, auf die ich heute Morgen getroffen bin. Die Leute dort haben sie nichtmehr alle, vor allem der Typ, der sich mit Blättern und Gras vollgeklebt hat. Der macht mir echt etwas Angst, er erzählt etwas von wegen das schon sieben Leute in der Stadt getötet wurden und das er auch ein paar getötet hat. Von dem halte ich mich besser fern. Egal jetzt sitze ich hier bei den Typen, die auch nicht so ganz normal sind. Sie sind aber wesentlich besser als die in Kabanino, die meinten auch das sie mich irgendwie ausbilden wollen. Ich weiß nicht so recht ob ich das will aber fürs erste werde ich erst mal bei ihnen bleiben.

    Merken:
    - Nur mit Schalldämpfer schießen
    - Russen können Schwarzfarbige und Amerikaner nicht ausstehen
    - Nicht klauen, sonst Hand ab

  • Eine kleine Lampe beleuchtet den Raum. Leon sitzt auf einem Bett, am Fußende liegen ein paar dreckige Lumpen und ein Waffenreinigungsset.

    Hab heute neue Kleidung und eine Waffe bekommen, ich seh jetzt aus wie ein Soldat. Ich finde, das passt nicht so richtig zu mir. Naja, ich wollte ja mit ihnen mitgehen, jetzt muss ich mich halt anpassen. Fürs erste werde ich hier bleiben und schauen, was die anderen noch so vorhaben. Heute gab es außerdem eine ziemlich brenzlige Situation, wir haben diesen Ernst und diese komische Maria aufgesucht, um mit ihnen über eine neue Siedlung zu reden. Das wäre beinahe böse ausgegangen, ich weiß nicht was passiert wäre, wenn ich hätte schießen müssen. Ich wollte da eigentlich nicht mitmachen, aber ich stehe noch in der Schuld der anderen. Ich bin ihnen wirklich dankbar das sie mich mitgenommen haben, aber es gibt einige Dinge, die ich ziemlich...extrem finde. Das heißt nicht, dass ich Sie nicht leiden kann. Es bedeutet nur das Sie halt etwas andere Ansichten haben. Speziell was schwarze Russen, Ausländer und ‘Probleme lösen’ angeht. Vor allem letzteres macht mir einige Gedanken. Ich will niemanden verletzten, solange ich es nicht muss. Ach ja Sascha und Johnny haben mir außerdem mit dem Schießen geholfen und mir auch etwas über Sichern und Stürmen von Häusern beigebracht. Ich muss zugeben, ich hab sie wohl etwas falsch eingeschätzt. Hab sogar seit langem wieder gelacht, nachdem Sascha ein paar Zettel von Johnny genommen hat und sie laut vorgelesen hat. War wohl so was wie ein Tagebuch oder Stichpunkte. Vielleicht wird aus dem fürs erste hier bleiben, sogar ein etwas länger hierbleiben...

    Merken:
    - Bei Beschuss schnell und entschlossen handeln
    - Keine Toten erschießen, solange es nicht notwendig ist
    - Keine auffällige Kleidung tragen

  • Leon sitzt in einer kleinen Hütte, neben ihm liegt der schlafende und verletzte Johnny.

    Ich habe es irgendwie geahnt. Scheiße. Wie bin ich da reingeraten? Ich meine Sie haben schon gesagt was Sie vorhaben...aber ich dachte doch nicht so. Ich hätte Ihnen nicht vorspielen sollen, dass es für mich in Ordnung ist. Jetzt ist Sascha verschwunden und wahrscheinlich tot. Johnny ist verletzt und ich sitze tief in der Scheiße. Ich mach das nicht mehr mit, ich weiß, was er vorhat. Ich wollte nur dazugehören und jetzt? Jetzt suchen Sie vermutlich nach uns, wollen uns tötet. Ja es reicht. Aber bevor ich gehe, muss ich das beenden. Nicht für Sascha oder Johnny, sondern für mich. Johnny hat es selbst gesagt: “Erst kommst Du, dann die anderen.” Man tötet, um zu überleben. Hätte ich das nur früher gewusst. Tut mir leid, Jana.

  • Leon sitzt auf dem Boden in einem großen Raum, den Rücken an eine Wand gelehnt. Neben ihm liegt eine Pistole. Er kritzelt wieder in seinem Buch herum.

    Johnny ist tot. Ich bin alleine, wieder einmal. Ich kannte ihn und Sascha nicht lange, aber ich glaube wir hätte Freunde werden können. Seit Sascha tot ist, hatte Johnny sich komisch verhalten. Irgendwie wusste ich, dass er sich verändert hatte. Aber das hatte ich nicht erwartet. Gestern als Johnny und ich uns überlegten, wie wir jetzt weitermachen, hörten wir eine Stimme über Funk. Es war Maria, die Frau die mit Ernest unterwegs war. Nach langem Hin und Her entschieden wir das wir uns treffen sollten. Und so kam es auch. Maria tauchte auf...aber nicht alleine. Ernest war Ihr gefolgt. Die Situation war angespannt, er wollte Johnny töten. Maria stellt sich zwischen Sie und er gab sogar nach. Als Ernest immer wieder davon sprach uns zu bestrafen, forderte Johnny irgendwann das er mich zumindest in Ruhe lassen sollte. Ich hatte das nicht erwartet, noch zuvor sagte er mir das man immer selbst zuerst kommt und dann die anderen. Er wirkte auf mich irgendwie, als hätte er genug von dieser Welt und der ganzen scheiße hier. Ich kann das gut verstehen. Als wir fertig mit reden waren und eigentlich schon so gut wie raus aus der Nummer waren, machte Johnny etwas, was ich nicht erwartet hatte. “Gib mir deine Waffe”, sagt er. Es war der Moment, in dem ich wusste, das Johnny genug hatte. Also gab ich Sie ihm. “Lauf”, sagte er. Ich rannte in den Wald und versteckte mich, es fielen Schüsse und irgendwann verstummten sie. Ich sah, wie Ernest um das Grundstück herum lief und offenbar nach mir suchte. Ich nutzte die Chance seiner Ablenkung und rannte. Er wird mich töten wollen und diese andere Gruppe auch von der Maria erzählt hat. Ich will nicht sterben. Ich werde nicht sterben. Scheiß auf Rache für Johnny und Sascha, mein Leben ist mir wichtiger. Ich werde mich für die nächsten Tage hier erst einmal verstecken, ich brauche eine neue Waffe, neue Kleidung und etwas Ruhe. Danach werde ich herausfinden wer mich tot sehen will und dafür sorgen...das dies nichtmehr der Fall ist. Egal, auf welche Art und weise. Drei Personen kenne ich ja schon, bei der vierten bin ich mir nach heute nicht mehr so sicher.

    Probleme:
    - Ernest (wenn ich ihn töte, könnte Maria mich töten wollen)
    - Typ mit der Gasmaske
    - Marsha

  • Leon sitzt auf einem Stuhl. Auf dem Tisch vor ihm liegt das Buch und eine Lampe, die den Raum etwas erleuchtet. Er beginnt zu schreiben.

    Ich musste heute Morgen, in der früh, direkt weiterziehen. Die Toten waren einfach zu viele und es war dort nicht sicher. Ich war bestimmt den gesamten Tag unterwegs, bis ich kurz vor Einbruch der Dunkelheit ,plötzlich an ein abgelegenes Haus kam. Mir rief jemand zu ich soll die Waffe wegstecken und die Hände hochnehmen. Das war Mike. Er ist anscheinend schon etwas länger hier und hat offenbar eine noch bessere Meinung als ich von den Leuten aus Kabanino. Er scheint ziemlich nett zu sein. Er kannte niemanden so wirklich von den Leuten dort, was gut für mich war. Ich erzählte ihm flüchtig, was mir und der Stadtwache passiert ist und er entschied sich zu meiner Überraschung dazu, dass ich hier schlafen darf. Er meinte aber auch, dass ihm jetzt etwas schulde. Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll…
    Ach ja wegen dieser Gruppe und Ernest. Ich sollte versuchen Maria zu erreichen, vielleicht kann Sie Ernest überzeugen mich in Ruhe zu lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Pajosan ()

  • Leon sitzt auf einem Dach, mit dem Rücken an eine Mauer gelehnt. Leichter Regen strömt auf ihn herab. Wieder kritzelt er in seinem Buch herum.

    Ich musste versuchen Maria zu erreichen, auch wenn mir Mike gesagt hatte, ich soll es nicht tun. Aber als er nicht da war, konnte ich es einfach nicht mehr aushalten. Ich meine, er hat mir ja eigentlich sowieso nichts zu sagen. Egal, ich fragte Sie, ob Ernest mich noch töten will. Offenbar will er das nicht. Aber kann ich Ihr glauben? Auf jeden Fall meinte Sie, ich soll auf Mike warten und das er mir einiges erklären wird. Ich wollte aber noch die Namen der anderen Gruppe wissen. Ich muss doch Wissen wer mich tot sehen will, oder? Aber als ich mich umdrehte, stand Mike dort. Er sah ziemlich genervt aus...und das war er auch. Er war nicht besonders nett zu mir...anders als gestern. Was denkt er sich? Er kann mir nichts verbieten. Und ich will auch keinen neuen Namen. Was bildet er sich ein? Naja, vielleicht sollte ich mitspielen. Aber ich höre nicht auf ihn, ich mache das nur das ich hierbleiben kann. Obwohl er einen schon etwas einschüchtern kann, wenn er genervt ist.

  • Leon sitzt, mit dem Rücken an einer Holzwand angelehnt, auf einer Terrasse und wärmt sich an einem Feuer. Er reinigt seine Waffe. Als er fertig ist, legt er Sie beiseite und holt ein kleines schwarzes Buch aus seinem Rucksack heraus.

    Ich bin weitergezogen, wieder mal. Dieser Mike ist dauernd unterwegs und ich sehe nicht ein mich für immer zu verstecken. Ich schulde ihm was, das ist wahr. Aber ich bin nicht sein Haustier. Für mich gibt es noch Dinge zu regeln, auch wenn die Art wie ich diese Dinge regeln wollte, vielleicht etwas dumm war. Als ich los bin, habe ich Maria und Ernest in Kabanino getroffen. Sie wollten mit mir über diesen Reaper ‘Ciul’ reden. Offenbar haben Sie meine Stimme erkannt, als ich vergessen habe Sie im Funk zu verstellen. 'Kurwa!' Genau wie dieser Reaper. Ich habe Ihnen gesagt, dass kein Interesse habe mit Ihnen irgendwie zusammenzuarbeiten. Und wenn dieser ‘Skurwysyn’ noch ein einziges Mal seine Waffe auf mich richtet, dann töte ich ihn. Ich weiß ganz genau das er mich nur nicht erschießt, weil Maria mit Ihrem Beschützer komplex das nicht will. Ich brauche keinen Beschützer, jeder der mir jemals geholfen hat ist tot. Aber ich lebe noch, das ist Beweis genug das ich alleine zurecht komme.
    Danach habe ich noch jemanden anderen, sehr interessanten getroffen. Es war diese Marsha. Maria hatte mir mal erzählt, dass sie und ihre Gruppe mich tötet wollten. Ich hätte Sie erschießen können, aber Sie waren mindestens zu dritt. Also bin ich Ihnen gefolgt, bis nach Vybor. Es sind einige Schüsse gefallen und plötzlich sind zwei Typen aufgetaucht, die offenbar auch diese Gruppe verfolgt haben. Einen davon habe ich an der Stimme und der Art wie er redet wiedererkannt, es war dieser Tappo, den ich damals mit der Stadtwache getroffen habe. Ich weiß nicht wieso, aber der Name ist mir in Erinnerung geblieben. Diese Typen waren sehr seltsam, jedesmal wenn ich zu Ihnen blickte, hatte mindestens einer von Ihnen ein Auge auf mich. Sie waren sehr aufmerksam, ungewöhnlich aufmerksam.
    Wir sind dann zusammen ich eine Lagerhalle gerannt, weil diese Gruppe uns offenbar entdeckt und verfolgt hatte. Plötzlich ist ein Typ aufgetaucht und hatte komische Fragen gestellt. Er behauptete nichts mit der Gruppe zu tun zu haben, aber uns war klar das wir langsam eingekreist wurden. Ich hatte in dem Moment so stark gezittert, das wenn es zu einem Feuergefecht gekommen wäre, ich wahrscheinlich nichts getroffen hätte. Ich denke aber nicht das irgendjemand, was gemerkt hat. Ich hab einfach Angst davor jemanden zu töten, ich kann schon das erste Mal nicht vergessen. Jede Nacht träume ich davon.
    Als es irgendwann sicher schien, sind wir abgehauen, ich weiß gar nicht, warum ich den Typen hinterher gelaufen bin. Irgendwie erschien es mir besser erst mal bei denen zu bleiben. Als wir an einem Waldstück haltgemacht haben, haben die mich über alles Mögliche ausgefragt. Ich wollte eigentlich nichts erzählen aber...ich lass mich einfach zu leicht beeinflussen. Ich muss etwas dagegen unternehmen. Irgendwie haben die mich jetzt überredet mit Maria und Ernest ein Treffen auszumachen um diesen Reaper ‘Ciul’ gemeinsam zu schnappen. Wie gerate ich immer so eine Scheiße hinein, vielleicht sollte ich einfach irgendwo nach Norden und mich dort alleine niederlassen. Ich habe das Gefühl, das mir andere Menschen nicht gut tun. Ich sollte lieber alleine sein, aber das kann ich nicht. Ich habe Angst vor dem alleine sein.

  • Leo steht an einem Fenster und schaut auf eine kleine Stadt, die von der aufgehenden Sonne erleuchtet wird. Er lehnt sich an das Fenster und holt sein Buch heraus.

    Ich dachte, ich wäre besser vorbereitet. Irgendwelche Arschlöcher haben mich gestern Abend auf dem Weg von Vybor nach Kabanino überfallen und mich mit in Ihr Lager geschleppt. Zum Glück konnte ich diesen ‘Skurwysyn’ entkommen. Ich hab Ihren Truck geklaut, leider war das erst das zweite Mal, dass ich gefahren bin und deshalb bin ich nicht besonders weit gekommen. Ich hab dann versucht den Reifen zu wechseln aber hab es nicht hinbekommen. Dann ist dieser Eric aufgetaucht und hat mir mit dem Truck geholfen. Als ich das dritte Mal den Wagen abgewürgt hatte, meinte er das ich aussteigen soll. Scheint mir so als wäre er etwas genervt gewesen, was kann ich denn dafür, wenn dieses drecksteil nicht anspringt. Er war nicht besonders gesprächig aber das ist okay für mich. Anschließend hat er mir dann geholfen ein paar Sachen zu besorgen, weil diese Arschlöcher mir alles weggenommen haben. Leider wurde irgendwann der Sprit leer und wir sind den Rest gelaufen. Morgen muss ich Ernest und Maria kontaktieren. Ich sollte diesen Tappo und den anderen Typen nicht zu lange warten lassen.

  • Der Junge betrachtet eine ganze Zeit lange sein Messer, dass leicht von der aufgehenden Sonne beleuchtet wird. Dann steckt er es in seinen Rucksack und holt wieder das kleine Buch heraus. Er überlegt kurz und fängt dann an zu schreiben.

    Ich habe kaum geschlafen, aber das bin ich mittlerweile gewöhnt. Gestern habe ich das Treffen organisiert. Nach allem was ich gesehen habe, dachte ich, dass es in einem Blutbad endet. Anscheinend wollten die anderen aber wirklich nur mit Maria und Ernest reden. Dieser Eric gehört wie ich vermutet habe auch zu Tappo und diesem Blatt. Beim Treffen ist plötzlich Marsha und ihr Gruppe aufgetaucht, sie hat mich wieder nicht erkannt, sogar ohne Mundtuch. Vielleicht kann ich diese Sache ja doch vergessen. Naja, jetzt bin ich mit diesem Tappo unterwegs und ich weis nicht so recht ob es dabei bleiben sollte. Ich wollte eigentlich gehen aber dieser Eric hat mir ziemlich Angst gemacht mit seiner komischen Ansprache. Wie zu Teufel gerate ich immer an solche Leute? Ich bin zu leicht zu beeinflussen und bei diesen typen habe ich das Gefühl, das sie das ziemlich ausnutzen werden. Ich sollte weg von Ihnen, auch wenn das bedeutet wieder alleine zu sein. Aber kann ich einfach gehen ohne das Sie mir folgen werden? Ich hab diesen Eric schon mal schießen sehen und wenn der auf mich schießt, dann bringt rennen auch nichts mehr. Vielleicht sollte ich erst mal wenigstens so tun als würde ich hierbleiben, nur solange bis ich mir sicher bin, dass ich mich verteidigen kann. Abgesehen davon glaube ich das dieser Tappo nicht so schlimm ist, bis jetzt hat er einen relativ normalen Eindruck gemacht.

  • Leon sitzt im Schneidersitz in der Ecke eines kleinen Raumes. Vor ihm liegt eine Karte auf dem Boden ausgebreitet. Er lehnt sich langsam zurück, bis er mit dem Rücken an die Wand stößt, dann holt er sein kleines Buch aus seinem Rucksack und fängt an zu schreiben.

    Langsam verliere ich den Überblick über diese Typen. Erst heißt der eine Blatt, dann wieder Simon. Dann diese komischen Sprüche oder was das ist. Und irgendwie hab ich das Gefühl, dass die immer wissen, was ich denke. Als wir heute Morgen los sind, meinte Tappo ich soll drüber nachdenken, also über den Ihren komischen Spruch. Aber das ergibt für mich irgendwie alles keinen Sinn. Naja, ich werde darüber doch nochmal nachdenken müssen, ich habe das Gefühl, das der ziemlich wichtig ist. Kein Wunder, wenn Sie das zu jedem sagen, den Sie treffen. Wir sind dann auf jeden fall nach Grishino und haben dort die anderen zwei wieder getroffen. Ich sollte dann den Weg zum Airfield vorgeben, zum Glück kannte ich ihn noch einigermaßen. Davor haben wir noch Ernest getroffen, anscheinend ist er mit Maria in Grishino. Jedenfalls als wir beim Airfield waren habe ich mit der Winchester das erste Mal geschossen, der Rückstoß hat ziemlich wehgetan an der Schulter. Aber ich muss sagen, dass ich die Waffe irgendwie mag. Das einzige was ich nicht so gut fand, war das am Ende diese Viecher uns beinahe erwischt hätten. Am Schluss haben die anderen noch Maria geholt, ich sollte derweil die Umgebung sichern und dann nachkommen. So wie ich das verstanden haben brauchen Sie Maria um den Reaper rauszulocken. Ich hoffe nur das ich, damit nichts zu tun haben muss wenn er...stribt. Achja und dieser Tappo hat mir eine Karte gegeben und meinte ich soll mir alles einprägen, als ob das so einfach wäre.

  • *Tagebuch wurde im RP verbrannt und ist nichtmehr nachzulesen.*

    Leon sitzt wieder in dem kleinem Raum. Er reibt seine Backe, auf der mittlerweile ein blauer Fleck sich kenntlich zeigt. Dann kramt er ein Blatt Papier heraus und schreibt etwas darauf.

    Ich töte dich ‘Skurwysyn’.

    2 Mal editiert, zuletzt von Pajosan ()

  • Leon kommt in das Zimmer herein gestolpert, in dem er normalerweise jetzt schlafen sollte. Seine Kleidung ist durchnässt und voller Blut. Er schmeißt sich in das Bett und schließt seine Augen. Alles wiederholt sich in seinen Gedanken, was er gerade gesehen und gehört hat.

    “Wenn wir sagen Spring, dann springst du. Wenn wir sagen schieß, dann schießt du.” flüstert der Junge vor sich hin. “Ich bin kein Hund. Ich muss nicht tun was die sagen.” Kurz herrscht Stille. “Nein, das bist du nicht. Aber du bist schwach. Du bist verletzbar. Du bist nicht in der lange andere zu beschützen.” Leon dreht sich zur Seite und starrt an die Wand. “Wenn du jetzt noch weiter machen willst, dann gibt es kein zurück mehr. Keine Flucht. Kein alter Leon...ist das dir bewusst?” der junge zieht das Messer aus seinem Schuh und starrt es wieder an. “Kein alter Leon. Wie hat er das gemeint, als er sagte, ich soll ihn zurücklassen. Ich kann doch nicht einfach alles vergessen, an das ich glaube und wovor ich Angst habe. Das geht nicht. Das will ich nicht.”

    Leon macht diese Nacht wieder kein Auge zu.

  • Leon sitzt in der Ecke eines schwach beleuchteten Raums. Durch das Fenster erkennt er wie Eric um das Haus patrouilliert.

    “Vertrauen?”, sagt er leise. “Wie soll ich euch Vertrauen, wenn ihr euch gegenseitig tötet?” Leon fährt mit seiner Hand an der frischen Schnittwunde an seinem Hals entlang. “Bist du dir sicher das er tot ist?” Leon schüttelt den Kopf. “Sei nicht naiv, natürlich ist er das.” Der junge zieht ein Messer aus seinem Schuh und betrachtet es. “Vertrauen? Nein. Hass? Nein. Ich muss loslassen von diesen dingen. Er sagt ich soll Vertrauen haben, aber das beweist, das man es nicht haben sollte.” Leon entdeckt auf seinem Messer einen kleinen Blutfleck, sein Atem stoppt. Es herrscht stille, ehe er seinen Blick abwendet. “Er sagte Hass macht einen manipulierbar, doch Vertrauen tut doch genau dasselbe. Kein Vertrauen mehr, kein Hass mehr. Nur noch der Blick auf das, was vor einem steht. Leon muss endlich verschwinden.”

  • Leon sitzt in einem kleinem Schuppen, eine Lampe steht auf dem Boden und beleuchtet den Raum mit einem sanftem Licht. In seiner linken Hand hält er ein Messer, welches er an der Klinge greift.

    “Nie wieder werde ich das tun.”, flüstert der Junge vor sich hin. “Ich hatte es dir versprochen. Ich hatte es mir versprochen.” Leon drückt fester zu. “Du schuldest mir doch noch was kleiner, oder?” Leon senkt den Kopf und schließt die Augen. “Versuch in die Mitte zu treffen, so das es schnell geht.” Leon drückt noch fester zu. “Du halfst mir, als man mich töten wollte, doch dir konnte ich nicht helfen, als man dich töten wollte.” Leon läuft eine Träne über die rechte Wange.

    Plötzlich steht Leon vor einem Mann. Seine Hände sind hinter seinem Rücken gefesselt. Er versucht sich panisch zu befreien. “Es tut mir leid.” Leon blickt dem Mann ins Gesicht. Es ist Mike. “Nein. NEIN! Warte!” Er hebt die Waffe. “Warte! Du verstehst das nicht!” Auf Mike´s Gesicht bildet sich ein Grinsen. “Oh doch, ich verstehe das sehr gut.” Ein Schuss fällt. Leon schreckt schweißgebadet auf. Seine Hand, in der er immernoch die Klinge seine Messers ist, ist nun voller Blut. Er sieht sich aufgewühlt in dem Schuppe um und braucht eine weile, um sich zu beruhigen.

    “Es war sein Wunsch. Es war mein Wunsch. Ich musste das tun, sonst wäre ich niemals darüber hinweggekommen.” Der Junge krempelt seinen linken Ärmel hoch und nimmt das Messer in die rechte Hand. “Ein kleiner Preis im Vergleich zu dem, den du zahltest." Er legt das Messer an seinem linken Oberarm an und ritzt sich eine tiefe längliche Schnittwunde ein. Sein Gesicht ist von Schmerz und Trauer erfüllt und Tränen strömen von seinem Gesicht auf den Boden. Sein leises Schluchzen ist in der stillen Nacht gut hörbar. Als er fertig ist, lehnt er sich mit dem rücken an die Wand. “Ich werde nicht vergessen, Mike. Niemals werde ich vergessen.”

  • Neo läuft an einer Metallabsperrung entlang. In seinen Händen liegt seine Waffe, den Finger immer am Abzug. Seine Blicke wandern immer wieder über die in Dunkelheit gehüllte Landschaft und trotz seiner Wachsamkeit scheint es dennoch, dass seine Gedanken woanders liegen. Er zieht eine Schachtel Zigaretten aus seiner Weste und zündet sich eine an.

    “Gut. Sehr gut.” Er raucht und läuft weiter. “Ich erfülle die Rolle, es wird besser. Es ist das was ich brauche. Ablenkung.” Er nimmt einen weiteren Zug. “Ihm hat es nicht gefallen. Er versteht es nicht. Ich musste es tun. Es ist der Preis den ich bezahlen muss. Und doch hat er es akzeptiert...” An einer Ecke der Metallabsperrung bleibt er stehen und blick in die Dunkelheit und raucht. “Heute war der andere mit mir unterwegs, er war anders. Anders als ich ihn mir nach den letzten paar mal vorgestellt hatte. Seltsam.” Er schnippt die Zigarette weg. “Ich muss mir Notizen machen. Ich muss schlau sein, vorausschauend, ich darf nichts verpassen. Die Menschen sind für mich nun wichtig, ich muss lernen sie zu verstehen. Zeit für ein neues Tagebuch.” Leon grinst kurz, anschließend holt er ein kleines schwarzes Buch aus dem Rucksack, dass fast gleich aussieht wie das, das er zuvor hatte. Dann fängt er an zu schreiben.

  • Neo sitzt in einem Zelt, in seiner Garage. Sorgfältig zerlegt er seine Waffe in Einzelteile und reinigt sie schon fast liebevoll. Als er fertig ist, setzt er sie wieder zusammen und legt sie neben seinen Schlafsack. Der Junge holt ein kleines Buch aus seinem Rucksack und sieht es einen Moment an, dann schließt er die Augen, konzentriert sich einige Sekunden und fängt anschließend an zu schreiben.


    Als er fertig ist, schließt er das Buch und legt es zurück in seinen Rucksack. Irgendwie sieht er nicht zufrieden aus...

    Einmal editiert, zuletzt von Pajosan ()

  • Pajosan

    Hat den Titel des Themas von „Ein kleines schwarzes Buch“ zu „Erlebnisse von Neo“ geändert.
  • Eine Person liegt in einem kleinen Raum auf dem Boden. Schweres Atmen ist zu hören. Neo scheint zu träumen.



    “Leg es weg! LEG DAS MESSER WEG!", ein Mann steht vor dem Jungen mit erhobener Waffe und brüllt ihn an. Neo grinst unter seinem Mundschutz. “Du solltest dieses Teil lieber nicht in das Gesicht anderer halten. Könnte böse enden.” Der Mann kommt ein paar schritte auf den Jungen zu. Von Neo´s Messer tropft Blut. “Ja das könnte es. Für dich.” Neo umgreift das Messer fester. “Bist du dir da so sicher?” Es herrscht einen kurzen Moment stille. “Fang.” Innerhalb eines Momentes wirft er das Messer auf dem Mann zu, das anschließend genau in der Mitte seines linken Auge stecken bleibt. “Oder auch nicht?” Der Mann fällt zu Boden. Neo sieht sich um. Auf dem Boden liegen mehrere tote, alle anscheinend durch ein Messer getötet. “Und? Schießt ihr jetzt nochmal auf uns?” Einer der Männer, die auf dem Boden liegen, scheint sich zu regen. Langsam geht er auf ihn zu und beugt sich über ihn. “Du lebst ja noch...mein Fehler.” Der Mann versucht nach einem Messer zu greifen. “Du Bastard!” Neo hält seine Hand fest.”Wer bist du?!“ Der Junge schüttelt den Kopf. “Ich bin niemand, aber wir sind viele. Ihr habt euch die falschen Leute zum Spielen ausgesucht.” Langsam schneidet er dem Mann die Kehle durch. “Aber diesen Fehler macht keiner von euch nun mehr.Das Blut strömt auf den kalten Fliesenboden. Plötzlich liegt er selbst auf dem Boden und spürt das warme Blut an seinem Körper.



    Leon wacht auf. Als er an sich herunter schaut, sieht er das seine Wunde wieder aufgegangen ist. Die Blutlache, die sich am Boden gesammelt hat durchnässt seine Kleidung. “Ahh. Kurwa.” Vorsichtig setzt er sich auf und rutscht mit dem Rücken an eine Wand. “Leider wieder nur ein Traum.“ Er grinst. “Aber das wird schon noch.”