Charaktervorstellung: Anatoly Gorbunov

  • Name: Anatoly Gorbunov

    Alter: 46

    Geboren und aufgewachsen in Gvozdno

    Berufung: Pastor

    Mentalität: wechselhaft, instabil, teils realitätsfern, aggressiv und größenwahnsinnig, teils ruhig, freundlich, zurückhaltend


    Anatoly Gorbunov wurde als Sohn von Pastor Viktor Gorbunov und Mutter Kalina im Dorf Gvodzno geboren und wuchs als Teil der Gemeinde unter der Führung seines Vaters auf. Schon früh beteiligte er sich am Kirchengeschehen und nach seinem Schulabschluss zog er nach Kirovograd, um Theologie zu studieren mit der Absicht die Gemeinde seines Vaters zu übernehmen und die religiöse Familientradition fortzuführen.

    Doch schon im Studium zeigte er erste Brüche in seiner Mentalität. Er wurde oft als unkonzentriert beschrieben, neigte zu plötzlichen Wutausbrüchen, gefolgt von sofortiger Freundlichkeit. So legte er sich mehrmals mit Gelehrten an und wurde zweimal verwiesen. Dennoch schaffte er es das Studium abzuschließen und kehrte nach Süd-Zagoria zurück.

    Durch den Einfluss seines Vaters wurde er zum neuen Pastor in Krasnoe ernannt, wo er die Gemeinde leitete, jedoch regelmäßig die Unterstützung seines Vaters einholte, da auch hier seine Mentalität zu Konflikten mit den Bewohnern führte. Sein Vater erwähnte nie, dass sein Sohn derartige Schwankungen ihm gegenüber hatte und tat sie das Gerede der Leute ab, die nicht mit den Vorstellungen und dem Glauben seines Sohn konform waren.

    Kurz nach Einsetzen der politischen Unruhen im Land brachte Anatoly mehrere Gemeindemitglieder verschiedener Parteien gegeneinander, aber auch gegen sich auf, da er in mehreren seiner Predigten die Politik verteufelte und den Glauben an Gott unter seiner Führung als einzig wahre Politik bezeichnete.

    Einige Wochen später kam es zu schweren Ausschreitungen im ganzen Land von denen Krasnoe besonders getroffen wurde. Häuser wurden zerstört, einige Bewohner verloren ihr Leben und auch Anatoly wurde verletzt. Noch am selben Abend verließ er das Dorf und kehrte nach Gvodzno zurück. Dort wohnte er erneut im Hause seiner Eltern und kümmerte sich hauptsächlich um seine Mutter, die während der Unruhen ebenfalls verletzt worden war.

    Als erste Gerüchte von "Besessenen" das Dorf erreichten, starteten er und sein Vater eine wahre Hetzjagd nach diesen "Ungläubigen" und "Ketzern". Zunächst auch mit großen Erfolg und es kam zu einer "Ketzerverbrennung" auf dem Vorplatz der Kirche. Doch desto mehr Tage vergingen, desto mehr dieser "Ungläubigen" erschienen im Dorf und erste Dorfbewohner, teils jahrzehntelange Gemeindemitglieder verfielen dem Teufel. Mit jedem weiteren Tag verlor Anatoly ein weiteres Stück von seinem Glauben an Gott und nachdem es auch seine Mutter und seinen Vater erwischte brach Anatoly zusammen. Er flüchtete aus dem Dorf und lebte die weiteren Monate alleine und zurückgezogen in einer kleinen Kapelle.

    Er betete Tag für Tag, in der Hoffnung erhört zu werden und kurz bevor er seinen Glauben, alles für das er lebte, aufgeben wollte, vernahm er eine Stimme, die ihm eine neue Bestimmung vermachte....