Beiträge von Zimti

    Falls das überhaupt geht...


    Die Bremse bei einem Fahrzeug so anpassen oder einstellen das die Räder nicht mehr blockieren sobald man das Bremspedal antippt, sondern das beim bremsen das Fahrzeug lenkbar bleibt. Dadurch entstandene längere Bremswege müssten dafür wahrscheinlich in Kauf genommen werden, aber ich denke das wäre kein Problem für die Wagenlenker.


    Diese Modifizierung würde mehr Realismus in die Fahrphysik bringen und, so denke ich, manchen dummen Unfall verhinderbarer machen.

    Name: Pjotr Demchenko

    Alter: 37

    Familie: keine

    Beruf: keiner

    Herkunft: Chernarus / Troitskoe

    Sprache: Russisch

    Charakter: friedlich, selbstbezogen

    Stärke: Empathie

    Schwäche: leicht überzeugbar, lässt sich ausnutzen



    Heute:


    Mit der Leichtigkeit einer Katze und der Aufmerksamkeit eines Milans hechtet Pjotr über Zäune und Mauern, schleicht um Häuser und Garagen, immer das Ziel vor Augen; Nahrung. Dabei vermeidet er Kontakt in jeglicher Form zu den Kranken und Gesunden. Falls er doch einmal bemerkt wird, nimmt er die Beine in die Hand und macht das was er am besten kann, rennen wie vom Wind getragen. An diesem Tag hat er Glück, in einem kleinen Kiosk am Bahnhof Novaya Petrovka liegt unter dem Ladentisch eine angerostete Büchse Pfirsiche und daneben eine ungeöffnete Flasche Ketchup. Behutsam packt er die gefundenen Schätze in einen alten Kartoffelsack den er auf dem Rücken trägt und der ihm treue Dienste leistet.


    Die Kranken sind ungewöhnlich still an diesem Morgen, normalerweise laufen sie ziellos in den Dörfern und Städten umher, meist als Einzelgänger. Aber hier in Petrovka hat er seit seiner Ankunft vor einer Stunde noch keinen einzigen gesehen. Trotzdem immer auf der Hut schleicht er nochmal runter in die Stadt um sich umzusehen. Manchmal hört man von weiter weg ein paar Schüsse krachen, zumindest hört es sich nach Schüssen an. Eine weitere Stunde lang schleicht er durch die Stadt und durchsucht die verlassenen Häuser nach eventuellen Gebrauchsgegenständen, ohne einen Kranken zu Gesicht zu bekommen. Gerade als er aus einer Haustür auf die Straße treten will, vernimmt er ein Motorengeräusch welches immer lauter wird und schnell näher kommt. Er weicht zurück in das Haus, gerade rechtzeitig genug um nicht entdeckt zu werden, als ein ziemlich demoliertes Fahrzeug an ihm vorbeirauscht. Aus den Augenwinkeln heraus konnte er auf die Schnelle zwei Männer mit Masken im Gesicht und Gewehren in der Hand erkennen. Als das Fahrzeug weit genug entfernt scheint das man ihn auch nicht im Rückspiegel entdecken kann, läuft Pjotr über die Straße, springt über eine Brüstung und taucht im trockengefallenen Abwasserkanal unsichtbar für die meisten Augen unter. Er geht geduckt in die Richtung die das Fahrzeug genommen hatte als er auch schon die ersten Schüsse hört. Sie gelten nicht ihm, aber wem dann?


    Er streckt seinen Kopf aus dem Graben der etwas tiefer als die umliegenden Gehwege und Straßen liegt und traut seinen Augen kaum. Dort steht das Auto, mitten auf der Wiese bei den Plattenbauten, drum herum stehen vier Gestalten und eröffnen auf jeden der nicht bei Verstand scheint das Feuer. Es kommt einem Gemetzel gleich. Dort sind sie also, die Kranken, zusammengerottet wie eine Horde. Das hat er auf seinen Streifzügen immer öfter beobachtet, die Kranken tauchen vermehrt in größeren Gruppen auf, meist am Rande von Dörfern oder Städten. Welche Bewandtniss dieses Verhalten hat, weiß er nicht, doch scheinen sie sich zu verändern. Augenscheinlich machen diese Leute dort am Fahrzeug gezielt Jagd auf die Kranken und töten alle ohne jegliche Anzeichen von Mitleid über deren Schicksal. Einige Niedergeschossene zucken noch oder versuchen auf die Aggressoren zuzukriechen, diese werden per Pistole mit einem gezielten Kopfschuss erlöst. Pjotr ertappt sich dabei wie er bei dem Anblick des veranstalteten Blutbades schwermütig ums Herz wird.


    Als die bewaffneten Gestalten mit ihrer Arbeit fertig scheinen, inspizieren sie kurz die Umgebung nach weiteren Lebenszeichen, werfen sich kurze Blicke zu, springen wie auf Kommando ins Auto und brausen mit ihrer Rostlaube weiter Richtung Westen. Erleichtert das sie ihn nicht entdeckt haben, kommt Pjotr aus der Versenkung hervor und schleicht vorsichtig, sein Umfeld immer im Blick, in Richtung der vielen Toten. Schaudernd stellt er fest das das angerichtete Massaker wohl nicht zum ersten Mal von diesen Leuten ausgeübt wurde und wohl weitere folgen werden. Versuchen diese Gestalten auf diese Art und Weise die Krankheit einzudämmen? Er weiß auch das nicht.


    Ein Blick zum Himmel lässt ihn sich wieder sammeln und auf sich selbst konzentrieren. Die Wolken ziehen langsam zu und er hat noch einen weiten Weg, er hat Hunger und er freut sich schon darauf wie seine Schätze in seinem Magen verschwinden und er sich in einer runtergekommenen Hütte am Kaminfeuer mit vollem Bauch zur Ruhe niederlegt und in Gedanken neue Pläne schmiedet.



    Vergangenheit:


    Pjotr Demchenko, aufgewachsen in Troitskoe, Einzelkind mit ukrainischen Wurzeln, hatte keine schöne Kindheit. Der Vater erschoss sich vor seinen Augen als er gerade einmal acht Jahre alt war, seine Mutter versank daraufhin im Drogensumpf. Eine staatliche Behörde holte ihn mit neun Jahren aus der für ein Kind unzumutbaren Umgebung und brachte ihn in ein Waisenhaus nördlich von Severograd, heute ein Ferienlager. Dort blieb er bis er siebzehn Jahre alt war, lernte sich um sich selbst zu kümmern und auch wie man mit anderen Menschen umgeht um Probleme und Reibereien zu vermeiden. Er war sportlich sehr engagiert, das körperliche Training war ihm wichtig, bis heute. Eines Abends, er war zum Holzholen eingeteilt, schnappte er sich seinen am Zaun schon bereitgelegten Rucksack, kroch unter dem Hinderniss hindurch, blickte kurz zurück zu dem zentralen Gemeinschaftshaus, in dem Licht brannte und sich alle zum Abendessen eingefunden hatten, und verschwand in der Dunkelheit.


    Von nun an verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten, mal als Maler, mal als Mechaniker, mal als Schlachter, wo man eben grad eine helfende Hand benötigte. Meist durfte er die Drecksarbeit die kein anderer machen wollte, erledigen. Viel bekam er nicht zum Lohn, aber es war seiner Sache dienlich, frei zu sein und jederzeit aufzubrechen, wohin er auch wollte. Er lernte viele Berufe kennen, hatte aber nie das Glück eine Ausbildung zu genießen. Er kann viel, aber nichts gut genug. Dafür war er einfach immer zu schnell, meist nach ein paar Tagen oder Wochen, wieder auf der Straße.


    Das sich die Umstände im Land veränderten, bekam er wohl mit, aber machte sich nichts daraus. Nachteilig war nur das sich alle Leute immer mehr verschlossen, sich zurückzogen oder gar das Land verließen. So bekam er fast nirgends mehr Arbeit. Als die Grenzen schließlich dicht waren, er verstand nichts von all dem politischen Zeug, begannen die meisten Leute Fremden gegenüber feindlich zu reagieren und ihr Hab und Gut mit niemandem zu teilen. So war er angewiesen, sich als Landstreicher durchzuschlagen. Er ernährte sich von dem was andere zurück ließen, oder er stocherte im Abfall der wenigen Siedlungen die sich gebildet hatten. Es war kein schönes Leben, aber er war zufrieden. Immer auf der Suche nach freundlich gesinnten Mitmenschen, auf der Suche nach Arbeit um irgendwo sein Brot zu verdienen, streifte er durchs Land, ohne festen Wohnsitz, denn das wäre für ihn viel zu umständlich. Alles was er benötigte, trug er am Leib. Seine mit der Zeit entwickelte Fähigkeit, durch die vielen Bekanntschaften in seinem Leben, sich in andere hineinzuversetzen und deren Beweggründe oft richtig zu interpretieren, öffnem ihm viele Wege auf der Reise durch sein Heimatland.

    Stanislaus hat es nicht geschafft seinen Schwur, den er einst dem in seiner Einbildung entstandenen alten Griesgram gab, zu halten. Nämlich das alte Gewehr niemals aus den Händen zu geben. Er wurde mit einem stumpfen Gegenstand niedergestreckt, gefesselt und das Gewehr wurde ihm abgenommen. Er sah sich daraufhin als absoluter Versager und hat sich, nachdem er aus der Gefangenschaft entlassen wurde, in einem Waldstück selbst gerichtet.


    Bitte in den Friedhof verschieben.

    Und gleich noch einen Vorschlag hinterher...


    Nach einem Sprint oder Nahkampf ohne Stamina noch springen können.


    Wenn ich nach einem Sprint vor einer Gruppe Infizierter weg oder nach einem Messerkampf mit wilden Hunden viel Adrenalin angestaut habe, dann spring ich mit Sicherheit noch über Zäune oder auf erhöhte Gegenstände um mich vielleicht in Sicherheit zu bringen.

    Nach langem hin- und herüberlegen kam er schließlich zu dem Schluß das alles Abwarten keine Erfolge krönt. Er holte aus dem alten, wurmstichigen Eichenschrank, welcher schon so lange an seinem Platz stand das in den Dielen tiefe Druckstellen entstanden waren, seine wichtigsten Sachen hervor; ein von dem alten Griesgram geschmiedetes Fährtenmesser, seinen Ledergürtel, ein staubiges kariertes Tuch welches er sich um den Kopf wickeln würde um vor etwaigen Witterungseinflüssen geschützt zu sein, seine Wasserflasche, die auch schon bessere Tage gesehen hatte, zumindest war sie dicht, eine brauchbare Militärpistole mit ein paar Patronen die er bei einem toten Soldaten gefunden hatte, und die kleine Taschenuhr die er von seinem Großvater kurz nach dem Eintritt in die zweite Klasse geschenkt bekommen hatte. Denn er war als Junge stets zu spät nach der Schule nach Hause gekommen, er zog es vor mit seinen Freunden nach der Schule durch die Wälder zu ziehen und Abenteuer zu erleben, so das sich alle, vor allem seine Mutter, immer große Sorgen machten. Großvater schenkte ihm die Uhr mit dem Hinweis niemandem davon zu erzählen. Ganz stolz trug er diesen kleinen mechanischen Apparat bei sich und zeigte ihn nichtmal seinen Schulfreunden. Und da war noch das verschnürte Gewehr auf seinem Rücken welches er geschworen hatte niemals abzulegen, nichtmal wenn er sich zur Erholung niederlegte um zu schlafen. Wo kam es auf einmal her? Hatte der Lumpensack es schon immer gehabt? War es sogar sein eigenes? Ihm war es nie zuvor aufgefallen.


    Zum Aufbruch bereit trat er aus der dunklen Hütte ins Freie. Die Sonne schien hell und es war ein warmer Tag, es duftete nach Kiefernnadeln und in der Ferne tat ein Hirsch seine Aufmerksamkeit auf die Weibchen mit lautem Röhren der Welt kund. Die Vögel zwitscherten fröhlich ihr Liedchen, er hörte ihnen kurz zu und schien die Stimme des alten Griesgrams zu vernehmen die ihm bedeutete das er sich um nichts sorgen müsse, alles ist an seinem Platz, nichts kommt weg, nichts kommt hinzu, alles was sich mit der Zeit ändert ist die Erscheinungsform. Wohlwissend das der Alte immer Recht hatte blickte er zu der Bank auf der der Lumpensack saß als er ihn fand, völlig unversehrt, irgendwie friedlich, aber regungslos. Voller Mut und Zuversicht marschierte er los ohne auch nur ein einziges Mal zurückzublicken. Er ließ sogar, was er sonst nie tat, die Haustür offen stehen, denn er würde nie wieder hier her zurückkehren, dessen war er sich gewiss.


    Er reiste durch Täler und über Berge, durchstreifte den tiefen Wald in dem er sich verkrochen hatte und in dem seine Wahnvorstellung von dem alten Griesgram entstand. Nach ein paar Tagen voller verwirrter Gedanken erreichte er den kleinen Bauhof bei Lopatino wo er vor Wochen die seltsam vertraute Frau angetroffen hatte. Er blickte sich dort gründlich um, vielleicht konnte er einen Hinweis auf ihren Verbleib erkundschaften, doch ohne Erfolg. Er blieb den ganzen Tag dort in der Nähe in der Hoffnung das sie plötzlich, wie schon einmal, auftaucht, ihn in ihre Arme schließt und ihm davon erzählt wie er ihr als kleines Kind beigebracht hat auf den Küchentisch zu klettern um einen Apfel, welche sie so gerne mochte, heimlich zu stiebitzen ohne das Mutter oder Vater davon Wind bekommen. Wie kommt er nur so plötzlich darauf? Als ob es seine Schwester sein könnte... Aber nein, das ist unmöglich, er hat die Familie vor fast zwanzig Jahren verlassen um in der Wildniss zu leben. Seine Familie ist bestimmt geflüchtet als die ganze Scheiße hier im Land immer schlimmer wurde, oder sie sind alle tot. Aber irgendwas wehrt sich in seinem Kopf gegen diese Vorstellung. Hannah, kommt es ihm fast lautlos über die Lippen, einem Ausatmen eher gleich als einem Wort.


    Auf der Suche nach seiner Vergangenheit, er glaubte immernoch das der stinkende Lumpensack der ihm soviel beigebracht hat und ihm ein Gefühl von Geborgenheit gab, wirklich existierte, traf er auf seinem Weg manchmal Überlebende, wie sie sich selbst oft bezeichneten. Er war kein Überlebender, er ist ein Lebender, und das war gut so, oder doch nicht? Viele von denen rannten einfach weg als sie ihn in der Ferne erspähten, selbst, soweit er es erkennen konnte, bewaffnete Männer die eigentlich, so könnte man annehmen, nichts zu befürchten hätten. Er schien eine Ausstrahlung zu haben die anderen Menschen Angst einjagt, woher wusste er nicht. Da ging ihm der Gedanke an das unbeweglich fest verschnürte Gewehr auf seinem Rücken durch den Kopf. Seiner Vorstellung nach ist es mit einem Fluch belegt und jeder der es berührt, wird, über kurz oder lang, den Tod finden, er selbst mit eingeschlossen. Sollte es ihm jemals in den Sinn kommen, die Scheide zu zerschneiden in der es steckt, anders ist es nicht erreichbar, es in die Hände zu nehmen um es zu benutzen, wird er sterben! Genau wie jeder andere der versucht an das Gewehr heranzukommen.


    Diejenigen, die nicht halsüberkopf wegrannten wenn sie ihn erspähten, fragte er höflich und keinesfalls aufdringlich ob sie eine junge blonde Frau gesehen hätten, doch er bekam nur Verneinung oder Spott zu Gehör. Er machte sich nichts daraus das er verspottet wurde, so sind die meisten Menschen, dumm und voreingenommen. In diesen harten Zeiten hat es niemand wirklich leicht. Viele verstecken sich hinter Mauern, horten Ausrüstung und Nahrung um sich Sicherheit zu geben, andere ziehen ziellos durchs Land und plündern oder überfallen Schwächere um ihrem Leben irgendeinen Sinn zu geben. Auch darüber machte er sich keinerlei Gedanken. Manche leben, andere sterben, das ist der Lauf der Dinge. Alles was sich ändert ist die Form, Leben oder Tod, kamen ihm die Worte des Griesgrams in den Sinn.


    Stets bemüht möglichst unentdeckt zu bleiben schlich er durch Dörfer, immer auf der Suche nach Hinweisen auf die seltsam vertraute Frau. Eines nachmittags, es regnete und der Wind pfiff schneidig, beschloss er, durchnässt und müde, in einem kleinen Pumpenhäuschen bei Kamensk ein Nickerchen zu halten. In Kamensk sind viele Kranke die wie ferngesteuert umher laufen und einen in Ruhe lassen sofern man sich ihnen nicht zu sehr nähert. Ihre grunzenden Laute drangen in sein kleines, für kurze Zeit aber sicheres Versteck, als es draußen merklich unruhiger wurde. Die Kranken schienen aktiver als zuvor zu sein und hatten wohl etwas entdeckt was ihre Aufmerksamkeit weckte. Er hörte eine Weile dem Treiben ausserhalb des kleinen Pumpenhäuschens zu bis er unverkennbar eine schmerzerfüllte, weibliche Stimme hörte. Er öffnete die Türe leicht, mit der Pistole in der Hand und blickte vorsichtig, um nicht selbst entdeckt zu werden, um die Ecke des gemauerten Häuschens, an dem der Putz schon abblätterte und in dem es modrig roch, in die Richtung in der er das schmerzerfüllte Stöhnen vernahm. Als er sah wer dort draußen im Regen stand, von einem Kranken angegriffen wurde und schon verletzt und handlungsunfähig schien, stockte ihm der Atem. Dort stand sie. Sie. Die nach der er fieberhaft suchte. Hannah, kam es ihm unhörbar, einem Atmen gleich, wieder über die Lippen.

    Der Char läuft ganz normal mit "W", sobald man den Textchat öffnet, läuft der Char automatisch einfach immer geradeaus, durch das Öffnen des Textchats sind dann alle Tasten freigegeben so das man ganz normal schreiben kann, auch den Buchstaben "W", weil der Char ja in einem anderen Modus ist. Durch das bestätigen des geschriebenen Emotes mit der "Enter"-Taste wechselt der Char wieder in den normalen Modus und bleibt halt kurz stehen oder so. Aber dann kann man ja sofort selbst wieder "W" drücken und er läuft wieder normal weiter...


    So, das war zu meinem Gedanken eine etwas ausführlichere Beschreibung, und ja, ich weiß das man mit WASD steuert :sleeping:

    Alles begann an dem Tag als der Einsiedler bei dem er schon seit ein paar Jahren lebte, erkrankte und schließlich verstarb...


    Vor vielen Lenzen, als er beschloß seiner Familie und der Zivilisation den Rücken zu kehren um endlich seine Ruhe zu haben und sich auf sich selbst zu konzentrieren, war er voller Hoffnung und Zuversicht. Er schmiedete Pläne und setzte diese in die Tat um. Zurückgezogen lebte er von der Hand in den Mund und brauchte sich um nichts zu sorgen. So gut wie nie bekam er fremde Menschen zu Gesicht. Eines beherrschte er mit der Zeit meisterhaft; sich zu verbergen. Völlig in sich selbst zurückgezogen, manche würden es wohl realitätsfern bezeichnen, vergingen die Tage, Wochen, Monate, Jahre. Durch die extreme Einsamkeit hervorgerufen entwickelte sich in seinem Kopf ein Wunsch. Was er nicht ahnen konnte, dieser sollte sich erfüllen. Irgendwann glaubt man was einem die Gedanken durch Erfahrungen, Erfolge und Erlebnisse vorzugaukeln versuchen und man rutscht ab in eine fiktive Wirklichkeit die sich so echt anfühlt, als wäre sie es.


    So kam es das er auf einem seiner Streifzüge einem etwas in die Jahre gekommenen, grimmig dreinschauenden, in Lumpen gekleideten Mann begegnete. Auf seine Anrede hin bekam er von ihm keine Antwort, doch bedeutete er ihm das er ihm folgen solle. Was wollte der Griesgram denn von ihm, und warum sollte er ihm folgen? Nach langer Wanderung durch tiefe Wälder erreichten sie eine kleine Hütte an einer Lichtung. Tief in seiner Seele stellte sich ein warmes, vertrautes Gefühl ein je länger er in der Nähe des Alten war. Man könnte es Geborgenheit nennen. Dieser kümmerte sich um ihn, und so beschloß er, ihm auch bei vielen Arbeiten die ein entbehrungsreiches Leben in der Einöde mitsich bringt, zu helfen. Einige Zeit verging bis der Griesgram zu sprechen begann und ihm wohl, so kam es ihm vor, allmählich vertraute. Er lernte alles was man wissen muß über ein Leben tief verborgen in den riesigen Wäldern. Der stinkende Lumpensack wusste einfach für alles eine Lösung. Er wurde zunehmends selbstsicherer und seine durch die lange Einsamkeit hervorgerufene Wahnvorstellung eines alten Griesgrams schien irgendwie zu verblassen. Er stellte fest das sich dieser mit den Wochen und Monaten immer langsamer zu bewegen schien, auch seine Stimme wurde mit der Zeit immer leiser, kaum feststellbar, aber es war deutlich das sich der Alte verändert.


    Eines Morgens kam er nach einer viertägigen Versorgungstour, manche Dinge konnten nicht selbst hergestellt werden sondern mussten mühsam besorgt werden, nach Hause zurück und stellte fest das der alte Griesgram vornübergebeugt, auf sein Jagdgewehr fest mit beiden Händen umklammert aufgestützt, vor der Hütte auf der Bank saß. Er sprach ihn an, doch bekam keine Antwort. Er faßte an seine Schulter um an ihm leicht zu rütteln, doch als seine Finger den zerlumpten Pullover berührten, spürte er absolut gar nichts, als ob das was er sah gar nicht existierte. Er ging in die Hütte hinein und sah sich dort konzentriert um. Seinem Auge würde nichts entgehen was auf Veränderungen, etwa durch Fremdeinfluß entstanden, hinweisen würde. Doch er konnte nichts außergewöhnliches feststellen. Alles in der Hütte hatte seinen fest angestammten Platz, und dort waren die Dinge auch. Er trat wieder aus dem kleinen dunklen Raum hinaus ins Freie und blickte den Alten an. Dieser zeigte keinerlei Regung und so kam ihm in den Sinn hinter der Hütte auf der kleinen Lichtung auf der der Lumpensack vor ein paar Jahren einen Apfelbaum gepflanzt hatte, ein Grab auszuheben. Er holte aus dem kleinen Schuppen neben der Hütte eine Schaufel und eine Spitzhacke hervor und machte sich ans Werk. Nach getaner Arbeit ging er zurück zur Hütte und lehnte das Werkzeug an die geöffnete Schuppentür. Als er zur Bank hinsah traf ihn fast der Schlag. Der alte Griesgram war verschwunden, nur das Gewehr lehnte etwas wackelig auf dem Kolben stehend an der Lehne, so als ob es schon lange dort stehen würde. Er nahm es in die Hände, inspizierte es etwas ungläubig und schwor schließlich bei seinem Leben es niemals irgendwo zurückzulassen, niemandem jemals in die Hände zu geben und es absolut niemals zu benutzen. Denn das Gewehr war von nun an die einzige greifbare Verbindung zu dem verlausten Einsiedler. Er kramte ein altes, staubiges und von Kratzern übersätes Rückenholster welches er auf einem seiner Streifzüge ergattert hatte hervor, schob das Gewehr hinein und verschnürte es fest darin. Selbst wenn er mit aller Kraft versuchte es herauszuziehen verharrte es bewegungslos an seinem neuen für die Ewigkeit bestimmten Platz. Er nahm das Holster am Gurt und schwang es auf seinen Rücken. Niemand sollte es je in die Finger bekommen, nichtmal er selbst.


    Auf seiner letzten Versorgungstour war nämlich etwas geschehen, was er nie für möglich gehalten hätte. Dieser Umstand holte ihn zurück in die Realität und war schließlich auch der Grund für den Tod des alten Griesgrams. Er ist einer jungen Frau begegnet die ihm sofort auf unerklärliche Weise vertraut vorkam, als ob eine Art Bande zwischen ihnen existierte. Diese Begegnung sollte sein bisheriges Leben komplett umkrempeln und sein zukünftiges einschneidend prägen. Er beschloß nach langem Ausharren in verwirrten Gedankengängen, ohne zu einem Ergebnis gelangt zu sein, sich auf die Suche nach dieser außergewöhnlichen Person zu machen um mehr über sie herauszufinden. Umso entschlossener er sich auf seinen Aufbruch vorbereitete, desto mehr kamen ihm Zweifel ob der alte Lumpensack wirklich existierte oder er nur ein Ausgespinnst seines durch lange Einsamkeit verkorksten Verstandes war. Existiert er überhaupt selbst? Ist er selbst der grimmige Einsiedler mit dem er solange zusammengelebt hat? War er nur ein Geist der ruhelos auf der Suche nach Liebe und Anerkennung durch den tiefen Wald wandelt? Er wusste es nicht, aber er wird es herausfinden. Aber da war noch das Gewehr welches er noch nie zuvor gesehen hatte, oder doch? Der Alte war einfach verschwunden, er hatte die Waffe fest mit seinen knöchernen Fingern umschlossen gehalten als er ihn auf der Bank sitzend vorfand. Nun trägt er es verzurrt auf seinem Rücken. Ein Fluch? Ist das Gewehr verflucht und treibt Menschen in den Wahnsinn? Ist er verflucht und treibt sich selbst in den Wahnsinn?


    Soviel ist sicher, es gibt eine Verbindung zwischen ihm und der Frau. Demnach wird er ihr zwangsläufig irgendwann wieder über den Weg laufen. Er wird herausfinden wer sie ist. Er wird herausfinden wer er selbst ist.

    Hallo Ihr Lieben,


    da ich DayZ liebe und hasse zugleich, mache ich mir ständig Gedanken was man verbessern oder anpassen könnte.

    Ein paar Dinge geistern immer wieder mal durch die unergründlichen Gänge meines Denkapparates.


    1. Der Cookingtripod sollte auf dem Rücken zu tragen sein.

    2. Das Hatchet sollte in einem Holster oder Schlaufe am Gürtel zu tragen sein.

    3. Bowiemesser, AK- und M4 Bajonett sollten in der Scheide am Gürtel zu tragen sein.

    4. Handschuhe sollten am Gürtel zu tragen sein.


    Ich kann mir gut vorstellen das diese, ich hoffe kleinen, Änderungen am Spiel ohne großen Aufwand umsetzbar wären.


    zu 1. Der Tripod ist sperrig und nimmt viel Platz in Anspruch. Da man beispielsweise Äxte und Schaufeln auf dem Rücken oder in dafür geeigneten Slots an bestimmten Rucksäcken tragen kann, warum dann nicht auch den Cookingtripod? Ich habe ihn gerne dabei, muss aber oft auf ihn verzichten.


    zu 2. Das Beil ist klein, nimmt aber ebenfalls viel Platz in Anspruch. Ich fände es daher echt schick dieses sichtbar am Gürtel zu tragen. Gerade auch wegen der Zugänglichkeit wenn man das Beil als Nahkampfwaffe einsetzen möchte, anstatt es durch "Zauberei" aus dem Rucksack erscheinen zu lassen. Ebenso wäre es umständlich in einer Gefahrensituation den Rucksack erst ablegen zu müssen damit das Beil erreichbar wird.


    zu 3. Die oben genannten Messer sind perfekt dazu geeignet sichtbar in einer Scheide am Gürtel getragen zu werden. Die unterschiedlichen Hefte sehen schick aus und würden mehr Abwechslung in die durch Jagd- und Küchenmesser dominierte Gürtellandschaft bringen.


    zu 4. Da Handschuhe meist nur witterungsbedingt in Gebrauch sind oder zu mittleren und schweren Arbeiten genutzt werden, sollten diese auch einen Platz am Gürtel finden dürfen. Sie nehmen ebenfalls viel Platz in den Taschen in Anspruch wenn man sie gerade nicht braucht.


    Neben der, so vermute ich, relativ einfachen Umsetzbarkeit diese Änderungen zu programmieren (ich habe keine Ahnung wie und ob man das überhaupt machen kann) wäre es RP-technisch eine wunderbare Erweiterung für ein realistisch anmutendes Gameplay. Ebenso würde man viel Platz sparen und könnte so auf einige Klamotten und Rucksäcke verzichten um mehr Vielfalt in der Charakterausstattung zu erzielen.

    Habe das ausgiebig mit verschiedenen Waffen getestet, ohne Probleme.

    Das einzige was ich feststellen kann ist, wenn eine Waffe bereits mit einem leeren Magazin spawnt, kann man das Mag nicht mehr entfernen.

    Somit kann man die Waffe dann gleich in die Büsche werfen.


    LG

    Name: Stanislaus (Stan)

    Alter: 36

    Familie: Eltern, Bruder, Schwester

    Beruf: Holzfäller

    Herkunft: Chernarus

    Sprache: Russisch

    Charakter: selbstbezogen und egoistisch

    Stärke: kann sich immer auf seine Fähigkeiten verlassen

    Schwäche: lässt sich von Anderen nur schwer begeistern und bleibt lieber seiner eigenen Überzeugung treu





    Heute:


    Völlig geschafft nach tagelanger Suche nach Gebrauchsgegenständen machts sich Stan wieder auf den Weg zu seiner kleinen Waldhütte. Als er so gedankenverloren fast seine selbstgewählte Exilheimat erreicht, vernimmt er im Unterholz ein stetes Knacken welches wohl von einem Tier herrührt. Er nimmt sein uraltes, aber stets treues Jagdgewehr von der Schulter und schleicht langsam in die Richtung aus der die Geräusche kommen. Ein gefundenes Fressen denkt er so bei sich, die Sinne schlagartig bis aufs Maximum geschärft. Als er das Objekt seiner Begierde erspäht, eine Hirschkuh, legt er vorsichtig eine Patrone in die Kammer und schließt fast völlig lautlos deren Verschluß. In völliger Konzentration kommt er dem Tier immer näher. Eine sichere Schußposition erreicht, legt er an und dann kracht unter ohrenbetäubendem Lärm der Schuß. Aber es war nicht sein eigener. Scheinbar getroffen schreckt die Kuh hoch, stürzt laut keuchend ins Unterholz um sich dann zu überschlagen und liegenzubleiben. Stimmen die im Befehlston durcheinander hallen, werden immer lauter. Erschrocken duckt sich Stan in eine Bodenmulde. Hier draußen hat er noch nie Menschen gesehen, die sind bisher immer in den Dörfern und Städten geblieben. Auf gar keinen Fall dürfen Sie ihn hier draußen entdecken, denn Kontakt mit Menschen bedeutet ausschließlich Streß und Spannungen seit diese Krankheit im Lande um sich greift. In der einbrechenden Dämmerung verfolgt er die Gruppe Jäger von drei Personen bis zu ihrem Geländewagen, und als sich dieser endlich in Bewegung setzt, atmet Stan tief durch und macht sich wieder auf seinen ursprünglichen Weg nach Hause. Wenn die Menschen nun schon in so weit entferntes Gebiet vordringen um zu jagen, sind wohl die Vorräte in den urbanen Gebieten allmählich erschöpft. Er beschließt bei Gelegenheit der Sache auf den Grund zu gehen.



    Vergangenheit:


    Stanislaus arbeitete im Sägewerk bei Gorka und hatte bei seiner Familie ein geborgenes Heim. Ab und zu fuhr er mit seinem Vorarbeiter in den nahegelegenen Wald um Holz zu schlagen und lernte so den Umgang mit den speziellen Werkzeugen und Maschinen. Seine Familie war nicht reich aber sie hatten ein gutes Auskommen. Als sein Vater erfuhr das im Sägewerk ein Direktor zur Nachfolge gesucht wurde, drängte er Stan immerwieder sich um den Posten zu bemühen, was ziemlich abwägig war. Mit einem Alter von knapp über zwanzig und als einfacher Arbeiter hatte Stan da keine Chance, das wusste er, aber sein Vater wollte davon nichts hören. Es endete schließlich in einem heftigen Streit worauf Stanislaus beschloß seinen Eltern und Geschwistern den Rücken zu kehren um seiner Intuition zu folgen und sein eigenes Leben ohne Vormund und Vorschriften zu suchen und zu leben. Er fand ein ihm angenehmes Plätzchen in einem abgelegen Wald und lebte dort allein durch die Kraft seiner Hände und die Schärfe seines Verstandes. Er baute sich eine kleine Hütte und streifte manchmal tagelang durchs Land, immer auf der Hut sein Exil niemandem preiszugeben. Das sich die Menschen allmählich veränderten bekam er sehr wohl mit, aber machte sich darüber keine Gedanken. Einmal, auf dem Weg in die am nahesten gelegene Stadt, wurde er von einer Armeepatrouille gestoppt. Die Soldaten filzten ihn und nahmen ihm seinen Pass ab. Als Sie ihn verhaften wollten, unterbrach ein Funkspruch die Arbeit der Männer und Unruhe breitete sich unter den Soldaten aus. Diese Gelegenheit nutzte Stanislaus zur Flucht. Sie schossen ihm hinterher und ein Streifschuß verletzte ihn an der Hüfte, doch sie ließen schnell von ihm ab und ihm gelang die Flucht. Daraufhin verkroch er sich monatelang im Wald und lebte dort wie ein Tier. Er lernte die Natur zu "lesen" und sich mit den Umweltgegebenheiten zu arrangieren. Mehr durch Zufall als durch Absicht erreichte er eines Tages seine kleine Hütte im Wald. Er fand sie geplündert und halb zerstört vor, baute sie wieder auf und beschloß sich niemandem mehr anzuvertrauen und den Rest seines Lebens als Eremit zu verbringen. Auf seinen wieder langsam zunehmenden Streifzügen durch das Land stellte er schnell fest das ein Großteil der Bevölkerung verschwunden war, und die Zurückgebliebenen sehr agressiv und nicht ansprechbar waren. Er hatte den Eindruck das Sie krank waren. Überall waren Armeeposten errichtet worden und es lag eine Menge Millitärschrott herum. Es schien alles Hals über Kopf verlassen worden zu sein. Nur manchmal entdeckte er auf seinen Erkundungen andere Menschen, welche sich relativ normal verhielten. Sie fuhren mit ihren Fahrzeugen herum und plünderten häufig. Sie töteten auch die scheinbar kranken ohne mit der Wimper zu zucken. Bei all dem verhielt sich Stanislaus immer ruhig und war sehr bedacht nicht entdeckt zu werden. Schließlich war er immer froh wieder in seinem Wald zuhause ohne Zwischenvorkommnisse anzukommen.