Charaktervorstellung Nikolai Sokolov

    • Name: Nikolai Sokolov
    • Mentalität: Abgestumpft, egozentrisch
    • Moral: "Enjoy the little things"
    • Geburtsdatum: 10. 03. 1995
    • Geburtsort: Ratnoe
    • Nationalität: Chernarusse
    • Ethnie: Kaukasisch
    • Sprachen: Russisch,Englisch
    • Beziehungsstatus: Single
    • Vater: Alexei Sokolov
    • Mutter: ?
    • Merkmal/e: Schneeweiße Haare,blasse Haut und rote Augen

    Wenn du etwas willst musst du es dir nehmen...
    Ja, das gilt wohl heute mehr denn je und mir scheint es gibt eine Art Bestimmung für jeden von uns..So war es meine Bestimmung, dass schon kurz nach meiner Geburt mein Vater, ein gewisser Alexei Sokolov aus Severograd meiner Mutter..deren Namen ich Niemals erfahren sollte eine Kugel durch den Kopf jagte und mich draußen im Schnee zum sterben zurückließ. Der Grund dafür? Er gab ihr die Schuld daran was ich WAR...oder..BIN...naja..wie man's auch nennen will...kurz gesagt er fand die Art und Weise mich im Schnee erfrieren zu lassen passend...passend zu meiner Hautfarbe. Passend für das Kind einer "treulosen Hure" die es zweifellos mit Jemand Anderem getrieben haben musste um solch einen Bastard in die Welt zu setzen. Nun, doch wie es der Zufall wollte verirrte sich eine angehörige der dortigen Gemeinde just an jenem Abend zu der Stelle im Welt wo man mich zurück gelassen hatte und so wuchs ich in der Obhut des Ordens auf während mein sogenannter Vater allen weltlichen Besitz hinter sich ließ, Haus und Hof verkaufte und in der Hoffnung Niemand käme je dahinter was mit meiner Mutter geschehen war...oder wessen Spross ich war und sich in einem kleinen Örtchen namens Ratnoe eine nette,schlichte Hütte...gewissermaßen ein "Versteck" leistete.

    So,das war nun der erste Akt in meinem Leben und weiter verlief es auch recht unspektakulär...ich ging normal zur Schule...hatte auch dort des öfteren mit Vorurteilen und Ausgrenzung auf Grund meiner Erscheinung zu kämpfen...doch ich hatte auch genügend Freunde um mich und wessen Schulzeit verläuft schon gänzlich angenehm?..Nichts jedenfalls womit ich nicht klar gekommen wäre...einzig die fehlenden Mittel..das knappe Geld sowie der Verzicht auf alle möglichen modernen Annehmlichkeiten bereiteten mir manchmal Kopfzerbrechen, da ich schließlich noch immer in der Abtei lebte und so nicht selten die anderen Jugendlichen um ihren Besitz beneidete.
    Vielleicht war es ja gerade diese Langeweile gepaart mit dem Neid der dafür sorgte, dass ich heute bin wer ich bin....Aber erstmal sollten mich diese Bedingungen ganz gewiss dazu führen, dass ich herausfinden wollte wer ich war und woher ich stammte: So fing ich an fragen zu stellen und mir die Melderegister anzusehen aus dem Jahr meiner Geburt, allerdings ergebnislos...es waren viel zu viele Namen...Neuzugänge,Auswanderer...Verkäufe von Grundstücken und so gab ich schon die Hoffnung auf und widmete mich wieder anderen Dingen als eines schicksalhaften Tages die ganze Stadt in Aufregung war. Auf dem Grundstück eines alten Hauses, welches ohne Besitzer war und abgerissen werden sollte wurde eine Leiche entdeckt..Hab sie nie zu Gesicht bekommen, doch eines war auffällig...genau im Zeitraum als ich geboren wurde...lediglich 2 Wochen danach hatte der vormalige Besitzer des Hauses, ein gewisser Alexei Sokolov, dieses verkauft und war weggezogen...Somit hatte ich eine Spur.

    Das nächste, das ich euch erzählen möchte ereignete sich einige Zeit nach meinem Schulabschluss...ich war nun erwachsen und da ich nicht die Absicht hegte den Rest meines Lebens im Orden zu verbringen, dessen Ansichten ich ehrenhaft empfand aber nie teilte..sah ich mich mit der Existenzangst konfrontiert und so...angewiesen auf eine neue Unterkunft machte ich mich auf und nutzte Mitfahrgelegenheiten um in den Ort Ratnoe im Süden zu gelangen..Spät am Abend war es mir dann endlich gelungen die Adresse jenes Herrn Sokolov ausfindig zu machen, dem ich so viele Fragen stellen wollte und so überwand ich mich und klopfte gegen halb 12 Uhr Abends an die Tür der kleinen Hütte. An das folgende kann und mag ich mich jedoch kaum erinnern...der Kerl der mir da gegenüberstand, ein heruntergekommener Niemand sah mich an als hätte ihn der Schlag getroffen und noch ehe ich weiter reagieren konnte griff er auf dem nahen Kaminsims nach etwas...etwas das ich nicht genauer definieren konnte, doch noch in meiner zurückschreckenden Bewegung schaffte ich es seinen Angriff so abzuwehren, dass ihn das Messer aus der eigenen Bewegung heraus mitten in die Brust traf...er stolperte noch zurück....war ganz stumm...die Augen weit aufgerissen und riss noch ein paar Sachen vom nahen Tisch mit sich ehe er in seinem Sessel zusammen sank und vor meinen Augen starb.
    So dann lernte ich meinen Vater kennen und wusste einige meiner Fragen beantwortet während andere unweigerlich offen bleiben würden....doch noch in der selben Nacht machte ich mich daran die Spuren dieser Tat zu beseitigen und sah mich fortan als Erbe einer kleinen Hütte und deren sämtlichen Inhalt.
    Unmoralisch?...Vielleicht...und doch hatte ich es verdient, daran glaube ich fest!...
    Auch wollte es das Schicksal, dass ich mit dem Geld welches mir nun zur Verfügung stand ein ums andere Mal in die örtliche Bar ging und dort ein Schlitzohr ohne gleichen kennen lernte: Viktor Uljanov ein zutiefst abstoßender Schlag von Mensch und doch drängte er sich mir förmlich auf und wurde in den folgenden Jahren eine Art Mentor und brachte mir bei wie ich mich auch ohne "ehrliche Arbeit" gut über Wasser halte...das 1x1 jedes Kleinkriminellen..

    Den vorerst letzten wichtigen Abschnitt in meinem Leben stellt jedoch wie wohl bei den Meisten hier der Ausbruch dieser Krankheit dar..Diese Seuche die sich blitzartig über das ganze Land verteilte..
    Bereits als die ersten Fälle in der nächstgrößeren Stadt bekannt wurden machte ich mich an der Seite von Viktor auf den Weg... und durch meinen vorherigen "Lebenswandel" konnten wir zumindest auf ein minimalistisches Arsenal an Waffen zurückgreifen...genug um uns gegen diese Dinger zu wehren....allemal genug um uns von anderen Flüchtigen zu nehmen was wir brauchten..So lange jedenfalls bis Viktor selbst "Blut geleckt" zu haben schien wie es so schön hieß...immer häufiger arteten kleine Raubüberfälle in Gewaltexzesse aus...gar Morde...und auch wenn ich mir einredete dass es den Betroffenen so nur einen noch qualvolleren Tod ersparte konnte ich doch erkennen, dass das nicht zu mir passte....nicht SO...eines Tages dann...wurde ich durch lautes Gebrüll geweckt....es war Viktor der seinen Zorn gerade über Jemandem entlud...wie ich nach einem hektischen Sprint feststellen musste ein noch junges,völlig ängstliches Mädchen..ich wusste nicht wer sie war...ich wusste nicht was sie getan hatte um Viktor derart wütend zu machen...was ich wusste ist, dass sie nichts von wert bei sich trug und ziemlich hilflos wirkte...Viktor jedoch bemerkte mich dann und grüßte mich noch freundlich, ehe er mir das Gewehr zuwarf und mich damit betraute "auf die Kleine aufzupassen"...das alles sagte er als sei es nichts...eine Kleinigkeit, während er selbst sich noch immer vor ihr aufbaute...näher zu ihr kam.
    Ich kann nicht sagen warum mich gerade in jenem Moment mein Gewissen derart zurück hielt...in keinem Moment davor oder danach sollte dies je wieder so vorkommen....doch in diesem Moment...DIESEM kritischen Augenblick in dem Viktor seinen Gürtel zu öffnen begann..konnte ich nicht anders und erlöste mit einem gezielten Schuss die Erdoberfläche von jenem Menschen, der die letzten Jahre mein stetiger Begleiter gewesen war...
    Nun stand ich jedenfalls wieder alleine da...alleine...doch diesmal war ich nicht auf die Gnade eines Anderen angewiesen...ich war älter...ich hatte gelernt und ich habe Begriffen, dass ich nur meinen eigenen Regeln folgen kann..

    Bitte Marik in den Ruhestand wenn angenommen :)

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