Khara Nakamura

  • Name: Khara Nakamura


    Mentalität: traumatisiert, verzweifelt, ängstlich


    Moral: neutral


    Beruf: Bürokauffrau


    Geburtsdatum: 17. 10. 1988


    Geburtsort: Nagasaki


    Ich wuchs in Nagasaki in einem kleinen Vorort auf. Es war eine gute Kindheit. Auch wenn ich sagen muss, als Frau ist man von aussen gesehen schon benachteiligt. Trotzdem habe ich die Schule normal abgeschlossen und eine Ausbildung zur Kauffrau gemacht. Die Industriebranche boomte und so wollte ich im Stahlhandel tätig werden. Dafür war mir ein Sprachaufenthalt wichtig. Den ich in Chernogorsk machen wollte.


    Meinen Eltern ging das alles sehr gegen den strich. Da mir Westliche lebensumstände ihrer meinung nach nicht gut tuhen würden. Trotzdem, vieleicht weil ich einzelkind war, gaben meine Eltern meinem Wunsch schluss endlich nach und ich konnte meinen Flug buchen.

    Endlich, Das Jahr 2008 sollte mein Jahr werden. Mittlerweile war ich 20 Jahre alt. Wenn es nach meinem Vater gegangen wäre, sässe ich nun im Goldenen Käfig. Doch er hat mir meinen innigsten Wunsch erfüllt und mich ziehen lassen.


    Als ich endlich in Novigrad war, ging es mit dem Bus durchs halbe Land. Erst Primorsk, dann Miroslavl, einfach der Küste entlang. Ich wollte das

    Land sehen. Daher habe ich die Reise so geplant. Schliesslich hatte ich noch knapp zwei Wochen Zeit, bevor die Schule begann. Dieser Reise Urlaub war ein schöner vorgeschmack, auf das was mich in meinem künftigen und aufregenden, selbständigen Leben erwarten sollte.

    Diese Tage habe ich wirklich genossen und als ich mein Zimmer bei meiner Austauschfamilie bezogen hatte, wollte ich die Stadt kennen lernen.

    Ich flog absichtlich etwas früher. Damit ich vor der Schule noch Zeit für mich hatte. Kleider Kaufen. Das Meer sehen. Das land und die menschen.

    Ich bin eine offene Frau, wenn auch etwas schüchtern. Aber andere Länder haben mich schon immer Fasziniert. Was für Menschen leben da, was essen sie? Auch lernte ich einen Jungen Mann kennen. Er zeigte mir vieles und wir gingen Abends immer mal wieder miteinander aus.


    Der Kontakt brach dan aber urplötzlich ab. Warum wusste ich damals noch nicht. Ich war entäuscht. Dachte aber, vermuttlich hätte meinem Vater der Mann onehin nicht gepasst. Ihm wäre am liebsten gewesen wenn ich früh einen wohlhabenden Geschäftsmann geheiratet hätte. Für ihn gekocht und Kinder geboren hätte. Aber ich wollte mich nicht in diesen Schuh pressen lassen. Ich musste ausbrechen. Vermuttlich sah er, das ich sonnst unglücklich bin und lies mich ziehen. Glücklich schien er aber nicht zu sein. Doch ich hatte meinen Willen. Endlich, und ich genoss es nicht den Eltern rechenschaft ablievern zu müssen. Ich genoss meine Freiheit. Ich konnte endlich die Welt entdecken.


    Wir schrieben das Jahr 2010 als eine eigenartige Krankheit bekannt wird. Ich kümmerte mich damals nicht gross darum. Denn ich verfolgte ja meine Eigenen Ziele. Ich habe festgestellt das mir das leben in diesem Land und den Menschen geviel. Ich schloss viele neue Freundschaften. Das das Land auf einmal nicht mehr verlassen werden Konnte, störte mich nicht einmal. Ich war ja glücklich. Aber die zustände wurden stehtig schlimmer. Irgendwann kam der Moment, da dachte ich ich muss hier weg. Aber es war bereits zu späht. Schon lange...


    Stehts wollte ich alleine bestimmen, ich war froh, von zuhause weg zu sein. Aber nun? Auf einmal Wollte ich nichts lieber als zurück zu meiner

    Familie. Doch, wie ich schon erkannt hatte, es war zu späht.


    Die zustände wurden immer Kritischer, Geld wurde Knapp, dann Essen. Ich verlor meine Arbeit. Konnte nicht aus dem Land. Alles ist zusammen gebrochen.


    Plötzlich hatte alles was ich kannte nichts mehr bedeutet. Menschen verhielten sich völlig wahnsinnig!

    Es war nicht plötzlich. Es musste so kommen, nur wollte oder konnte ich es nicht sehen.

    Meine Austauschfamilie schien wie vom erdboden verschluckt. Die örtliche Polizei kümmerte sich nicht darum, weil in der Stadt ausnahme zustand herschte. Hammsterkäufe und Plünderungen waren plötzlich an der Tagesortnung. Ich verstand das alles nicht und dachte wehmütig an meine Eltern. Vieleicht war es doch keine gute Idee gewesen und ich versuchte nach Hause zu kommen. Aber ausreisen war nicht, Hafen und Flughäfen wurden dicht gemacht! Ich hatte kaum noch Geld, aber das schien onehin keinen Wert mehr zu haben. Zum glück war im Kleinen Haus meiner Austauschfamilie ein guter Vorratskeller angelegt. Ich habe mich im Haus eingeschlossen. Verharrte, Wochenlang. Plötzlich ging der Radio nicht mehr. Aber das war nicht so schlimm. So musste ich die Schrecklichen durchsagen, von Verwirrten Menschen und Krankheit nicht mehr hören.


    Irgendwann ging das Wasser nicht mehr. Der Strom. Ich bekam angst. Draussen Schlichen eigenartige Menschen umher. Keuchend. Stöhnend. Ich verhielt mich still. Zwei Monate. Dann war mein essen aufgebraucht. Ich musste raus. Ich musste hilfe suchen. Ist da jemand?


    Es schien als wäre ich der Letzte Mensch auf erden! Und überal waren diese Dinger! Es waren Keine Menschen mehr. Die Nachrichten im Radio schienen untertrieben zu sein. Ich wusste nicht was los war. Doch der Hunger Trieb mich hinaus in die Nachbarschaft. Ich durchwühlte fremde Küchen nach essbarem. Ich kam mir vor wie eine Dieben! Aber ich hatte keine Wahl. Hoffentlich ist da jemand. Irgend jemand...

    So fieng ich an zu leben wie eine Diebin. Tags über Durchkämmte ich verlassene Häuser nach essbarem. Nachts versteckte ich mich in einem Keller, oder sonst wo, wo man mich nicht fand. Manchmal Irrte ich durch Wälder, orientierungslos. Vom Hunger getrieben.

    Ich weiss nicht welches Jahr nun ist. Vermutlich 2012. Ich habe die Tage nicht mehr gezählt. Sie sind nicht mehr wichtig. Montag? oder Sonntag?

    Es ist egal. Das einzige was mich antreibt ist essen, überleben. Hilfe finden.