Rise of Darkness

  • *Nikolai liegt in der Krankenstation vom Camp. Er dreht sich auf die rechte Seite. Eine Wand, links geht nicht wegen seiner Schulter. Also entschließt er sich, an den Tisch zu gehen. Zuvor wirft er einen Blick nach draußen. Keiner zu sehen. Also schaltet er die Lampe an, die Irina ihm Tags zuvor ins Zimmer brachte. Er setzt sich an den Tisch und nimmt ein kleines Büchlein und einen Stift hervor. Der letzte Eintrag ist vor fast 3 Jahren verfasst worden. Dort steht:


    Lieferung: 300 Pfund Meth

    Marktwert rund ne Million. Abzüglich Kosten für Mulis, Material und Schmiergeld rund 800k in kleinen Scheinen.


    Diese Woche werden die Schnapsbrennereien und Kleingeschäfte fürs Waschen zuständig sein.


    Keine Probleme bei der Lieferung, allerdings Gerüchte, dass sich Michails Idioten wieder in unsere Geschäfte einmischen. Keine Ahnung wieso man sich noch mit Leuten anlegt, die bereits 5 seiner Leute aus dem Weg geräumt haben. Aber gut. Dieses mal nehme ich mir die Sache an.


    So lange Dimitri im Knast sitzt, habe ich das sagen. So denkt er. Allerdings habe ich sein Kartell schon längst übernommen. Aber gut. Arroganz war noch nie sein Problem.



    *Beim Lesen dieser Zeilen lächelt er kurz. Bessere Zeiten. Aber nun beginnt er auf einer neuen Seite.*



    Tag zwei nach dem Verlassen des Safehouse. Direkt am ersten Tag habe ich mir die Schulter ausgekugelt. Normalerweise hätte ich das selbst gerichtet. Aber in einem Ort Namens Stary sah ich Spuren von Leben. Also dachte ich, ich nutze das aus. Allerdings war da keiner. Erst auf ner Brücke in einem Wald kam mir ein Auto entgegen. Ein Mike und zwei andere stiegen aus. Ein verheultes Mädchen war dabei. Mike kam mit ner Waffe auf mich zu... oh man. Als ob ihm die geholfen hätte. Naja ich fragte, ob er wüsste, wo ich nen Medic finde. Und siehe da: es gab noch ein Camp. Hachja. So leicht beschafft man Informationen. In diesem Camp traf ich Irina ich wurde von ihr verarztet und schlief schnell ein.


    Heute war keine Sau im Lager. Also konnte ich mich umsehen. Interessant, was die sich so aufgebaut haben. Aber das ist mir nichts. Zumal die gestern alle wie durch den Wolf gedreht ausgesehen haben. Aber dafür waren sie gesprächig. Da sind in den letzten 48h wohl mindestens 2 Leute Ex gegangen. Ach verdammt und ich war nicht dabei. Nun ja ich wurde gefragt, was ich vor dem mist gemacht habe. ,,War der Leiter des größten Kartells in Russland und habe mehr Leute auf dem Gewissen, als du je kennen gelernt hast." Jop. Klingt gut. Ich hab's als Personenschutz zusammengefasst. Im Grunde war ich das ja auch. Nur eben für die, die ihr Geld auf den anderen wegen verdienen.

    Naja ich denke mal morgen gehe ich nach Stary. Mal sehen, was man dort reißen kann. Vorher sollte ich mir nochmal Irina krallen. Die kleine ist sehr gesprächig, und Informationen sind immer gut.


    * Mit einem leichten Grinsen im Gesicht schließt er das Buch und macht sich ins Bett, wo er schnell einschläft.*

  • *Am Abend ist Nikolai damit beschäftigt, sein neues Haus aufzuräumen. Als er seinen Rucksack aufs Bett wirft fällt sein Notizbuch heraus. Und eine Seite aus dem Jahr 2008 liegt frei. Dort steht folgendes geschrieben.*



    Ich bin zum zweiten mal Vater geworden! Karina hat mir die schönste Tochter der Welt geschenkt, neben dem stursten Sohn des Planeten. Mein Glück ist nun komplett. Ich werde noch ein bis zwei Jahre im Geschäft bleiben. Dann habe ich definitiv genug Geld, dass wir vier ein angenehmes Leben führen können. Allerdings wird es nochmal spannend werden. Es hat sich Besuch aus den USA angekündigt. Ein Drogenbaron von dort will wohl mit uns gemeinsame Sache machen... wenn alles glatt geht kommt er in 2 Monaten vorbei, aber weiteres haben wir nicht besprochen. Zu gefährlich am Telefon. Aber das kann warten. Mein Stern hat nun Vorrang.. kleine Natascha. Kaum 3 Kilo schwer und doch wiegt dein Leben für mich so viel.


    *Darunter ein Bild, auf den man einen Mann lächelnd mit einem Baby im Arm sieht.


    Nikolai merkt, wie ihm das zusetzt und blättert schnell weiter auf eine leere Seite.*


    Ein neues Haus. Heute bin ich nach Stary gezogen. Klar war es im Camp sehr angenehm und diese Irina hat nen Hintern sondergleichen. Aber einerseits habe ich genug Bäume für drei Leben gesehen und andererseits wäre es falsch etwas Neues anzufangen. Karina... du warst mein Leben... und ich habe dich auf dem Gewissen. So wie Artjom und Natascha. Das passiert mir kein zweites Mal...

    Wie dem auch sei. Stary ist ein schöner Ort. Allerdings ist der "Bürgermeister" eher... speziell. Mal sehen, ob ich ihn nicht etwas dressieren kann, dass er nach meiner Pfeife tanzt. Allerdings muss ich auf diesen Demchenko achten. Er meinte Stary sei ihm das wichtigste. Also müsste ich versuchen ihn auf meine Seite zu ziehen. Auch ist mir aufgefallen, dass es keinerlei Lager außer Materiallager gibt... tut mir leid Mike aber da muss was geschehen. Zur Not auch hinter deinem Rücken. Dieser Ort hat Potential, aber es wird nicht voll ausgeschöpft. Das muss sich ändern.


    *Er klappt das Buch zu und lässt es verschwinden. Dabei fällt ihm das Tattoo an seinem Unterarm auf. Dort stehen, in Chinesischen Schriftzeichen die Worte: Drache,Rache, Liebe und Familie, wobei die letzten beiden etwas blasser wirken, fast als hätte man versucht sie zu entfernen. Er legt sich ins Bett und schläft sofort ein.*

  • *Am Abend ist Nikolai damit beschäftigt, sein Haus abzuschließen und seine Beute aufzubauen. Er stellt die Sachen so, dass niemand etwas sehen sollte. Als er dies erledigt hat, beschließt er in sein Wohnzimmer zu gehen. ,,Hier fehlt mir ein Sofa und ein Tisch. Ich werde das morgen mal anmerken." Spricht er für sich. Er setzt sich auf einen der Stühle und holt sein kleines Notizbuch hervor, wo er auf einer neuen Seite zu schreiben beginnt.*


    Mike du bist echt die Härte. Hast mich als Sicherheitsdienst eingestellt, aber verlangst, dass ich meine Leihwaffe beim verlassen der Stadt abgebe... Okay. Dann musst du aber damit leben, dass ich mir selbst Waffen organisiere. Heute sind es eine SK und ein Sturmgewehr, eine KA 101 glaube ich, über 100 Schuss für diese Waffe und einen neuen Schrank.

    Heute habe ich zwei neue Gesichter kennen gelernt. Einmal Bryan, scheint ein Soldat zu sein, und dann so einen Irren, der gegurrt hat wie eine Taube... der Kerl hat mir ernsthaft ne Packung Munition geschenkt, weil ich etwas Müll beseitigt habe. Ich habe keinen Schimmer, was ich davon halten soll. Des Weiteren habe ich heute gesehen, dass Timi schießen kann, wie ein Weltmeister. Das könnte nützlich werden, allerdings muss ich erst wissen, wie die einzelnen Leute drauf sind, bevor ich beginnen kann, Stary unter meine Kontrolle zu bringen. Zumal es da noch einen Eric geben soll, der ebenfalls zum SD gehört. Keine Ahnung wer der sein soll, soll auch schon eine Weile weg sein. Allerdings heißt das nichts. Ich muss mir sicher sein, jeden hier hinter mir zu wissen. Auch wird der Winter bald Einzug halten. Und ich denke, dass wir dann noch ein paar mehr werden. Vor allem könnten Leute aus dem Camp kommen. Diese kleinen Hütten dort mit den kaputten Fenstern, dort werden die sich die Eier ab frieren. Bis dahin sollte ich Stary kontrollieren, und Mike wenn dann nur als Strohpuppe vor schicken. So wie in alten Zeiten mit Dimitri.


    *Er grinst leicht und schließt sein Buch für heute. Danach verdeckt er wieder die Fenster mit einer Decke und ein paar Klammern und geht schlafen.*

  • *Nikolai ist dabei den Rest seines neuen Besitzes in die Schränke aufzuteilen. Ordnung ist das halbe Leben heißt es. Nach diesem Prinzip lebt er erst, seit dem er im Geschäft tätig war. Dort hatte er schnell gelernt, dass lose Enden und Unordnung Probleme bedeuten können. Beim Aufräumen fällt ihm sein Notizbuch aus der Tasche, und bleibt auf einer Seite offen, die blutverschmiert ist. Dort steht folgender Text.*



    Ich habe alles verloren, was mich als Menschen ausmacht... meine Frau und meine Kinder wurden vor meinen Augen getötet... ich hatte definitiv grün... anfangs habe ich daran gezweifelt, weil ich Natascha ein wenig geärgert hatte. Wie sie immer gelacht hat, wenn man sie gekitzelt hat werde ich nie vergessen... Wir waren auf dem weg zu Karinas Eltern und dann passierte es. Ein schwarzer Amerikaner, ein Dodge denke ich, fuhr uns in die Seite... meine Frau und die Kinder starben quasi sofort... ich hatte einen gebrochenen Arm, und meine Rippen waren auch alles andere als in einem Stück... trotz des Airbags drehte sich alles... ich nahm nur verschwommen wahr, dass der Fahrer aus dem anderen Fahrzeug mich ansah. Als sich meine Sicht wieder gebessert hatte erkannte ich einen aus dem Petersburger Syndikat... er lachte hämisch aber bemerkte die Wunde an seinem Hals nicht. Dunkles Blut quoll hervor... keinen Augenblick später war er tot. Ich sah mich um... meine Frau war eingeklemmt, ihre Augen aufgerissen, das schöne rote Haar lag zerzaust über ihrem Gesicht, in welchem ein paar Schnittwunden waren eine einzelne Träne rann an ihrem Gesicht herab. Artjom lag, trotz des Sicherheitsgurtes auf dem Boden. Seine Arme und Beine seltsam verdreht... die augen ebenfalls weit offen. Aber am schlimmsten hatte es Natchen erwischt... ihr lebloser Körper wurde aus dem Auto geschleudert und lag da auf der Straße...


    Meine Leute waren 10 Minuten später vor Ort und befreiten mich... oder holten sie mich in die Hölle? Ich weiß es bis heute nicht. Heute ist genau ein halbes Jahr danach. Meine Verletzungen sind so weit ausgeheilt, dass ich wieder arbeiten kann. Heute gibt es einen Großauftrag. Das gesamte Syndikat in Petersburg. Sie nahmen mir meinen größten Schatz,meine Familie... ich werde ihnen alles nehmen... keiner von denen wird die kommende Nacht überleben. Ich werde sie alle auslöschen.


    *Darunter steht noch etwas.*


    Es soll wohl eine Splittergruppe den Auftrag gegeben haben. Ich habe jeden von diesen 5 als Geisel genommen und werde mich nun an ihnen austoben.... Es wird Zeit, dass das Monster seinem Namen gerecht wird.

    Karina, Artjom, Natascha... bitte verzeiht mir...


  • *Nikolai ist dabei ein paar Vorräte, die er erbeutet hat in seine Vorratskisten zu stellen. Nebenbei köchelt etwas auf dem Gasbrenner. Nachdem er fertig ist, setzt er sich an den Tisch und beginnt die Dosenspaghetti zu essen. Nebenbei macht er Notizen.*


    Nahrung:

    2× Dosenspaghetti

    2× Gebackene Bohnen

    1× Dosenpfirsiche (ich liebe die Dinger!)

    2× Dosensardinen


    Waffen/Munition

    Eine fast komplette Ak, nur das Magazin fehlt. erg. Magazin mit 4Schuss gefunden, daneben leeres Ersatzmagazin

    3 Päckchen 5.56er für meine Knifte

    Einen Militärgürtel (na endlich!)



    War ein lohnender Ausflug. Gestern eine Schutzweste, mit der man wie ein Panzer rumrennt und heute ein halber Supermarkt,einen Gürtel und neue Argumentationshilfen.

    Aber dafür habe ich auch ordentlich eine aufs Maul bekommen. Was solls. Bettruhe, Essen und pennen, dann wirds mir morgen besser gehen.

    Was Stary angeht: ich habs übernommen. D.h. ich kann tun damit, was ich möchte, und als erstes wird es befestigt. Ich habe bereits in einem Gebiet damit begonnen. Es wird Wochen, wenn nicht Monate dauern, aber dann habe ich zumindest etwas zu tun. Was Mike angeht, ist mir das echt ein Rätsel. Erst möchte er mit Demchenko, Alina und Timi reden, ich setze den Funkspruch ab, bzw rede Tags darauf mit Demchenko und Mike lässt sich nicht blicken? Was soll der Mist? Ich war gewillt ihm dieses Thema zu überlassen. Aber vorhin war es mir doch zu doof. Ich habe die beiden aufgeklärt und eine zufriedenstellende Antwort bekommen. Jetzt muss mir Mike nur die Orte zeigen.

    Außerdem habe ich festgestellt, dass sich einige Leute wie Platzhirsche verhalten. Dem muss ich entgegenwirken. Klar kann man sich in der Stadt am Brunnen bedienen. Aber Tarnnetze herunterreißen. Wenn ich Irina das nächste mal sehe gibt es ein Gespräch. Wenn mir dieser Schulz als Medic nicht so suspekt wäre, würde ich ihn an ihre Stelle setzen, ohne mit der Wimper zu zucken. Unnütze und aufsässige Leute werden entweder dressiert wie Hunde, oder ersetzt und aussortiert.


    *Er nimmt die letzten Nudeln auf die Gabel und beendet sein Abendessen. Danach spült er seinen Mund mit Wasser aus und legt sich schlafen.*

  • *Nach einem arbeitsreichen fällt Nikolai in sein Bett. Er ist gerade dabei einzuschlafen, als ihm etwas einfällt. Daher nimmt er sein Notizbuch und schreibt die Ereignisse der vergangenen Stunden auf.*



    Das Bündnis mit dem Camp. Es wird nicht mehr lang aufrecht erhalten. Ich sehe es eher als Zweckgemeinschaft. Vorhin war dieser Zirkus hier und hat versucht einen auf dicke Hose zu machen. Lachhaft. Wohl weil ich Goran bedroht hatte. Ja stimmt. Aber der kleine Mistkerl hatte keine halbe Stunde zuvor in meiner Stadt rumgeballert und damit die ganzen Infis aufgescheucht. Wie dumm oder einfallslos muss man sein? Ich habe keine Ahnung, wie viele er gekillt hat und es ist mir auch egal. Fakt ist, wenn man sich leise verhält, und an diesem Viechern vorbei schleicht, zur not auch in einem großen Bogen, dann ist man zu keiner Zeit in Gefahr. Wie dem auch sei. Dieser Affenzirkus meinte bei mir einfallen zu müssen, und mich sogar noch weiter bedrohen zu dürfen. Langsam wird mir dieses Camp echt zu einem Dorn im Auge. Kommen in eine Fremde Stadt und markieren den dicken? Labern was davon, dass wir in der gleichen Situation stecken? Ha wo denn? Die haben ein gemütliches drecksloch, was denen wie es scheint und erzählt wird, bezugsfertig hingesetzt wurde. Lachhaft

    Wird wohl Zeit, dass ich andere Seiten aufziehe.


    *Er legt das Buch zur Seite und schläft sofort ein.*

  • *Nach einem langen Tag kommt Nikolai entkräftet Zuhause an. Er reißt sich den Rucksack vom Leib, denn es fühlt sich fast so an, als hätten die Gurte seine Schultern eingeschnitten. Mit letzten Kräften öffnet er eine Dose Bohnen und erhitzt diese auf dem Gasbrenner. Dazu gibt er etwas Salz und nimmt eines der gegrillten Fischfilets aus seinem Beutel. ,,War ne gute Idee das in die Zeitung zu wickeln.* denkt er sich. Nun kramt er sein Notizbuch hervor.*



    Ich habe eine Tabelle gefunden, mit der ich das Datum errechnen kann. Einerseits freue ich mich darüber. Andererseits wünschte ich mir, dass es nicht so wäre... morgen ist der 2.10... ihr Todestag... nun sind sie fast 4 Jahre lang tot... Es tut immer noch weh. *Dabei greift er an seinen Hals. Dort sind an einer Kette zwei Ringe und ein kleines Amulett. In dem Amulett befindet sich ein Bild einer Familie.*


    Ich muss mich zusammenreißen. Ich will etwas aufbauen. Heute konnte ich sogar jemanden rekrutieren, der eine ähnliche Sichtweise wie ich hat. West sein Name, und genau wie ich auf der anderen Seite tätig. Ich habe ihm gesagt, dass ich Interesse an seinen Diensten habe. Er meinte noch, dass er sich mit diesem Goran sehr... nahe stehen würde, und ich das Gespräch zu Goran suchen solle. West meinte er wäre zuversichtlich, dass Goran früher oder später nach Stary kommt. Ich habe es später am gleichen Tag versucht. Aber er wollte nicht mit mir reden. Also hab ich Irina alles gesagt, was wichtig ist und bin dann abgehauen. Die meinte noch ganz großspurig ,,So lösen wir das mit den Waffen!" Als ich meine Waffe aus der Kiste nahm, wo ich sie abgeben sollte. Aussage des Jahres... liegt es daran, dass sie keine Ahnung hat oder was? Ja schön ihr seid ein Camp mit mindestens 6 Leuten. Ich lebe allein. Finde den Fehler. Wie dem auch sei. Ich war froh da wieder raus zu sein. Ich war noch an einem Ort, wo es einen Lada geben sollte, aber der war total ausgebeutet worden. Keine Reifen und auch keine Technik mehr. Also hoffte ich wenigstens Teil zwei meiner Reise erfolgreich abschließen zu können. Aber auch das wurde mir nicht vergönnt. Nicht einen rostigen Nagel habe ich gefunden! Naja immerhin war ich am Meer. Cherno ist eine recht schöne Stadt. Ich war schon zweimal hier. Einmal im Urlaub mit Karina und dann geschäftlich, um eine der Gangs hier zu treffen. Karina... der Ort an dem ich heute war da waren wir auch vor 8 Jahren. Erinnerst du dich? Das Café ganz dicht am Wasser? Wo man das Meer hören und riechen konnte? Es hat sich nicht viel geändert. Der Tisch mit unserer Kritzelei stand auch noch dort... ich vermisse euch drei.


    *Mit diesem letzten Satz klappt er das Amulett auf und schaut auf das Bild. Er legt es neben sich ins Bett, verschließt alle Türen und schläft ein. In der Nacht kann man, wenn man an seinem Haus vorbei geht oft höhren, wie er Dinge ruft oder weint. Hinter der harten Schale steckt ein gebrochener Mensch. Wer ihn am nächsten Tag auf sein fertig wirkendes Aussehen anspricht, wird als Antwort nur ,,Holz hacken und laufen schlaucht eben." Bekommen. Nur an seinem trüben Blick könnte man erkennen, dass er leidet.*

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  • *Nikolai stapft die Treppen zu seinem Zimmer hinauf. Er lächelt leicht, aber ist genervt. Dafür gibt es viele Gründe. Vor allem die letzten Stunden trugen dazu bei.*



    Meine Fresse. Wie überheblich können Menschen sein? Man hilft einem aus deren Siedlung, und die kleine schweigt einen an beziehungsweise wird sie bissig, wenn man ihr Infos gibt. Ob unser Natchen auch so geworden wäre Karina? Ich hoffe nicht! Jedenfalls mache ich mir Gedanken um Demchenko. Der sah beschissener aus, als Berlin nach 45. Wohl ein Trümmerbruch. Zumindest denke ich das, nach dem was diese Wolf sagte. Apropos. Die und Schulz habe ich vor zwei Tagen in Kabanino getroffen. Erst zuvor habe ich sie auf dem Militärfeld bei Vybor beobachten können. Sie war ganz überraschend als ich an ihr und Schulz vorbei lief ohne sie zu beachten. Haha das brachte mich schon etwas zum Grinsen. Aber ich hatte nach der Wanderung absolut keine Lust mehr auf ein Gespräch. Tja was ist noch passiert? West hat den Auftrag ausgeführt und das ist super. Es gibt zu viele Leute auf die kein Verlass mehr ist. Bei Juri und Oleg bin ich mir nicht sicher. Ich habe den beiden das gleiche Angebot wie West gemacht und es scheint so, als wären sie dabei. Wäre super. Dann hätte ich schon ein paar Leute unter mir. Was Mike angeht. Der sollte sich mal langsam wieder blicken lassen. Es nervt mich abnormal, dass er erst was davon erzählt mit den anderen reden zu wollen und dann haut er ab.

    Naja egal. West hatte eine Idee von einer Mobilen Basis, eine Zeltstadt. Klingt im Grunde nicht schlecht. Aber ich finde jetzt vor dem Winter ist das gewagt. Ich rede morgen nochmal mit ihm darüber.


    *Nikolai schließt sein Buch und geht bald darauf ins Bett.*

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  • *Es war ein langer Tag und Nikolai ist zufrieden. Er beschließt den Tag mit einer Dose Spaghetti mit Fleischbällchen und einer Dose Pfirsichen ausklingen zu lassen. Früher war das ein Notfallessen gewesen, wenn er vergessen hatte einzukaufen. Heute kam es einem Festmahl gleich. Er setzt sich an den Tisch und schreibt während dem essen.*



    West sieht die Dinge recht klar. Das gefällt mir. Allerdings merke ich, dass zwischen Juri und ihm eine Art... Blockade ist. Er sei von Wests art abgeschreckt. So soll es schwer sein, Leute zu gewinnen. Lass das mal meine Sorge sein Juri. Zumal wir heute zwei lose Enden dazu bekommen haben. Meinten es wäre schlau in die Kirche einzubrechen. Tja dem einen habe ich auch fast was gebrochen. Aber später konnten West und ich diese Leute dazu bringen für uns zu arbeiten. Früher wäre es anders verlaufen. Ich hätte den einen den anderen töten lassen. Vielleicht sollte ich dieses System wieder einführen. Es ist effektiv. So zeigt man, wer die Macht hat. Jedenfalls wächst die Siedlung und einen LKW haben wir auch. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald das sagen haben werden. Über ganz Chernarus.


    *Zufrieden grinsend spült er sein Besteck mit Wasser aus seiner feldflasche ab und geht danach ins Bett. Über das, was West und er besprochen hatten schreibt er absichtlich nichts. Es soll nichts auf ihn oder Stary zurückfallen.*

  • *Ein paar Tage später am Abend. Nikolai sitzt in seinem Wohnzimmer und schreibt gerade seinen Bericht. Es ist einiges passiert.*



    In den letzten Tagen ist Stary wieder im Begriff aufzublühen. Wir sind nun wieder 6 Mann hier. Oleg, Juri, Bernd, Olli, meine Wenigkeit, Brayn. Des Weiteren wird West auch bald zu uns stoßen. Zumindest sagte er das, wenn hier mehr Leute sind. Und als ,,Mann von Außen" haben wir Bullet. Der könnte nützlich werden. Außerdem haben wir einen Sascha kennengelernt. Wohl ein Mechatroniker, also echtes Gold wert der Gute. Ihn werden wir auch anwerben. Bis heute gab es da noch zwei weitere. Logan und Iwan. Die beiden hatten sich in der roten Halle breitgemacht. Ich sagte ihnen, dass dies nicht machbar ist. Ich habe andere Pläne für diesen Ort. Deshalb sind die beiden ausgezogen. Soll mich nicht stören. Diese beiden reden eindeutig zu viel, wenn man ihnen eine Waffe unter die Nase hält.

    Kommen wir nun zu den interessanten Themen. Heute haben wir die Soldaten kennen gelernt. Aber anders als ich erwartet habe und auch anders als es berichtet wurde. Der eine hat recht freundlich gefragt, ob die Straßenblockade geöffnet werden könnte, da sie durch müssten. Er hätte bei dem was er auf dem Rücken hatte auch einfach einen Befehl bellen können. Ich war schwer beeindruckt. Wir haben sie durch gelassen. Nachdem wir uns von dieser Sache "Erholt" hatten, dachten wir es wäre nett den anderen Camps und Siedlungen Bescheid zu geben. In Guglovo war keine Sau zu sehen. Aber in Novy, beim Camp, wurde es interessant. Die Soldaten waren dort. Und auch dort friedlich. Wir fragten, was die wollten und Irina, wieder ganz die alte Zicke, sagte die hätten lediglich Medis geliefert. Wer's glaubt. Wenn es so wäre, dann hätte sie nicht Richtung Goran den Kopf geschüttelt und nicht so lang mit einer Antwort gezögert. Nadeschda belügt uns. Damit ist das Bündnis hinfällig. Es wird für diese Leute wegezoll geben und wir werden den Status von Verbündet auf Neutral setzen. Beim nächsten Strike wird ihnen der Krieg erklärt. Das sehen meine Leute ähnlich. Es wird Zeit, dass wir das Ruder übernehmen.


    Was die Soldaten angeht... wir trafen sie später noch einmal auf dem Flugfeld. Es gab ein recht aufschlussreiches Gespräch und der, ich nenne ihn mal Alpha, war recht in Ordnung. Allerdings werde ich hier nicht mehr nieder schreiben. Morgen werden wir Holz organisieren. Die Mauer muss fertiggestellt werden, wenn es zum äußersten mit Nadeschda kommt.


    *Mit leicht nachdenklichen Gesicht legt Nikolai sein Buch in das Versteck. So ein kaputter Fernseher hat seine Vorteile. Aber er findet erst spät Ruhe. Die Idioten aus Nadeschda labern von gutem Zusammenleben und belügen uns vorn bis hinten. Irina... er wollte sie erst in Ruhe lassen. Aber ihr Handeln von heute... es bestätigt ihn darin, dass West's Plan bald umgesetzt werden sollte. Was Sascha angeht... Oleg meinte er wäre depressiv. Das ist gut. Solche Leute sind leicht formbar. Gib ihnen Sicherheit, eine Aufgabe und verstärke ihre Aktionen positiv mit Lob und Anerkennung. Dann folgen sie dir. Das hatte Niko in seinem Leben oft erlebt.*

  • *Nach zwei langen Touren quer durchs ganze Land und dem erweitern der Mauer ist Nikolai gerade noch fähig sich ins Bett zu schleppen. Er schläft ein und erwacht fast 10h später. Während ein bisschen Speck mit ein paar Eiern in der Pfanne brutzeln sitzt er am Tisch und schreibt in sein Tagebuch.*



    Stary nimmt Gestalt an. Allerdings haben meine jungs mir etwas gesagt, was mich nachdenkt gemacht hat. Wir sind zwar 9 Leute aber dennoch sind täglich vllt 5 von uns da. Deswegen werden wir das ursprüngliche Gebiet etwas verkleinern. Später kann man ja immer noch anbauen. Wir waren gestern unterwegs um Bretter und Nägel zu suchen. Was soll man sagen. Wir haben zwar rund 1,5 Tonnen Bretter organisiert aber dafür kaum Nägel... das ist eine Zwickmühle. Wenn wir keine Nägel haben, können wir die Mauer nicht vollenden, wenn wir die Mauer nicht Vollenden können, kann kein Funkspruch rausgehen.

    Ein weiteres Manko sind die beiden Pfeifen in Kabanino. Die haben dort ebenfalls Straßensperren errichtet. Allerdings so, dass dort keiner vorbei kann. Wir werden ihnen bald mal sagen, was gesünder wäre. Zumal es unklug ist zu zweit auf dicke Hose zu machen. Während unserer Abwesenheit soll Raoul nach stary gekommen sein. Er hat wohl von einer Horde berichtet. Ca 3 Dutzend. Wir haben das überprüft. Aber da war nichts. Was sollte das? Wir werden das klären. Heute steht jedenfalls das erweitern der Mauer an. Wuhu... aber es ist die Sache wert!


    *Nachdem er fertig mit dem Schreiben ist, nimmt er sein Frühstück zu sich und begibt sich zum Feldfunker. Dort geht er auf 89,5.*