Gedanken einer Unbekannten

  • Das Tagebuch kann jederzeit beim durchsuchen des Charakters gefunden werden.

    Hinweise werden dann entsprechend über Chat gegeben

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    Frierend sitzt die ängstliche Frau zusammen gekauert in einem alten Schuppen mitten auf einem Feld.

    Zitternd kramt sie ein altes Sturmfeuerzeug heraus in dieses etwas auf kyrillisch eingraviert war. Sie brauchte vier Versuche um es endlich anzubekommen.

    Letztlich stellt sie es behutsam auf den Boden um ihre Hände etwas zu wärmen und eine kleine bald schon erlöschende Lichtquelle zu haben. Noch bevor die Flamme sich dem Ende neigte schreibt sie ein paar Notizen auf einen dreckiges, einst weißes Stoffstück das hier und da mit Blut befleckt ist.

    Behutsam faltet sie das Stück Stoff mehrmals auseinander und beginnt in einer kleinen Ecke zu schreiben.


    Ich habe Angst.

    Ich nicht weis wo ich bin.

    Mir ist kalt, so unglaublich kalt.

    Allein von ist bin ich.

    Hunger und Durst habe ich.

    Es ist so kalt.


    Vorsichtig und behutsam faltet sie das scheinbar wertvolle Stück Stoff und verstaut es wieder behutsam in ihrer Tasche.

    Vor Kälte bebend kauerte sie sich mehr in die Ecke und hoffte das sie den nächsten Tag noch erleben würde, ohne in dieser Hütte zu erfrieren. Kurz darauf war auch schon das Benzin des Sturmfeuerzeugs leer und es wurde wieder dunkel.

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  • Erschöpft und müde lässt sich die junge Frau in einer kleinen Hütte nieder. Verzweifelt versucht sie ein Feuer zu machen, doch sie scheitert jämmerlich. Woher solle man denn auch wissen, dass das Holz trocken sein muss?!

    Vorsichtig zieht sie ihren Stofffetzen wieder aus der Tasche und beginnt zu schreiben.


    Ich bin immer noch alleine.

    Niemand gesunden gesehen.

    Glaube nicht das andere noch lebend.

    Weis nicht wo ich bin ..

    Weis nichts ..


    Vom Regen durchweicht und immer noch hungrig legt sie sich auf die Matratze und deckt sich mit der unangenehm riechenden Decke zu. Angewidert rümpft sie die Nase und versucht die ranzige Decke aus ihrem Gesicht fern zu halten. Mehr schlecht als recht schläft sie nun endlich ein.

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  • Gähnend sitzt die erschöpfte Frau in dem Raum. Den Rücken stets zur Wand und den Blick auf die Tür gerichtet. Immer wieder fallen ihr die Augen zu und sie nickt kurz ein. Nachdem sie wieder eine kleine Weile geschlafen hatte wird sie wach und richtet sich ein wenig auf um aus dem Fenster sehen zu können. Das alte kaputte Sofa unter ihr kommentiert knarrend ihre Bewegungen und sie verdreht genervt die Augen. Ihr Blick fällt auf die Menschen leeren Straßen welche sich um das Hochhaus säumen.

    Kurz seufzt sie und sieht betrübt in die Ferne, der leichte Regen und der stetige Nebel verweigern die Sicht auf mehr. Nachdenklich holt sie das Stoffstück heraus und beginnt zu schreiben.


    Ich weiterhin allein.

    Glaube ich bin in Новоселки, kann nicht lesen dieser Schrift..

    Habe Wasser und Essen gefunden. Ein Toter lag daneben, viel Blut.

    Glaube der Mann kann mir verziet verzeiten ist mir nicht böse.

    Will nicht allein sein. Die Nachte sind kalt und dunkel.


    Hektisch packt sie plötzlich ihren Rucksack als es stärker zu regnen beginnt. Schnell kramt sie zwei leere, verbeulte Dosen aus diesem und stellt sie an das kaputte Fenster um etwas Regen aufzufangen. Nachdem sie die Dosen abgestellt hat und für einen Moment ausharrte um zu sehen ob der Regen auch tatsächlich seinen Weg fand, setzte sie sich erneut auf das karrende, alte Sofa.


    Es regnet weiter. Immer.

    Alles ist nass und kalt.

    Habe die Schrank vor die Tür geschoben, hoffe niemand kommt rein.

    Hoffe noch jemand lebt...


    Sorgfältig steckt sie das blutige Stoffstück ein und legt sich zum schlafen. Sie dreht die Gaslampe aus und nimmt ihren Rucksack als Kopfkissen ehe sie die stinkende Decke, welche sie beim letzten mal gefunden hatte, über sich warf. Gähnend schloss sie die Augen und betete still zu allen ihr bekannten Göttern das sie nicht der letzte Mensch auf Erden war.

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  • Die Sonne stand hoch am Himmel während die Überlebende pfeifend durch die verlassenen Straßen schlenderte. Die Stadt war leer, die Läden geplündert und die Autos zerstört. Doch das veränderte die gute Laune der Frau keines Wegs. Noch einmal biss sie genüsslich in den frisch gepflückten Apfel und lies das Kernhaus auf den Boden fallen. Eher gelangweilt trat sie das Überbleibsel vor sich her und sah immer wieder in die dreckigen und teilweise zerbrochenen Fenster.


    Gemütlich hat sie ihre Hände in den Hosentaschen der Hose gesteckt welche sie in einem alten Kleiderschrank gefunden hatte. Sie war zwar nicht schön, aber sicherlich selten. Aber vor allem war sie wärmer als ihre Uniform die sie getragen hatte. Ein Geräusch ließ die junge Frau aufhorchen und sie nahm augenblicklich die Hände aus den Taschen und hörte zu Pfeifen auf. Langsam und kaum merklich ging sie in die Hocke. Ein erleichtertes Seufzen überkommt ihre Lippen als sie einen Hund erblickte welcher in den Mülltonnen wühlte und dabei scheinbar Krach gemacht hatte. Für einen Moment beobachtete sie das unachtsame Tier ehe sie ein Halsband entdeckte. Angst flammte in ihr auf und sie sah sich unsicher um. Als sich der Hund umdrehte und sie erblickte wich auch dieser zurück, scheinbar misstraute er ihr genau so sehr wie sie ihm. Langsam streckte sie ihm auf die große Entfernung eine Hand hin und schnalzte kurz mit der Zunge. Der Köter legte die Ohren an und zog für einen kurzen Moment die Lefzen hoch. Diese Geste war mehr als eindeutig und die Frau entschloss sich ihn in Ruhe zu lassen. Langsam entfernte sie sich rückwärts und überließ den Hund sich selbst.


    Die gut gelaunte Frau ging noch einige Meter weiter eher sie merkte das der Hund die Reste des Apfels fraß welchen sie fallen gelassen hatte. Mit einer hochgezogenen Augenbraue beobachtete sie misstrauisch den räudigen Hund und setzte ihren Weg fort. Stets von einem misstrauisch und nicht ganz ungefährlich wirkendem Schatten verfolgt. Sorgsam hält sie das fremde Tier stets im Blick, kümmert sich jedoch nicht weiter um ihn.


    Die verblassenden Spiegelbilder vergangener Individuen ziehen ihre Aufmerksamkeit auf sich anstatt das ihr Blick auf dem Vierbeiner lag. Schweigend beobachtete sie die schimmernden Schemen verwirkter Leben wie sie über die Straßen huschten. Eilig zur Arbeit, von der Arbeit nach Hause und zum nächsten Date. Ein ziehender Schmerz breitete sich in ihrem Kopf aus und sie massierte sich die Schläfen. Ein Mann mittleren Alters kommt direkt auf sie zu, schicker Anzug, feine Schuhe und einen Strauß roter Rosen in der Hand. Ein Lächeln legt sich auf die Lippen der Frau ehe der Mann einfach gegen sie läuft. Die unwirkliche Berührung ließ ihn in Rauchschwaden verschwinden und sämtliche Personen um sie herum verschwanden allmählich. Aus der belebten Umgebung wird plötzlich wieder ein tristes und leeres Umfeld, nur sie und der scheinbar ausgehungerte Hund waren auf der Straße. Für einen Moment fuhr sie sich mit einer Hand übers Gesicht und versuchte den Schmerz zu unterdrücken ehe sie weiter ging. Mit trüben Blick sieht sie auf das Reklameschild des Geschäfts welches vor ihren Augen eben noch in den schillerndsten Farben blinkte. Der Verfall wurde ihr mit einem Schlag bewusst, die Glühbirnen waren kaputt, das Plastik zerbrochen und die Kabel wurden aus dem Schild gerissen. Seufzend schüttelte sie den Kopf und betrat den leer wirkenden Supermarkt ehe sie diesen zu durchsuchen begann.

  • Nach einigen Stunden die sie damit verbrachte durch die leeren Straßen zu laufen und Nahrung zu suchen fand sie sich wieder in ihrer Unterkunft ein. Müde und erschöpft sah sie aus dem Fenster. Die junge Frau lehnte sich auf das Fensterbrett und betrachtete die Wolken wie sie an ihr vorbeizogen als wäre die Welt nie anders gewesen. Leise begann sie ein Lied zu pfeifen während sie auf die sterbende Welt hinab blickte. Erneut tauchen schattenhafte Gestalten vor ihren Augen auf welche eilig zum Bus rannten. Die Echos längst vergangener Tage welche lediglich ein Hirngespinst waren welche sich die Frau einbildete. Plötzlich erblickte sie etwas das sie staunen lies, der Hund trieb sich unten zwischen den Häusern umher und schien scheinbar ihre Spur zu verfolgen. Irgendwann verschwand das Tier aus ihrem Blickfeld und sie ging zur Tür. Als sie die ganzen Stockwerke nach unten gegangen war öffnete sie die Tür und pfiff dem hungernden Hund. Vorsichtig und langsam öffnete sie eine der Wohnungen welche sie bereits geplündert hatte und kippte ihm eine Dose Spagetti auf den Boden ehe sie langsam zurück ging.

    Das schon fast verwilderte Tier legte die Ohren an und lies sie nicht aus dem Blick. Kurz folgte ein leiser beruhigender Zischlaut von ihr ehe sie wieder nach oben ging und den Hund alleine lies. Irgendwie waren sie ja dennoch zusammen hier gestrandet. Einsam und dennoch in dieser kranken Welt nicht alleine. Und selbst wenn dieser Hund nur ein Tier war, war sie froh endlich etwas zu sehen das nicht krank war. Abgesehen von der toten Katze welche sich aus Verzweiflung in einem gekippten Fenster erhangen hatte, sah sie bisher noch kein Tier. Nachdenklich setzte sie sich auf den Küchentisch und sah aus dem Fenster während sie eine Kleinigkeit aß. Sie holte ihren Stoff aus der Tasche und begann zu schreiben:


    Ich weiß nichts.

    Habe jemand gefunden. Eine Hund.

    Bis jetzt ist er angstlich und traut mir nicht, aber er hat Hunger.

    Ich brauche eine neue Wasserflasche. Meine ist gebrocken.

    Wer in diese Wohnung wohl lebte ... ?



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  • Noch schlafend drehte sich die Frau um als plötzlich ein Fuß des alten Sofas abbrach und es mit einem lauten krachen in Schieflage geriet. Erschrocken sprang sie auf und sah sich panisch um. Erst nach einem Augenblick realisiert sie, dass das Sofa scheinbar zusammen gebrochen war. Sie musste laut los lachen und amüsierte sich über sich selbst. So sanft und liebevoll geweckt beschloss sie gleich wach zu bleiben. Noch gähnend streckte sie sich genüsslich und kramte in ihrem Rucksack nach etwas zu Essen. Ihre Vorräte waren schon wieder verschwindend gering. Dadurch das sie dem Hund gestern auch noch etwas abgab war es noch weniger. Lediglich zwei Konserven mit Fisch und eine Konservendose mit eingelegten Kirschen hatte sie noch. Seufzend lies sie ihren Rucksack auf den Boden fallen und lehnte sich verärgert zurück. Kurz holte sie den Stoff aus der Tasche und schrieb ein paar Zeilen nieder:


    Habe wieder kaum noch Essen.

    Nur ein paar Dosen.

    Hab dem Hund etwas zu essen gegebt.

    Muss dann wieder los und weiteres suchen.


    Mit diesen Worten packte sie den Zettel wieder weg und macht sich auf den Weg nach unten. Bei der untersten Wohnung gab sie ein leises Klick-Geräusch mit ihrer Zunge von sich um den Hund auf sie aufmerksam zu machen. Nachdem keine Reaktion folgte ging sie ein paar Schritte zur Tür um hinein zu sehen, doch das Zimmer war leer. Betrübt lies sie die Schultern hängen in dem Wissen das sie nun wieder alleine war. Kurz atmete sie einmal tief durch um sich selbst Mut zu machen und ging vorsichtig nach draußen. Scheinbar waren keine Kranken hier, sie ging diesmal in die andere Richtung, ein Wegweiser zeigte das es dort scheinbar nach Черногорск ging. Kurz kritzelte sie die eigenartigen Buchstaben ab ehe sie weiter ging und stets Ausschau nach dem pelzigen Freund hielt, welcher jedoch nirgendwo zu sehen war.

  • Gemütlich sitzt sie in ihrem Zelt und hält nach draußen Ausschau während sie immer wieder ein wenig vor sich hin schreibt.


    Ich habe zu Essen gefunden. Viel! Ein Lager in eine alte Geschäft war verschlossen.
    Habe die Tür aufgemochen kaputt gemacht und viel zu Essen gefunden.

    Ich habe auch einen neuen Platz zu schlafen. Ich werde zwar oft geweckt, aber ich fühle mich sicher.
    Der Blick auf die Uhr gibt mich Normalität. Es ist zwar leicht zu sehen, aber sicher vor Kranken.

    Es gibt nicht viele Kranke. Aber der Hund ist weg. Vermutlich weg gerannt. Er kann sowieso nicht mit hierher.

    In ein paar Tagen ist an jeder Wand meine Markierung. Ich weiß noch nicht was ich dann mache...

    Wir werden sehen .. Ob mich wohl jemand vermisst .. ?


    Wieder faltet sie ihre Notizen und verstaut sie sicher. Kurz darauf öffnete sie eine Dose und aß ehe sie sich wieder auf den Weg durch die Straßen machte.

  • Konzentriert hockt die junge Frau auf der Mauer und starrt in die Ferne während das alte und kaputte Funkgerät rauscht. Immer wieder hört das Rauschen auf und sie muss ein paar mal dagegen klopfen damit es wieder funktioniert.
    Doch jeglicher Versuch der Kontaktaufnahme scheitert. Deprimiert legt sie das Funkgerät zur Seite und schreibt.


    Ich habe ein altes Funkgerat gefunden.
    Niemand antwortet. Vermutlich bin ich wirklich allein.

    Selbst die Kranken sind hier kaum da. Sehr wenige.

    Ich versuche weiter. Immer wieder umschalten und hören.

  • Müde aber dennoch gut gelaunt drehte sich die hübsche Frau auf den Bauch und stemmte sich mit den Händen in die Höhe. Im Zelt war es durch die Sonne brütend heiß geworden. Gähnend öffnete sie ihr Zelt und sah nach draußen wo sie schönes Wetter begrüßte. Zufrieden lächelte sie und kroch aus dem Zelt ehe sie es schnell wieder verschloss, um die Wärme zu speichern die sich in seinem Inneren befand.


    Sie ergriff das Funkgerät, kramte den Gaskocher aus dem Vorzelt heraus und stellte diesen mit etwas Abstand zum Zelt auf den Betonboden. Das Funkgerät legte sie behutsam auf die Mauer nachdem sie es eingeschalten und die Lautstärke auf das Maximale gedreht hatte. Erneut setzte sie einen Funkspruch ab, doch dieser blieb unbeantwortet. Seufzend pustete sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lies das Funkgerät rauschend liegen. Noch einmal gähnend widmete sie sich ihrem Gaskocher und dem nun darauf stehendem Topf. Mit ein paar Handgriffen öffnete sie die Konservendose welche kein Etikett mehr besaß. Gespannt bog sie den Deckel nach oben und war überrascht als sie Würstchen in einer rötlichen Soße vorfand. Instinktiv schluckte sie da ihr Hunger bereits den Magen zum knurren brachte.

    Nachdem das ungewöhnliche Frühstück auf dem Kocher stand, das Funkgerät monoton vor sich hin rauschte und die junge Frau nichts mehr zu tun hatte begann sie mit ein paar Burpees, gefolgt von Situps und ein paar Liegestützen.


    Nachdem das Essen warm war und sie ihr Tagespensum erreicht hatte setzte sie sich und begann zu essen. Genüsslich mampfte sie das Fertigfutter während sie die Gegend im Blick hielt und das Funkgerät auf Unregelmäßigkeiten belauschte. Nachdem sie mit dem ungewöhnlichen Frühstück fertig war, packte sie ihren Rucksack mit dem Notwendigsten und machte sich auf ihre übliche Runde zu joggen. Sie war über sich selbst erstaunt wie gut sie sich inzwischen in der großen Stadt auskannte. Gestern entdeckte sie erst eine militärische Straßensperre, doch dort war nichts mehr zu sehen. Nur kaputte Autos und Verwüstung wie überall. Manchmal zweifelte sie wirklich daran ob sie jemals Menschen finden würde, doch das versuchte sie immer so schnell wie möglich zu verdrängen um keine schlechte Laune zu bekommen.

  • Gut ausgeschlafen stand die junge Frau am Geländer und sah nach unten. Sie war auf die Ellenbogen gestützt und legte ihr Kinn auf die Hände während sie die Gegend betrachtete. Hier und da war ein Infizierter zu sehen, doch es war kaum der Rede wert. Wieder machte sie ein paar Striche an die Wand. Scheinbar war es ein Art Kalender welchen sie dort in die Steinwand geritzt hatte. Ein Kalender auf dessen Tage irgendwelche Zahlen vorzufinden waren. Doch sie waren nicht von Montag bis Sonntag aufgeführt, lediglich die Anzahl der Tage war darauf zu sehen.


    Geduldig wartete sie auf ihr Frühstück welches gerade im Topf vor sich hin köchelte. Noch bevor sie mit dem täglichen Sport angefangen hatte, schälte sie sich ein paar Kartoffeln und kochte diese. Der Eintopf welchen sie bereits im Topf hatte wartete nur darauf ebenfalls warm gemacht zu werden. Während sie frühstückte schrieb sie ein paar Zeilen.


    Wieder kein Person getroffen.

    Keine Zivilisten, keine Soldaten und keine Andere.

    Nichts. Ich habe um 16:38 ein komische Rauschen im Funkgerät gehört.

    Aber niemand sagte etwas. Vielleicht ist es kaput.

    Irgendwo muss doch noch Einer leben.


    Grübelnd packte sie das Geschriebene weg und machte sich wieder auf den Weg durch die Stadt.

  • Überrumpelt schreckte die Frau Nachts in ihrem Zelt auf. Irgendjemand war draußen und wackelte an der Unterkunft !
    Doch einen Augenblick später und einen Schritt weiter vom Schlaf entfernt merkte sie das es scheinbar ein starker Wind war. Unsicher kroch sie aus ihrem Zelt und schnappte sich noch das Nötigste. Sie wollte einen besseren Schutz suchen. Auf der Straße angekommen gab es plötzlich einen lauten Knall gefolgt von Geschepper. Das Zelt samt Inhalt wurde einfach vom Wind mitgerissen und landete ein paar Meter neben ihr auf der Straße. Erschrocken starrte sie das Zelt an und dachte daran was wohl wäre wenn sie eben noch darin gewesen wäre. Schnell floh sie in eines der umliegenden Häuser und versteckte sich dort vor dem heftigen Wind. Der Regen prasselte gegen die Teilweise zerstörten Fenster im Flur als sie in einer der Wohnungen ankam.


    Immer noch aufgeregt warf sie ihren Rucksack neben dem Bett auf den Boden und setzte sich auf das Bett. Ihr Blick fiel nach Draußen und sie sah wie ihr Zelt allmählich immer mehr vom Wind und den umliegenden Sträuchern zerfetzt wurde. Stirn runzelnd schimpfte sie innerlich vor sich hin. Doch nach einiger Zeit war der Ärger genau so schnell verflogen wie er kam und sie dachte wieder etwas positiver. »Dann such ich eben ein Neues !« dachte sie sich guter Dinge und nickte entschlossen. »Als würde mich eine kleine Windböe abhalten. Pah.« hallte ihre Stimme in ihrem Kopf und sie verschränkte wie ein kleines trotziges Mädchen schnippisch die Arme.

  • Ich habe ein paar Fallen verteilt.

    Bis jetzt haben die Falle geholfen.
    Ganz gut am Brunnen. Die Kranke hatte mich beinaher überrascht !


    Ich nicht mehr hatte mehr Seile.
    Sonst hatte ich noch ein paar gemacht.

    Ein paar Flaschen und Dosen habe ich hin gehangt.


    Zufrieden legt sie ihr Geschriebenes bei Seite und dreht sich müde im Bett um, ehe sie die Augen schließt.
    Noch einmal steht sie kurz auf und kontrolliert die Fallen an den Eingangstüren ehe sie beruhigt nickt.

    Erneut legt sie sich ins Bett und schläft zeitig ein.

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  • Wie jeden Tag lief die junge Frau ihre übliche Runde und kontrollierte ihre Fallen und Seile. Im Dauerlauf nahm sie jegliche Hindernisse und zählte sorgsam die Schritte welche sie zurück legte. Wieder dort angekommen wo ihr tägliches Training begann atmete sie ein paar mal tief durch und ging nach Oben auf ihren Aussichtsposten. Wie immer schaltete sie ihr Funkgerät ein und legte es auf die Mauer ehe sie zu schreiben begann.


    Habe weitere Fallen gelegt und Seiles gespannt.

    Selbst viele Kranke können kommen und ich bin sicher.
    Habe auf der Kirchenseite einige Infizierte gesehen. Werden mehr.

    Der Stadt ist ruhig. Angenehm zu leben. Der Vorratskaller ist gut gefüllt.


    Sie legte den Stift nieder und packte den Stoff weg. Zufrieden nickte sie und sah zum Funkgerät ehe sie es in die Hand nahm und sich auf die Mauer setzte.

  • Müde richtete sich die junge Frau auf und sah sich um.

    Die letzten Tag an denen sie Unterwegs war, waren anstrengend. Nicht nur das Training sondern die Erkältung die sie scheinbar ausbrütete. Etwas erschöpft stemmte sie sich auf ihre Beine und machte sich etwas zu Essen warm. »Ich weiß nicht einmal wie lange ich geschlafen habe« Dachte sie sich und sah auf die Uhr. »Oh? Sechs Stunden? Heilige...« sprach sie innerlich zu sich selbst und schüttelte ungläubig den Kopf.
    Ihre nasse Kleidung vom Vortag hatte sie im Zimmer an eine Schnur gehängt. Sie war inzwischen soweit getrocknet und die schwächelnde Frau nahm sie von der Leine. Kurz darauf kippte sie sich etwas Instapulver in eine Tasse und kippte kochendes Wasser mit rein. Nachdem sie nicht viel davon hatte, nutzte sie nur 1,5 Löffel für die ganze Tasse. Man konnte es nicht Kaffee nennen, aber es war besser als nichts.... Oder Wasser.


    »Ich habe gestern Pfotenabdrücke beim Brunnen gefunden. Entweder es war der Streuner oder ein anderer Hund. Für eine Katze waren sie viel zu groß... Zumindest hoffe ich das es hier wenn dann nur Hauskatzen gibt... Nicht das hier ein Tiger oder Löwe herumstreift...« hallte es durch ihren Kopf während sie das Essen zu sich nahm und mit dem Kaffee ein paar Vitamin-Pillen runter spülte. »Die dritte Falle muss ich neu machen. Der Knoten am Eimer löste sich..« dachte sie nachdenklich nach und kaute auf der Plastik Gabel herum.

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  • Erneut packte die Frau Vorräte in die Kiste welche sie erst vor kurzem in ihre Unterkunft geschleppt hatte. Daneben lag ein kleines, etwas mitgenommenes Zelt. Die Tasche in der es sich befand, hatte bereits hier und da ein paar Löcher und das Zelt an sich war schmutzig. Doch es war besser als nichts. Die Erkältung welche langsam nachließ hinderte sie kaum noch. Erst vor kurzem lief sie ein ganzes Stück um die Kiste zu holen welche sie versteckt hatte noch bevor sie in der großen Stadt angekommen war.


    Nachdem sie inzwischen schon so lange in der Stadt war und noch keinen getroffen hatte, gab sie die Hoffnungen auf das noch jemand außer ihr hier war. Obwohl sie immer ihr Funkgerät angeschalten hat, hatte sie bisher noch keinen einzigen Funkspruch aufgefangen. Immer wenn sie auf ihrem Aussichtspunkt saß, sprach sie mit den Leuten auf der anderen Seite. Was auch immer ihr einfiel erzählte sie nur um den Verstand nicht zu verlieren. Wie es ihr ging, was sie tat, was sie getan hatte - nur nie wo genau sie war. Wie die Stadt hieß oder geschweige denn das Land wusste sie nicht. Ob sie jemand hörte oder nicht war ihr beinahe gleichgültig, alleine die Hoffnung das jemand an der anderen Leitung war gab der einsamen Frau kraft. Auch das sie keine Antwort bekam interessierte sie nicht. Hauptsache sie konnte über ihre Gedanken und das Erlebte sprechen.


    Nachdem sie ihr Funkgerät bei Seite legte und ein bisschen Obst in eine Schale schnitt, dachte sie darüber nach was sie nun tun würde wenn hier die nächste Zeit wieder keiner auftauchte. Auch wenn die Stadt groß ist und einige Obstbäume hatte, so gingen ihr früher oder später die Vorräte aus. Was würde sie dann tun? In die nächste Stadt ziehen und dort wieder solange leben bis die Vorräte aufgebraucht sind? Unsicher wog sie die Risiken und Gefahren ab welche vielleicht auf sie zukamen. Das mit den Fischernetzen hatte sie aufgegeben, egal wie sehr sie versuchte die Netze richtig ins Wasser zu werfen, sie bekam immer einen Knäul an Netzen aus dem Wasser. Mit dem Boot oder Schwimmen war zu gefährlich und zu kalt. Also blieb ihr allmählich nichts anderes über als weiter zu ziehen, selbst wenn sie die Stadt besser gesichert hatte.

  • Misstrauisch betrat die junge Frau erneut ihre Stadt. Das Funkgerät knisterte gedämpft vor sich hin. Die Frau hatte es es mit einem Stück Stoff und Klebeband abgedeckt damit es nicht mehr so laut war wie zuvor. Beinahe ängstlich ging sie durch die Straßen. Die Stadt schien wieder verlassen zu sein, schnell rannte sie über die offene Fläche und in das leere Gasthaus. Drin angekommen stellte sie sich erst einmal neben die Tür und sah vorsichtig nach draußen, doch es war niemand zu sehen und der Funk welcher an ihrer Hose hing war still. Schnell ging sie weiter um zu ihrer Kiste zu kommen, warf ein paar Vorräte hinein und lies den Deckel wieder fallen.


    Irgendwelche Freaks waren hier !

    Viele Infizierte sind tod. Ich nicht weiß wer das war. Nur das sie funkten.
    Komische Aussagen. Ich hab nicht verstanden alles.

    Ich bin ungewiss ob die weg sind, habe nichts gehört. Hab mich versteckt.

    Gibt also noch Menschen... Ob sie gut sind... ungewiss...

    Sie haben gefunden sicher meine Fallen. Aber nicht mein Zuhause.


    Schnell packt sie ihren Stofffetzen wieder weg und sieht misstrauisch aus dem Fenster. Nichts zu sehen, nichts zu hören. Die Welt war nun wieder genau so tot wie zuvor. Unsicher legte sie sich einen Mundschutz an und zog sich einen Regenmantel über. Kurz darauf streifte sie sich Handschuhe über die Hände, schlüpfte schnell noch in eine zweite Hose und ging nach draußen. Vermummt so wie sie nun war ging sie auf die Straße und begann die Toten zusammen zu tragen. Nach einiger Zeit fand sie einen Schubkarren was ihr die Arbeit sehr erleichterte. Mühsam schleppte sie die Toten an eine Stelle und legte sie alle auf einen Haufen. Das ganze Vorhaben dauerte mehrere Stunden bis sie endlich fertig war. Letztlich grub sie an der Kirche eine Kuhle um dort die Leichen hinein zu werfen. Es dauerte länger als sie gedacht hatte, doch in der Abenddämmerung hatte sie geschafft und kippte die Leichen, eine nach der anderen, in die Kuhle. Als sie endlich fertig war setzte sie sich hin und nahm einen großen Schluck einer bräunlichen Flüssigkeit aus einer nicht etikettierten Glasflasche. Kurz verzog sie das Gesicht und fluchte undeutlich in sich hinein. Sie kippte den Rest der Flasche über die Leichen ehe sie Benzin aus einem Kanister über die leblosen Körper kippt. Sie warf den Kanister in die kleine Grube und zündete das ganze an.

    Ein Feuerball entstand und grau-schwarze Rauchwolken begannen sich auszubreiten. Der Gestank von verbrannter Kleidung und schmorendem Fleisch biss sich in ihrer Nase fest und sie hielt ihre Hand vor den dreckigen und blutigen Mundschutz. Nach und nach zog sie die schmutzige, blutige und nach Eiter stinkende Kleidung aus welche sie zuvor angezogen hatte. Anschließend warf sie diese in die Flammen und ging schweigend. Das man den Rauch auf einige Entfernung sehen würde, war ihr in diesem Moment gleichgültig. Ihrer Meinung nach war es wichtiger sich vor Krankheiten zu schützen, schließlich konnte sie sich immer noch verstecken wenn jemand dem Rauch nachgehen würde.

  • Wie jeden Tag lief sie ihre Wege entlang und kontrollierte alles. Mit den Händen in den Jackentaschen schlenderte sie in Richtung der Hochhäuser. Der leichte Kopfschmerz welchen sie seit dem Aufstehen plagte, hing ihr wie ein kleiner lästiger Geist auf der Schulter. Gerade wenn sie die Schmerzen vergessen hatte, piekte dieser kleine unruhige Dämon mit seinem spitzen, abgemagerten Finger in ihre Haut und der Schmerz kam mit einem fiesen Stich zurück. Genervt verdrehte sie die Augen und seufzte. An ihrem Rucksack war ein Sack festgebunden. Nicht mehr als ein Leinenstoff und ein Seil und doch sorgte es dafür das sie mehr Mitnehmen konnte als sonst.


    Nachdenklich ging sie den Gehweg entlang und betrachtete ein Blatt das am Boden lag. Und obwohl sie die Schrift nicht lesen konnte, war es eindeutig um was es sich handelte. Für einen Moment blieb sie über dem Papier stehen ehe sie es aufhob. Es war eine Vermisstenanzeige eines kleinen Jungen und einer Frau. Zumindest waren die beiden auf dem Bild zu sehen, welches auf dem Papier abgebildet war. Irgendein Datum, vermutlich das Datum des Verschwindens und einige wenige Worte. Warum auch immer, aber sie faltete den Zettel und steckte ihn behutsam in den Beutel welcher an ihrer rechten Seite baumelte. »Ich habe noch immer diesen Gestank in der Nase..« dachte sie und prustete die Luft durch ihre Nasenlöcher. »Oder ist es nur Einbildung das ich es immer noch rieche? Ist es meine Kleidung..?« unentschlossen schüttelte sie den Kopf und ging weiter.


    Es dauerte nicht lange bis sie an einem der großen Hochhäuser ankam. Systematisch ging sie von Tür zu Tür, erst klopfte sie und öffnete anschließend die Tür wenn sie keine eigenartigen Geräusche hörte. So arbeitete sie Stockwerk für Stockwerk das Haus durch bis sie oben ankam. Mit einem lauten Knarren und einer menge Kraft brach sie die Tür zum Dach auf und wurde von der Sonne geblendet. Die Flure waren ohne Fenster und Elektrizität so verdammt dunkel. Vor jeder Türe pochte ihr Herz noch wilder als vor der anderen. Die Urangst vor der Dunkelheit übernahm den Rest. Ein Schutzreflex welcher bei jeder Lebensform erhalten ist, nicht einmal der Moderne Mensch konnte sie bezwingen. Auch wenn er es geschafft hatte Tiere und andere Menschen zu unterjochen war er immer noch das unfähigste Tier von allen. Ein Schatten seiner selbst welcher sich immer mehr vernichtete. Ein Schatten welcher sich nach dem Licht sehnte und nicht verstand das es ihn vernichten würde.


    Für einen Augenblick verstärkten sich die Schmerzen durch das grelle Licht. Es dauerte einige Wimpernschläge bis sich ihre Augen daran gewöhnt hatten. Die Zeit hielt an und ihr Herzschlag beruhigte sich bei dem Anblick an diese Ruhe. »Von hier Oben wirkte alles so friedlich und ruhig. Als wäre diese Stadt niemals Zeuge von Leid, Tod und Elend geworden - sondern als würde sie lediglich ruhen. Ruhen wie ein gigantischer Riese welcher nur darauf wartete zum Leben zu erwachen, so wie Sol jeden Tag aufs Neue. Wie all die Tage seit Anbeginn des Universums. Ein ewiger Kreislauf welcher nicht unterbrochen werden kann - letztlich ist nur die Extermination der gigantischen Mächte dazu in der Lage einen so kleinen unbedeutenden Kreislauf zu beenden wie den unseren. Den Kreislauf der Galaxie um welche sich alles existenzielle dreht.«

    Nachdem sie dort oben ein paar Stunden verbracht hatte ging sie mit ihren gesammelten Vorräten wieder nach unten, sprühte ein rotes Kreuz an die Hauswand und machte sich auf den Weg zurück zu ihrem Versteck.

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  • Wieder Schusse Schüsse in meine Stadt.
    Ich war in meinem Versteck. Plötzlich hörte ich Schüsse.

    Ich erst bin weg gerannt, dann habe ich gesehen einen Mann.

    Rot-Schwarzer Pullover. Habe keine Waffe gesehen, aber gehört. Vielleicht wären es zwei Manner.


    Glaube er hat mich gesehen, aber ich bin gerannt.
    Er folgte mir, aber ich kenne meine Stadt. Ich folgte ihm !

    Irgendwann habe ich gehört auf. Er war weg und ich holte Wasser.


    Habe weitere Seile gemacht. Und Fallen !

    Treten Fremde oder Kranke rein tut es groß Schmerzen.
    Und sie stecken fest. Glaube die Kranken sind zu dumm um zu helfen befreien.

    Wenn jemand böses kommt, ich renne weg und locke in die Fallen.

    Hoffe das ich nicht machen muss Das ... Will niemanden verletzen.


    Nachdenklich fährt sie mit den Fingern über zwei Initialen. C.D. ist in den weißen Stoff eingestickt, auf welchen sie immer schreibt. Ihre Stirn legte sich in Falten und sie betrachtete die Blutflecken welchen einen Teil des Stückes säumen. Das Stückstoff war auf einer Seite abgetrennt, vermutlich mit einem Messer.


    Viele Kranke sind hier. Kommen täglich mehr.
    Ich gesehen sie kommen aus Norden. Was ist in Norden?

    Wahrscheinlich ich bleibe noch eine Zeit hier und gehe dann.


    Kopfschüttelnd faltete sie das Stoffstück und steckte es in die Innentasche der Jacke während sie auf den Topf schaute in dem eine Gemüsesuppe köchelte.