Die Visionen des Prof. Ferdinand Waschofsky

  • Wissenschaftliches Arbeiten folgtfür gewöhnlich strengen Zeremonien:
    Sicherheitsbestimmungen für dieLaborarbeit, Peer-Reviews vor der Veröffentlichung und einegrundsolide akademische Ernsthaftigkeit zur Wahrungwissenschaftlicher Präzision und Ethik.
    In der Realität allerdings dürftesich die Forschung auch einmal größere Schnitzer leisten und ihrenmentalen Wirren freien Lauf lassen.
    Der unseriöse Wissenschaftlervereint in seinem Wesen gerne Eigenschaften seines bekannterenBruders, des verrückten Wissenschaftlers.
    In seiner gutmütigen Form zeichneter sich durch liebenswerte Schrullen wie Vergesslichkeit oderkindliche Naivität aus.
    Ist dieser Typus in seinem Wesenjedoch nicht gefestigt oder psychisch von vornherein ein wenig labil,dann gerät er allzu leicht auf die schiefe Bahn
    und verfällt massenhaft dunklenMächten wie Sadismus, Größenwahn und einem zwanghaftenHerrschaftsdrang.
    Es heißt schließlich nichtumsonst: Genie und Wahnsinn liegen nahe beisammen.

    Zu dieser Sorte gehört der einstbodenständige Biologie-Lehrer Ferdinand Waschofsky. Geboren in einerkleinen Siedlung in Sibirien, fühlte er sich doch von Anfang an zugrößerem berufen, als dort zu Jagen.
    Zumal sein Geschick für dievergleichsweise gewaltlose Kunst des Tötens mit Feuerwaffendoch zu Wünschen übrig ließ. War ihm dieses Werkzeug dochzuwider.
    Ihm erschien dies zu barbarisch under konzentrierte sich schon als Kleiner lieber dem fast schonchirurgischen Erforschen des Inneren mithilfe scharfer Klingen.

    Nach den ersten Jahren in derSchule, wurde seinem Eltern nahegelegt, ihn einem Testprozederezu unterziehen, um seine scheinbar doch hohe Intelligenznachzuweisen.
    Wie vieles in der russischen Kulturder 1950er Jahre ging es dort vielmehr um Effektivität als umHumanität.
    So wurde der kleine Ferdinand Testunterzogen, die nach heutigen Maßstäben an der Grenze zumMenschenunwürdigen kratzen. Doch kann man darüber klagen wie manmöchte, effektiv waren sie.
    So stellte sich die vorhervermutete überdurchschnittliche Leistung seiner Gehirnwindungen alswahr heraus
    und die Russische Regierung trataus dem Schatten, begierig den kleinen Schlauberger für "größerePlane" zu gewinnen.
    Nach all den Strapazen hatte kleinFerdinand auch mal Glück und seine Eltern unternahmen alles ihnenmögliche um dies zu vermeiden.
    So durfte Ferdinand wieder zurSchule gehen, doch standen ihm zumindest mehr Türen offen alszuvor.

    Diverse Jahre später absolvierteer mit Best-noten das Ende seiner "normalen schulischen Laufbahnund betrachtete vor sich das große Universum der Universitäten.
    Aufgrund eventuellem Unwohlsein beiGedanken an russischen Tests, seien es auch nur die für eineUniversität, entschloss sich Ferdinand den großen Teich zuüberqueren.
    Dem großen unbekannten Wissen warer jedoch nie weiter entfernt als zu diesem Zeitpunkt, war es dochzur Zeit des kalten Kriegs.
    Nach langer Zeit voller Versucheund Rückschläge, gelang es ihm schließlich und er konnte ein"normales" Studium in den US absolvieren.
    Als russischer Student war erdem vorurteilsbehaftetem amerikanischem Bürgertumnatürlich voll ausgesetzt, welches somit einen nicht grad angenehmenBeigeschmack hinterließ in seinen Erinnerungen an diese Zeit.
    Trotzdem absolvierte er seinBiologie Studium mit Auszeichnung.
    Er reiste zurück in seinHeimatland und fand dort eine Stelle in einem neurowissenschatlichemInstitut. Dort entdeckte er seine schon fast fanatische Liebe fürdas Gehirn und dessen Funktion.
    Blieb er doch regelmäßig längerals ein "normalsterblicher" Forscher und widmete sein Lebenimmer mehr der Berufen die er für sich entdeckte.
    Jahre später, mittlerweile gutbetucht durch seine, vom Leiter des Institutes bezeichnete"herausragende und hingebungsvolle Arbeit für sein Land", fander tatsächlich eine Frau die er wirklich liebte.
    Es stellte sich im Laufe der Zeitjedoch heraus, dass sie doch eher höheres Interesse am schnödenMammon hegte, als sich ihrer Ehe zu widmen.

    Jahre vergingen und Ferdinandtauchte immer tiefer in seine Forschung. Ignorierte er sein sozialesLeben nahezu vollkommen und seine Ehe war nur noch ein Hauch,
    wusste er doch um die Prioritätenseiner "Liebsten". Doch fand er bald eine neue Liebe undeinen Weg sich dieser näher zu sein, sehr zum Bedauern seiner -noch - Frau...

    Unseriösitätsfaktor:
    Missachtung derOrganspendegrundsätze, Missachtung des Nürnberger Kodex

    Zusammenfassend zu Prof. Ferdinand Waschowsky:

    Alter: aktuell 67
    Moral: bitte was?
    Beziehung: verwitwert...
    Merkmal/e: Brille aufgrund altersbedingter, nachlassender Sehkraft
    Fähigkeiten: keinerlei Talent für (moderne) Waffen, nur absolutes Grundwissen für alte Ausführungen (zB. Red9), benutzt ansonsten höchstens ein Messer (keine Axt o.ä.)

    Verdienst:
    Auch bekannt als der Mann mit denzwei Gehirnen, ist Prof. Ferdinand Waschowsky eine ArtSchleimfetischist, der sein Leben seiner Begeisterung für denwabbeligen Denkapparat unterstellt hat.
    Das geht so weit, dass er miteinem weiblichen Gehirn eine rein platonische, aber dennochromantische Gedankenbeziehung eingeht und dieses nach dem Mord anseiner Frau in deren Kopf einpflanzt.
    Ein fantastischer, aber dennochnicht unbedingt den allgemeinen Normen und Regeln derOrgantransplantation entsprechender, Geniestreich.
    Wider Erwarten ging das Projekt nicht gut aus, was ihn tiefer in seinem Wahn verfallen ließ.

    2014 entschloss sich, der nunmehr doch etwas rüstige Forscher, dass der Ausbruch dieser eigenartigen Krankheit ein neues Projekt für ihn darstellen könnte.
    Nachdem er zusammen mit einigen anderen, ihm teils völlig unbekannten Personen, evakuiert und in eine unterirdische Bunkeranlage nach Chernarussland gebracht wurde,
    dauerte es doch klägliche 4 Jahre seinen Plan umsetzen zu können. Dem unvermeidlichen Verfall der russischen Technik ausgesetzt, mussten die Tore der Anlange geöffnet werden und die Bewohner waren auf sich selbst gestellt.
    Treu ergeben dem Volke machten sich die Soldaten aus dem Staub, sich selbst an erster Stelle sehend.
    So ging Prof. Ferdinand Waschofsky hinaus, seinem nächsten Projekt entgegen...

    Fazit:
    Der Neurowissenschaftler Prof.Waschowfsky ist nicht unbedingt ein schlechter Mensch, er ist nureinfach extrem einseitig interessiert
    und unterliegt zusätzlich denfaszinierenden Gedankenwindungen seines eigenen Weichteils im Kopf.Auch kann es einem fast schon leid tun,
    dass der Witwer eine Frauheiratet, die sich als unsympathisch und geldgeil entpuppt, währenddie Liebe zu der Hirndame auf reinen Gefühlen
    und derAnziehungskraft ihres Schwabbelkörpers fußt. Wer weiß, vielleichthätten wir in seiner Lage nicht anders gehandelt?! (Hätten wirvermutlich doch.)

    Einmal editiert, zuletzt von Salty Beard ()