Beiträge von Zimti

    Name: Stanislaus (Stan)

    Alter: 36

    Familie: Eltern, Bruder, Schwester

    Beruf: Holzfäller

    Herkunft: Chernarus

    Sprache: Russisch

    Charakter: selbstbezogen und egoistisch

    Stärke: kann sich immer auf seine Fähigkeiten verlassen

    Schwäche: lässt sich von Anderen nur schwer begeistern und bleibt lieber seiner eigenen Überzeugung treu





    Heute:


    Völlig geschafft nach tagelanger Suche nach Gebrauchsgegenständen machts sich Stan wieder auf den Weg zu seiner kleinen Waldhütte. Als er so gedankenverloren fast seine selbstgewählte Exilheimat erreicht, vernimmt er im Unterholz ein stetes Knacken welches wohl von einem Tier herrührt. Er nimmt sein uraltes, aber stets treues Jagdgewehr von der Schulter und schleicht langsam in die Richtung aus der die Geräusche kommen. Ein gefundenes Fressen denkt er so bei sich, die Sinne schlagartig bis aufs Maximum geschärft. Als er das Objekt seiner Begierde erspäht, eine Hirschkuh, legt er vorsichtig eine Patrone in die Kammer und schließt fast völlig lautlos deren Verschluß. In völliger Konzentration kommt er dem Tier immer näher. Eine sichere Schußposition erreicht, legt er an und dann kracht unter ohrenbetäubendem Lärm der Schuß. Aber es war nicht sein eigener. Scheinbar getroffen schreckt die Kuh hoch, stürzt laut keuchend ins Unterholz um sich dann zu überschlagen und liegenzubleiben. Stimmen die im Befehlston durcheinander hallen, werden immer lauter. Erschrocken duckt sich Stan in eine Bodenmulde. Hier draußen hat er noch nie Menschen gesehen, die sind bisher immer in den Dörfern und Städten geblieben. Auf gar keinen Fall dürfen Sie ihn hier draußen entdecken, denn Kontakt mit Menschen bedeutet ausschließlich Streß und Spannungen seit diese Krankheit im Lande um sich greift. In der einbrechenden Dämmerung verfolgt er die Gruppe Jäger von drei Personen bis zu ihrem Geländewagen, und als sich dieser endlich in Bewegung setzt, atmet Stan tief durch und macht sich wieder auf seinen ursprünglichen Weg nach Hause. Wenn die Menschen nun schon in so weit entferntes Gebiet vordringen um zu jagen, sind wohl die Vorräte in den urbanen Gebieten allmählich erschöpft. Er beschließt bei Gelegenheit der Sache auf den Grund zu gehen.



    Vergangenheit:


    Stanislaus arbeitete im Sägewerk bei Gorka und hatte bei seiner Familie ein geborgenes Heim. Ab und zu fuhr er mit seinem Vorarbeiter in den nahegelegenen Wald um Holz zu schlagen und lernte so den Umgang mit den speziellen Werkzeugen und Maschinen. Seine Familie war nicht reich aber sie hatten ein gutes Auskommen. Als sein Vater erfuhr das im Sägewerk ein Direktor zur Nachfolge gesucht wurde, drängte er Stan immerwieder sich um den Posten zu bemühen, was ziemlich abwägig war. Mit einem Alter von knapp über zwanzig und als einfacher Arbeiter hatte Stan da keine Chance, das wusste er, aber sein Vater wollte davon nichts hören. Es endete schließlich in einem heftigen Streit worauf Stanislaus beschloß seinen Eltern und Geschwistern den Rücken zu kehren um seiner Intuition zu folgen und sein eigenes Leben ohne Vormund und Vorschriften zu suchen und zu leben. Er fand ein ihm angenehmes Plätzchen in einem abgelegen Wald und lebte dort allein durch die Kraft seiner Hände und die Schärfe seines Verstandes. Er baute sich eine kleine Hütte und streifte manchmal tagelang durchs Land, immer auf der Hut sein Exil niemandem preiszugeben. Das sich die Menschen allmählich veränderten bekam er sehr wohl mit, aber machte sich darüber keine Gedanken. Einmal, auf dem Weg in die am nahesten gelegene Stadt, wurde er von einer Armeepatrouille gestoppt. Die Soldaten filzten ihn und nahmen ihm seinen Pass ab. Als Sie ihn verhaften wollten, unterbrach ein Funkspruch die Arbeit der Männer und Unruhe breitete sich unter den Soldaten aus. Diese Gelegenheit nutzte Stanislaus zur Flucht. Sie schossen ihm hinterher und ein Streifschuß verletzte ihn an der Hüfte, doch sie ließen schnell von ihm ab und ihm gelang die Flucht. Daraufhin verkroch er sich monatelang im Wald und lebte dort wie ein Tier. Er lernte die Natur zu "lesen" und sich mit den Umweltgegebenheiten zu arrangieren. Mehr durch Zufall als durch Absicht erreichte er eines Tages seine kleine Hütte im Wald. Er fand sie geplündert und halb zerstört vor, baute sie wieder auf und beschloß sich niemandem mehr anzuvertrauen und den Rest seines Lebens als Eremit zu verbringen. Auf seinen wieder langsam zunehmenden Streifzügen durch das Land stellte er schnell fest das ein Großteil der Bevölkerung verschwunden war, und die Zurückgebliebenen sehr agressiv und nicht ansprechbar waren. Er hatte den Eindruck das Sie krank waren. Überall waren Armeeposten errichtet worden und es lag eine Menge Millitärschrott herum. Es schien alles Hals über Kopf verlassen worden zu sein. Nur manchmal entdeckte er auf seinen Erkundungen andere Menschen, welche sich relativ normal verhielten. Sie fuhren mit ihren Fahrzeugen herum und plünderten häufig. Sie töteten auch die scheinbar kranken ohne mit der Wimper zu zucken. Bei all dem verhielt sich Stanislaus immer ruhig und war sehr bedacht nicht entdeckt zu werden. Schließlich war er immer froh wieder in seinem Wald zuhause ohne Zwischenvorkommnisse anzukommen.