• Name: Leon Felski

    Alter: 20 Jahre

    Höhe: 1,80 m

    Gewicht: 80 kg

    Körperbau: Sportlich, aber nicht übertrieben

    Merkmale: blonde Haare, smaragdgrüne Augen

    Herkunft: Berlin, Deutschland

    Vorherige Aktivität: Student


    Draußen ist es dunkel und Figuren schlendern durch die Straßen. Sie sind erfüllt von dem widerlichen Geheule und dem Keuchen der Monster, die um diese Zeit umherziehen. In einem der oberen Stockwerke eines Hauses ist durch ein kleines Fenster ein schwaches Licht zu erkennen.


    Ein Junge sitzt neben einem zuckenden Körper, sein Gesicht in den Händen vergraben. Er weint. Mit Blut bedeckt, legt er eine Hand auf die Wange der jungen Frau. Ihr Gesicht ist schwer zu erkennen. Die am Boden liegende Taschenlampe lässt nur Umrisse und Formen erkennen. Blut strömt aus dem Hals der Frau und immer wieder gibt sie schmerzerfüllte Geräusche von sich. Der Junge greift zittrig nach einem Messer und legt es ihr an den Hals. "Es tut mir so ... so leid", kommt es zwischen seinem Schluchzen hervor.


    Plötzlich springt Leon auf und sieht sich erschrocken um. Es war ein Traum. Gestresst läuft er mit einer Hand durch sein Haar und steht langsam auf. Immer noch müde taumelt er zu einem Tisch neben der Matratze, auf der er die Nacht verbracht hat. Er schnappt sich seinen Rucksack und eine Pistole, die beide auf dem Tisch liegen, und steckt die Pistole hinter seinem Rücken in die Jeans. Als er durch das Fenster nach draußen schaut, begrüßen ihn die ersten Sonnenstrahlen. Es wäre ein schöner Tag geworden, aber jetzt nicht mehr.



    Über Leon

    Leon ist mit bei seiner Patentante aufgewachsen. Er kann sich nur vage an seine Eltern erinnern, da sie bei einem Zugunglück starben, als er noch sehr jung war. Er hatte nie wirklich Probleme damit, weil er nie an etwas anderes gewöhnt war. Sein Vater war ein polnischer Geschäftsmann, der seine Frau auf einer Geschäftsreise in Berlin traf. Nach einiger Zeit zogen sie zusammen in eine Wohnung in Berlin.

    Leon ist nicht jemand, der besonders aufgefallen ist. Man muss sich ihn als den Klassenkamerad vorstellen, der sein Pausenbrot immer alleine in der Pause gegessen hat, anstatt mit den anderen Jungs Fußball zu spielen. Nach der Schule lernte er normalerweise zwei bis drei Stunden am Tag, weil seine Noten seit der Grundschule für ihn immer wichtig waren.

    In seiner Freizeit ging er regelmäßig joggen und war Teil eines Bogenschießklubs. Hin und wieder traf er sich mit ein paar seiner Freunde aus dem Klub und ging mit ihnen aus. Es war auch das erste Mal, dass er Alicia, seine erste Freundin traf. Nach einem interessanten Gespräch in der Bar, in der sie sich trafen, tauschten sie Nummer aus und trafen sich schon bald.

    Nach seinem Abschluss beschloss er, mit seiner Freundin um die Welt zu reisen und ein bisschen mehr vom Leben zu sehen, bevor sie beide mit dem Studium anfangen. Nachdem sie die USA, Kanada und Venezuela besucht hatten, wollten sie nun mit dem asiatischen Kontinent weitermachen. Ihr nächste Ziel war Chernarus.



    Die Aufstände



    Selbst als wir von den Aufständen hörten, wollten wir immer noch nach Süd Zagoria. Nach Amerika war uns etwas langweilig und wir wollten etwas anderes sehen als immer dasselbe was Touristen so zu sehen bekommen. Naja eigentlich wollte Alicia das und nicht ich. Das Ganze war von Anfang an eine dumme Idee aber ich konnte einfach nicht nein zu ihr sagen, so wie eigentlich immer. Als wir dort waren, waren wir einige Zeit mit einem Journalisten unterwegs der Aufnahmen von Kriegsschauplätzen machte. Alicia fand das ganze viel zu interessant und wollte immer mehr sehen. Zu dieser Zeit wurde sie mir ziemlich unheimlich, denn sie entwickelte ein schon fast krankhaftes Interesse an dem ganzen Tot und der Zerstörung. Ich wollte nicht dort sein und versuchte sie immer wieder zu überzeugen das wir abreisen aber sie wusste was sie sagen muss, um mich zu beruhigen.



    Der Ausbruch



    Nachdem die Seuche im Norden des Landes ausgebrochen war, ging alles sehr schnell. Wir waren auf dem Weg zu einem Vorposten an der Front als wir von Infizierten überrannt worden. Der Journalist und unser Fahrer wurden dabei getötet, nur ich und Alicia konnten in eine nahegelegene Stadt fliehen. Gerade als wir dachte wir wären sicher passierte es. Sie wurde gebissen. Ein Junge, vielleicht 12 Jahre riss ihr ein Stück Fleisch am Hals heraus. Was danach geschah ist nicht mehr wichtig. Ich bin umhergezogen, aber warum ich das tue weiß ich auch nicht mehr. Es hat keinen Sinn weiterzumachen und doch tue ich es. Nach all dem was ich gesehen hab im letzten Monaten weiß ich nicht einmal mehr, ob mich noch irgendetwas überraschen kann. Und irgendwann wenn ich gerade einen Moment nicht aufpassen, dann werde ich auch sterben. So wie der Journalist, unser Fahrer und Alicia. Alle werden sterben in diesem beschissenen Land. Alle.