Der Junge aus der DDR

  • Der Junge aus der DDR


    Im Jahr 1982 wurde ein Junge geboren, dessen Zukunft so ungewiss war, wie das Land, in dem er geboren wurde. In den Tageszeitungen wurden die Probleme der DDR kaum thematisiert, obwohl es deren viele gab. Aber im Alltag waren die Protesthaltungen bei genauem Hinsehen durchaus spürbar. Seit dem Beginn des Jahrzehnts hatte die Militarisierung des gesellschaftlichen Lebens weiter zugenommen.


    Besonders bei den jungen Menschen erweckte das eine Anti-Haltung und statt in der gängigen Jugendorganisation FDJ (Freie Deutsche Jugend) aktiv zu werden, strebten schon viele junge Menschen allmählich unter das Dach der evangelischen Kirche, um sich frei äußern zu können. Begriffe wie „Frieden schafften ohne Waffen“ oder „Schwerter zu Pflugscharen“ machten die Runde und wurden von den Behörden gar nicht gern gehört. Es war also angezeigt, sich nur „vorsichtig“ öffentlich als kritischer Bürger zu outen.


    In solche eine Zeit hineingeboren zu werden bedeutet einiges. Gefangen im eigenen Land, dennoch frei von Verantwortung gegenüber des Landes, da dieses sich selbst lenkte und den Gedanken in jeder seiner Bürger pflanzte. Was ist gut, was ist schlecht, was darf man und was darf man nicht. Es gab viele Regeln und Nöte, welchen einen immer wieder in das Hamsterrad zurückgedrängt hat. Und so wurde man Teil eines Systems, welchen ein gefiel oder auch nicht.


    Der Junge lernte viele Fassaden des Lebens kennen, ob in der Gesellschaft oder in der Familie. Verwandte waren weit weg und unerreichbar. Es war für die DDR nicht möglich, einen tatsächlichen Ruf als demokratischer und freiheitlicher Staat zu etablieren, auch wenn die Bekanntgabe des erweiterten Katalogs dringender Familienangelegenheiten durch das DDR-Ministerium des Innern dazu hätte beitragen können. Darin war der Kreis der zu Besuchen in der Bundesrepublik berechtigten DDR-Bürger, die noch im Berufsleben standen, erweitert worden. Die neuen Reisebestimmungen waren im DDR-Gesetzblatt öffentlich gemacht worden. Das hieß noch lange nicht, dass jeder Bürger aus der DDR zu nahen Verwandten reisen durfte. Die Auslese war sehr streng und wurde von der Staatssicherheit genau kontrolliert.


    Viele wollten aus dem Land jedoch seine Familie wollte es nicht. Sein Vater Funktionierte als Arbeiter, seine Mutter versuchte sich, als Verkaufsstellenleiterin um in der Gesellschaft war genommen zu werden, was ihr sehr gut gelang. Beziehungen wuchsen und das Leben, welches der Junge leben durfte, war alles andere als schlecht.

    Für den Jungen gab es keine Grenzen, da es mit sich und der Welt im reinen war und auch mit dem was er hatte sehr zufrieden.


    Inzwischen war die DDR 34 Jahre alt und die Mauer stand schon 22 Jahre, trennte Familien, verschloss den Menschen eine eigene Sicht auf die Welt und hatte bereits zahlreiche Todesopfer gefordert. Doch fühlte man sich nicht eingeschlossen, im Gegenteil, man fühlte sich aufgehoben und wertgeschätzt, als ein Bürger der gebraucht wird und ein Teil einer großen Gemeinschaft funktioniert. So aufgewachsen zu sein bedeutet, alles zu teilen und jedem zu helfen, welcher Hilfe benötigt.


    Sicher gab es nicht viel, dennoch wusste man sich zu helfen und teilte das, was man hatte, mit denen welche einem lieb gewonnen waren oder gleiches taten. Und so wuchs der Junge langsam zu einem jungen Mann heran, der wusste was es bedeutet zu teilen. Dennoch war er nicht befreit von Ereignissen die einen negativ prägten. Auch passierte es nicht selten, das man diese Hilfsbereitschaft ausnutzte und gewisse Menschen dies für sich zunutze machten. Schnell lernte er, sich gegen solche Menschen

    zu behaupten. Härte war hier gefragt. Ein solches Handeln wurde nicht geduldet und kurzerhand zurückgewiesen, wenn es sein musste auch mit gewallt.

    Denn was er schnell lernte, war es sich durchzusetzen, gegen einige die diese Bereitschaft anderen zu helfen, ausgenutzt wurde.


    Es gab viele Dinge die einen motivierten, auch wenn es manchmal gegen den eigen Staat gerichtet war. Die junge Generation wollte in die Welt, wollte selbst entscheiden, wo und was sie hören und sehen wollte. Diese grundlegenden Freiheiten waren in der DDR ein Ding der Unmöglichkeit.

    Wie sehr das innenpolitische Brodeln immer stärker wurde, ignorierte die Führung des Landes dennoch. Doch dass ihr das nicht bekannt war, war bei der akribischen Arbeit der Staatssicherheit nicht denkbar.


    Und so wuchs der junge Mann in einem System herran, welches der ständigen Kontrolle unterlag. Nicht selten wurde immer wieder der Gedanke groß "auszubrechen", dem System zu Wiederstehen. Ein Verlangen der Freiheit machte sich breit, obwohl man alles nötige hatte um glücklich leben zu können.


    Der 9. November 1989 wurde zum großen Tag. Als der Sekretär des Zentralkomitees der SED für Informationswesens – eine Position, die drei Tage vorher erst geschaffen worden war – fiel ihm die Aufgabe zu, die neue Reiseregelung öffentlich zu verlesen.

    In den DDR- und in den BRD-Medien verbreitete sich diese Meldung in Windeseile, nur sie sollte eigentlich noch nicht in Kraft treten. Doch Schabowski, der einem Missverständnis aufgesessen war, erklärte einem Reporter, dass die Regelung nach seinem Wissensstand sofort in Kraft trete. Auch diese Nachricht verbreitete sich schnell und sie hatte den historischen, wenn auch ungeplanten Fall der Berliner Mauer zur Folge, zu der ein Massensturm losgebrochen war,

    begleitet von Fassungslosigkeit, Freude, Tränen und einem Gefühl der Erlösung. Was der sowjetische Staatschef Gorbatschow bereits im Juni 1989 bei seinem Besuch in der DDR lapidar festgestellt hatte, nämlich, dass die Mauer wieder verschwinden könne, wenn auch die Voraussetzungen entfielen, die sie hervorgebracht hatten – das war endlich Realität geworden.


    Somit war man aus Sicht der anderen ein freier Mensch. Doch war man es wirklich?! Oder war es nur das Verlangen danach, etwas anderes zu sein?! Zu sein wie die anderen. Manipulation war allgegenwärtig und man wusste eigentlich gar nicht so recht, was man ist und sein möchte. Dennoch machte sich der Junge Mann auf die Reise in das unbekannte Land. In der Hoffnung auf etwas zu stoßen, was einen erfüllt und glücklich macht. Doch es wurde schnell anders, als man sich vorstellte.


    Menschen die er begegnete, waren oft danach aus, sich immer mehr zu bereichern, sich einen Vorteil gegenüber anderen zu verschaffen, das es fast krankhaft war. Dies konnte er nicht mit sich vereinbaren, da er doch so anderes aufgewachsen war. In seiner Welt hat man sich geholfen, geteilt oder gar sein letztes Hemd gegeben, nur um dem anderen zu helfen. Da man selbst mit dem, was man hatte zufrieden war. Doch er musste immer wieder feststellen, das die Menschen hinter der Grenze,

    immer mehr darauf bedacht waren, mehr zu besitzen als sie selbst benötigen.


    Dies war nicht das Leben und die Freiheit die er sich erträumte, daher zog er sich immer mehr zurück und versuchte dieser Ideologie auszuweichen.


    Schlussendlich fand er sich in dem Land wieder, welches seiner Heimat so geprägt hatte. "Die Sowjetunion" das heutige Russland, welches sicherlich nicht das Ideal ist, dennoch gewisse Einflüsse auf sein früheres Leben hatte und somit eine gewisse Verbundenheit mit sich führt. Hier niedergelassen entwickelt er sich zu einem Menschen, der heute noch sehr Hilfsbereitschaftslicht und umsichtig mit seinen Mitmenschen umzugehen weiß. Seine Heimat ist das heutige Chernarussland,

    das Land befindet sich südlich von Russland, gelegen am Grünen Meer. Im Westen grenzt es an das Land Takistan und im Norden an der Grenze zu Russland verläuft das Schwarze Gebirge. Welches von dem Land was er aus der Heimat kennt, sehr ähnlich ist.

    Angefangen von dem Land sowie die Städte, ist es Ihm sehr vertraut und kann sich in den Gemeinschaft sehr gut integrieren.


    Doch dann passiert etwas, was der Junge Mann nie erleben wollte. Im Jahre 2009 entstehen Unruhen im Land, welche bis zu einem Bürgerkrieg entfachten. Welcher hauptsächlich in Süd-Zagoria ausgetragen wurde. Spuren des Krieges sind noch heute zu sehen.

    Bevor eine unbekannte Seuche ausbrach, bestand die Bevölkerung aus ca. 3000000 Chernarussen und 800000 Russen. Wie viele Menschen heute noch in dem Land leben und welches Ausmaß die Seuche über Süd-Zagoria und die Grenzen des Landes hinaus angenommen hat, ist unbekannt.


    2012 (heute) - Es ist ungefähr ein Jahr seit dem Ausbruch der Seuche vergangen, außerhalb Süd-Zagorias hat die UN Probleme die Krankheit unter Kontrolle zu halten, während die Region Süd-Zagorias nun beinahe vollends sich selbst überlassen wurde. Nur wenige Informationen gelangen in den Teil des Landes und diejenigen die Region nicht auf irgendeinem Weg verlassen, haben bevor sich die Lage zuspitzte, werden Schwierigkeiten haben, jetzt noch einen Ausweg zu finden, sei es durch die Infizierten, oder durch UN-Truppen, die weiterhin versuchen Kontrolle zu bewahren, wobei ihnen diese wohl langsam entgleitet … die Seuche wird zunehmend zu einem weltweiten Problem.


    Ab hier beginnt die Geschichte eines Jungen Mannes, welcher sich zu Aufgabe gemacht hat denjenigen zu helfen, welche Hilfe benötigen. Mit denen auszukommen welche Ihm wohlgesonnen sind. Er ist bereit über seine Grenzen hinauszuwachsen um das unmögliche möglich zu machen. Aber er ist auch bereit das zu beschützen, was ihm wichtig ist.


    Hier beginnt meine Geschichte...... die des jungen Mannes..... Nibor Slhaw


    Begleite mich auf dem Weg in eine Welt, welcher voller Gefahren ist. Begleite mich auf dem Weg, in eine Welt die bereit ist von mir zu lernen und zu verstehen, was es bedeutet für einander da zu sein. Begleite mich in eine Welt die grausam und ungerecht sein kann. Aber vor allem begleite mich, um zu entdecken, was wir noch nicht kennen.......

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