Erlebnisse und Notizen von Goran Vanek

  • Es ist noch dunkel am frühen morgen als Goran sich vorbereitet loszuziehen.

    Um fragen auszuweichen was er vor hat schleicht er sich hinten raus.


    Mit einer Taschenlampe in der Hand macht er sich auf den langen weg nach Kozlovka.

    Die reise dorthin verläuft ohne zwischenfälle,doch je näher er sich dem Ziel nähert desto nervöser wird er und denkt daran umzukehren,doch er setzt sein weg fort.


    Als er endlich in Kozlovka ankommt macht er sich auf den weg zu seinem Elternhaus.

    Dort war er zuletzt als die Seuche ausbrach und er seine kranke Mutter im Haus einsperrte.

    Am Haus angekommen muss er mit entsetzen feststellen das alle Fenster zerbrochen sind.

    Er ging rein und untersuchte vorsichtig jeden Raum doch sie war nicht mehr hier.

    Zitternd setzt er sich in sein altes Kinderzimmer,welches völlig verwüstet ist und versucht sich zu beruhigen.


    Nach einer knappen halben Stunde ging er wieder raus und suchte den Ort nach seiner Mutter ab.

    Es waren kaum infizierte im Ort und die wenigen waren schnell erledigt.


    Doch dann als er schon fast aufgeben wollte sah er sie.

    Sie war eigentlich kaum wiederzuerkennen aber er wusste das sie es war.

    Sie wirkte so ruhig wie sie da stand und auf den Boden starrte,Goran näherte sich ein wenig und schaute sie eine weile an.

    Einerseits war er froh sie nochmal zusehen,jedenfalls das was von ihr übrig war.

    Lange schon fühlte er sich schuldig sie nie davon erlöst zu haben,doch jetzt konnte er es endlich tun.


    Langsam und bedacht griff er nach seiner Waffe und entsicherte sie.

    "Auf wiedersehen Mama,Grüß papa von mir."


    Nachdem er seine Worte ausgesprochen hatte drehte sie sich zu Goran um,sie riss ihre Augen und Mund weit auf und lies einen gurgelden schrei heraus.

    Goran hatte schon einige schlimme dinge getan und noch schlimmere mit ansehen müssen,er konnte immer einigermaßen damit umgehen.

    Doch seine Mutter so zu sehen,mit solch einer gräßlichen Fratze das war zu viel für ihn.

    Er stand da wie Festgefroren während sie auf ihn zustürmte,im allerletzten Moment drückte er ab und sie fiel zu Boden.



    Es dauerte 3 Stunden sie zu begraben,er pflückte einige der Blumen vom Feld seiner Mutter die dort nun alle wild durcheinander wuchsen und legte sie auf ihr Grab.

    Bevor er sich auf den weg zurück machte ging er nochmal in sein Zimmer und holte zwei Flaschen Rum unter seinem Bett hervor.

    Er nahm einen Großen schluck und ging zurück nach Grishino.

  • Irgendwo ganz weit im Norden des Landes Schiebt Goran eine mit 3 Stinkenden Metallkisten beladene Schubkarre vor sich her.

    Er schiebt sie durch das Holztor hindurch gut 150 Meter den Feldweg hinunter.

    Unzählige Fliegen schwirren umher und begleiten die Schubkarre bis Goran sie abstellt und er wieder zurück zum Haus geht.


    Er lächelt zufrieden macht sich aber auch ein wenig Sorgen über Jack und Irina.

    Kurz vor seiner abreise schien es ihnen nicht gut zu gehen,aber da sein Funkgerät still geblieben war,dachte er es wird schon alles ok sein.


    Noch bevor er sich auf das Sofa setzt schmeisst er noch die letzten völlig verotteten Nahrungsmittel über den hohen Zaun,wobei ein stechen in der Brust ihn an seine einschränkung erinnert.


    Als er sich es endlich gemütlich macht nimmt er sich ein leeres Notizbuch aus einer der schubladen und kritzelt erst etwas gelangweilt darin herum aber beginnt dann etwas hineinzuschreiben.


    yo,für den fall das du noch lebst und nur lang weg warst,ich hab hier mal aufgeräumt,hast ja echt nen Saustall hinterlassen.

    Ich mein ich bin mir sicher das du eigentlich schon Tod bist und deswegen dein Zuhause so am schimmeln ist.

    Auf jeden Fall Danke für die nette ansammlung an Waffen und dem ganzen scheiß hier.

    Ein Blick in die erste Kiste und ich wusste du bist einer dieser Typen die wirklich jeden scheiss aufsammeln der auch nur halbwegs wertvoll aussieht.


    Ich weiss auch schon genau wo ich deinen ganzen Mist verticken werde,Oh man ich werde in Munition schwimmen und nie wieder welche suchen müssen für Jahre.

    Gut sein wir realistisch,vielleicht ein paar Monate.


    Goran reisst die Seite heraus und legt sie auf den Tisch neben der Couch.


    Kurz nachdem fängt er erneut an zu schreiben.


    Ich hatte echt zweifel so ganz allein los zu fahren aber es hat echt gut getan da mal raus zukommen.

    Naja und sobald ich am ersten Ziel ankam ging es mir auch schon viel besser.

    Oh man,Mama hatte kein Stück untertrieben,dieser Ort war einfach der Hammer,ich hätte Stunden damit verbringen können die ganzen Teller und anderes Zeug aus dem Restaurant von der Klippe zu werfen,einfach zu schön.


    Hab mich dann aber auch wieder relativ schnell aus dem Staub gemacht da ich einige kleine Lager und Spuren gesehen hatte die eher frisch wirkten.

    Wer hier oben Dinge versteckt wird sie auch sicher zu verteidigen wissen.


    Ich habe so viele Interessante Orte gesehen,ich wünschte ich hätte mich schon viel früher auf die Reise gemacht.

    Und dann der Hauptgewinn,ein ziemlich wohnliches Lager aber es sah total verlassen aus.

    Es lagen jede menge Felle herum und es war auch unmengen Fleisch eingelagert,aber schon dermassen verfault das es teilweise schon flüssig war.

    Hier hat bestimmt ein Jäger gelebt,dieser Ort ist das Ultimative versteck,aus der Ferne sieht man nicht dass der Zaun befestigt wurde und auch Wände hinzugefügt wurden.


    Es ist so abgelegen das ich denke das selbst die Soldaten es nicht finden.


    Ich würde es gerne den anderen zeigen aber was ich zuletzt über Cracker erfahren habe macht mir sorgen,ich denke ich werde nur West einweihen.


    Mit einem unzufriedenem Blick schliesst er das Buch und legt es zurück.


  • Es ist noch mitten in der Nacht als Goran aufsteht und sich an seinem Schreibtisch setzt.

    Er hatte versucht so gut es geht zu schlafen aber mehr als 1-2 Stunden waren nicht drin.

    Goran entzündete seine Gaslampe und holt Stift und einen altes Schulheft aus der Schublade hervor.


    Er reisst eine Seite heraus und Schreibt eine Notiz die er kurz darauf mit einem Stein beschwert vor Konrad´s Hütte legt.

    Wieder zurück setzt er sich wieder an den Schreibtisch und räumt wieder alles in die Schublade.


    Nach einer weile holt er es wieder hervor und beginnt etwas zu schreiben.



    Ich verstehe nicht warum ich nicht einschlafen kann so müde und kaputt wie ich mich fühle.

    In diesem zustand ist Irina verdammt anstrengend,naja eigentlich kann sie nichts dafür.

    Falls sie wieder normal wird werd ich sie nie wieder alleine losziehen lassen,ich hätte darauf bestehen sollen mitzukommen.

    Ich hoffe wirklich sie wacht einfach Heute auf und ist wieder normal und vor allem Gesund.

    Gestern hatte ich zwischendurch echt Panik sie würde Sterben als Karel das mit der Hirnblutung ansprach.

    Aber selbst wenn das nicht stimmt scheint sie schwer Krank zu sein.

    Echt keine ahnung was mit mir los ist,vor ein bis zwei Monaten war sie mir noch total egal gewesen und jetzt setzte ich alle Hebel in bewegung und riskiere sogar noch meinen Wagen.


    Wenigstens ist Karel wieder bei uns.

    Als ich ihn dort auf dem Hof sah dachte ich erst er wolle nicht zurück,er fühlt sich nutzlos und denkt er würde uns nur ausbremsen.

    Ich hoffe ich konnte ihm das ausreden,denn ich finde er ist eine bereicherung für uns,alleine schon wegen seinem Wissen und man kann echt Spass mit ihm haben.


    Um Bobo mach ich mir auch sorgen,er scheint mehr Zeit in Guglovo zu verbringen als bei uns.

    Ich habe Angst das er sich so langsam von uns entfernt und das wäre sehr schade.


    West beschäftigt sich viel mit diesem Nikolai,ich mag ihn nicht aber West hat wohl einige Ideen.

    Der einzige um den ich mir nie sorgen machen muss James West.


    Goran dreht die Gaslampe ab und versucht noch etwas zu schlafen.