Beiträge von Franny

    Hallo liebe Communitymitglieder!


    leider hat es über das Wochenende nicht geklappt den Server wieder zum laufen zu kriegen. Momentan sind wir von Vilayer abhängig, da sie Ihre Hardware reparieren müssen. Wir hoffen das es in den kommenden Tagen wieder geht und melden uns wieder sobald wir weiteres Wissen.

    Es tut uns leid das es sich so in die Länge zieht.


    In der Zwischenzeit solltet ihr euch mit unserer überarbeiteten Lore vertraut machen! Ihr müsst eure Charaktere nicht extra umschreiben, beachtet allerdings dass ihr euren Spielstil an die neue Lore anpassen solltet. Jeder von euch, unabhängig davon was für einen Charakter ihr spielt, sollte zumindest mal einen Blick auf die Lore werfen. Solltet ihr Fragen haben könnt ihr euch gern an ein Teammitglied wenden.


    In den nächsten Tagen wird die Hintergrundgeschichte außerdem durch weitere Guides, die Seuchenlore und fraktionsspezifische Timelines ergänzt werden. Wir wollen euch damit eine Hilfestellung geben, solltet ihr z.B. einen Charakter aus einer bestimmten Fraktion oder Berufsgruppe bespielen wollen.

    Für Guides und Fraktionsvorstellungen wird ein gesonderter Bereich im Forum entstehen.


    Wir halten euch auf dem Laufenden, wünschen euch einen schönen Start ins RP mit der 1.0 Version von DayZ und eine besinnliche Weihnachtszeit!



    Euer LOA-Team

    Jetzt fange ich hier doch an zu schreiben. Es war - in gewisser Weise - Katjuscha die mich dazu inspiriert hat. Vielleicht hilft es tatsächlich bei meinen Problemen, oder es sind verschwendete Ressourcen. Das wird sich zeigen. Ich kann mal wieder nicht schlafen.


    Wie fasse ich die letzten Tage und Wochen zusammen ? Beschissen.

    Die letzten Nächte ? Noch beschissener.


    Allerdings ist es jetzt deutlich besser als die zeit bevor ich auf Ernest getroffen bin. Neue Aufgaben und Ziele und so etwas wie Hoffnung lenken mich zumindest ein wenig von der erschütternden Realität ab. In gewisser Weise kann man es schon als Doppelmoral bezeichnen - jedes mal wenn ich Katjuscha für ihre Negativität schelte aber es mir eigentlich nicht anders geht. Ihr Leben war in vielerlei Hinsicht schwerer als meines - und dennoch nicht ansatzweise so grausam.


    Jede Nacht spinnt sich mein Kopf neue Theorien über sein Ableben zusammen. Ich frage mich ob es auch der Fall gewesen wäre wenn ich zum Zeitpunkt seines Todes bei ihm gewesen wäre. Würde ich dann auch diese schrecklichen Träume haben oder wäre die Gewissheit beruhigend genug ?


    Vielleicht sollte ich mich von den Grauen die ich jede Nacht durchlebe auch einfach inspirieren lassen. Wenn ich diesen Kerl erwische der meinen Körper so verschandelt hat, wird er sich wünschen nie geboren zu sein! Ernest hat mir geholfen die Wunden zu versorgen. War vielleicht voreilig Pjotr zu bitten etwas anderes daraus zu machen. Mit etwas Glück werden keine Narben bleiben. Gut geht es mir damit trotzdem nicht. Ich habe viel zu viel Blut für meinen ohnehin schon schlechten Zustand verloren und nach der Kopfnuss und dem Vodka brummt mein Schädel immer noch.


    Für einen Moment lang vergessen, huh?

    Nun … das ist eine Motivation die ich durchaus nachvollziehen kann. Aber ein Moment reicht mir nicht.

    Obwohl Emily es ihr angeboten hatte, würde sie sich nicht einfach von der Wache ablösen lassen. Erst wenn jemand auf sie zukommen würde, würde sie den Platz an der Tür abtreten. Auch wenn sie bereits zuvor schon mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. Um nicht einzuschlafen geht sie nach draußen und zündet sich eine Zigarette an. Ein wenig in Gedanken verloren fängt sie an vor sich hin zu summen. Die Worte und der Gesang der folgen sind kaum mehr als ein Flüstern wahr zu nehmen ...


    "Si la mar fuera de tinta

    Y el cielo fuera papel

    No se podria escribir

    Lo mucho que es mi querer

    ..."

    Sie sieht hinab auf das Messer in ihrer Hand. Die anderen scheinen zu schlafen als sie im Gebäude beinahe unruhig auf und ab läuft. So ist es fast jede Nacht. Schlaf will nicht kommen. Stattdessen scheint sie bei jedem Geräusch wieder aufzuschrecken, sich umzusehen, die Umgebung zu patroullieren. Sie scheint rastlos. Ihre Augen fallen auf den Jungen und nur für einen Moment huscht ein lächeln über ihr Gesicht, bevor ihr Blick wieder zum Messer in ihrer Hand wandert.


    Sie betrachtet sie ihr Äußeres in einem zerbrochenen Spiegel. Die Sachen die sie trägt sind ungewohnt, aber das ist nicht das erste Mal. Eigentlich sollte nie etwas zur Gewohnheit werden. Zumindest nicht solche Sachen, nicht das Äußere. Sie hält einen Moment inne, legt den Kopf schief. Dann schüttelt sie ihren Kopf und wendet sich ab.


    Sie geht nach draußen, es ist frisch, aber nicht zu kalt. Ihr Blick wandert für einen Moment zum Himmel, dann zurück zu dem Messer in ihrer Hand. "Ein Symbol für ... Abschied?" Sie scheint es zu sich selbst zu sagen, aber was genau sie damit meint kann man nur vermuten. Sie sucht sich einen vermeintlich ungestörten Platz in der Nähe. Einen, von dem sie denkt den Überblick zu behalten, zu sehen falls jemand auf sie zukommt. "Naja ... ich hätte damit schon viel eher abschließen sollen ..." Es scheint die Antwort auf die Frage von vorhin zu sein. Ihr Blick wirkt entschlossen. Sie bindet ihre Haare zu einem Zopf zusammen und trennt diesen mit dem Messer ab. Dann fährt sie sich mit einer Hand durch ihre jetzt kurzen Haare.


    "Wenn ich diese beschissene Narbe nicht mitten im Gesicht hätte ..." Sie lehnt sich mit einem Seufzer zurück und kramt dann ein Buch aus der Tasche. Nur mit dem Licht welches ihr der Mond spendet beginnt sie zu schreiben.


    Eintrag 34


    Leo geht es wieder besser. Er ist sehr zurückhaltend geworden. Oder vielleicht war er das schon immer. Oder es ist doch durch das was passiert ist? Ganz genau weiß ich es nicht. Ich sollte demnächst unbedingt mit ihm darüber sprechen ... Er ist neugierig und ich glaube er will sich auch weiter mit einbringen. Ich weiß das es für mich richtig war zu bleiben, aber ist es das auch für ihn? Ist er sicher oder zahlt es sich für ihn aus? Er hat viel zu lernen, und ich habe viel nachzuholen, neu zu lernen. Dinge die ich aus Unachtsamkeit vergaß weil ich meinen eigenen Prinzipien verraten habe. Wegen ihm. Ich muss mit den anderen sprechen. Oder vielleicht muss ich mich einfach selbst besinnen, aber zumindest Leo können sie helfen. Da bin ich mir sicher.


    Wenigstens kann ich anders behilflich sein. Gartenarbeit, Lebensmittelversorgung, Besorgungen ... es ist zumindest etwas. Trotzdem weiß ich das ich Fehler gemacht habe. Wird mir erst klar wenn ich darüber vernünftig und in aller Ruhe nachdenke. Nach dem Gespräch mit Eric wurde es mir erst recht deutlich. Ich dachte ich würde wieder weniger nachlässig werden und war dennoch unachtsam. Nicht mehr so extrem wie beim Sägewerk, aber ich habe persönliche Gefühle über meinen Verstand entscheiden lassen und die falschen Worte gewählt. Die Situation falsch eingeschätzt, nicht rational gedacht. Dabei sollte mir so etwas nie wieder passieren, ich sollte mich von meinen Gefühlen nicht so beeinflussen lassen. Nicht auf die Art und Weise. Niemals.


    Also bin ich ihnen ohnehin etwas schuldig. So sehe ich das. In Anbetracht der Tatsache wie wenig ich eigentlich über sie weiß, frage ich mich, was sie wohl über mich wissen. Bei Erics Auffassungsgabe wohl eine ganze Menge. Aber abgesehen davon ...

    Meine Zeit Fragen zu stellen ist noch nicht gekommen. Gerade jetzt nicht. Ich werde sie einfach unterstützen wo ich kann und versuchen meine vorherigen Fehler wieder gut zu machen. Ich bin am Scheitern von Edens Gate maßgeblich mit verantwortlich, und das hat bereits am Sägewerk begonnen.


    Es bringt nichts diesen Fehlern nachzuweinen. Ich schließe ein Kapitel ab und schreibe das nächste. So wie immer. So wie zuvor.

    Eintrag 33


    Wir sind noch nicht lange hier und trotzdem tauchen so viele bekannte aber auch unbekannte Gesichter hier auf. Das gefällt mir nicht. Dabei habe ich doch kein Wort über diesen Ort verloren? Vielleicht hat Natalya einen Fehler mit diesem Nathaniel gemacht. Ich traue diesem Typen ohnehin nicht. Er ist ... zu freundlich. Zu unaufmerksam, ZU naiv. Ob seinetwegen die ganzen Menschen hier aufgetaucht sind? Vielleicht.


    Ich denke ich habe mich wieder gefangen. Schluss mit dieser gespielten Freundlichkeit und dem Trübsal. Das liegt mir nicht. Aufmerksam sein. Dieser Junge ... Andrej, er spricht viel. Sehr viel. Er hat von einem Sonnenhof und einem Nicolai ... Nicolajewitsch .... irgendwas in die Richtung erzählt ... der Sanitäter auf einem Schiff war. Er kann Leder verarbeiten und anscheinend auch Gemüse anbauen. Und Lebensmittel sind wirklich wichtig. Für den Anfang könnte man mit ihnen einen Handel eingehen ... später sollten wir jedoch auch selbst Gemüse anbauen.


    Es gibt ohnehin jede Menge Sachen die besprochen und geplant werden müssen:


    - Sicherheit

    - Wasser

    - Nahrung

    - Medikamente

    > Versorgungstouren


    Ich war nie ein guter Anführer ... auch nicht zum Schein. Das mache ich mir nicht vor. Ich muss noch einmal mit Eric sprechen wenn er zurück kommt. Er ist aufmerksam, er beobachtet und er kann mir sicher helfen an mir zu arbeiten. Vor allem was das betrifft, was mir selbst vielleicht nicht auffällt.


    Dem Jungen geht es immer noch nicht so gut. Er schläft viel. Ich hoffe er hat sich bald auskuriert. Aber selbst dann zweifel ich daran, ob es hier tatsächlich sicher für ihn ist. An meinem Ziel ihn zu schützen hat sich nichts geändert.


    Sie lässt das Buch wieder in eine Tasche wandern und nimmt sich wieder ihre Schrotflinte. Über Nacht wird sie wohl abermals Wache am Tor halten und aufmerksam darauf lauschen, ob sich draußen Menschen herum treiben.

    Eintrag 32


    Mit allem was in letzter Zeit passiert scheint die Zeit plötzlich davon zu laufen. Oder steht sie doch? Ganz sicher bin ich mir da nicht. Wächst unsere Gefahr? Oder schrumpft die Bedrohung? Nein. Gefahr ist immer da. Über all. Es geht mir besser. Ich werde wieder achtsamer. Achtsam genug? Lange nicht. Ich muss noch achtsamer werden. Zu achtsam? Man kann nie achtsam genug sein. Ich muss besser darin werden Masken zu tragen. Viel besser. Würde es mir helfen wieder eine Zeit lang allein zu verbringen? Oder vielleicht ist das gerade der Grund weshalb ich nicht darin geübt bin. Ja, das ist es. Ich muss weiter unter Menschen bleiben um es zu perfektionieren - und mit dem Aufsetzen der Maske gleichzeitig nicht meine Achtsamkeit zu verlieren.


    Den Jungen hat es wohl tatsächlich erwischt. Vielleicht nur eine Erkältung, hoffentlich nichts schlimmeres. Wenn es schlimmer wird muss ich mit dem Doc sprechen. Aber noch hoffe ich das Tee und genug Schlaf und Ruhe ausreichen.


    Emilia und Zero sind wieder aufgetaucht. Und mit ihnen Ärger. Ist es Ärger? Nein ... nein vielleicht hatten wir schon davor welchen. Vielleicht wurde ein Teil des Ärgers ja beseitigt. Nein, nicht vielleicht. Wurde. Bestimmt.


    Ich werde das Gefühl nicht los das dieser Kayle versucht hat zu lauschen. Der andere Typ der heut ebenfalls angekommen ist scheint harmlos. Etwas neben der Spur, irritiert, aber keine Gefahr. Daniel war auch hier. Und ... Artjom? Artjom ... war das der Name? Typ mit Helm und Typ mit schwarzer Maske. Einer hat seine Schwester gesucht. Sascha? Ich werde mich umhören. Vielleicht taucht sie auch hier auf.


    Gibt es noch sichere Orte? Die gab es nie. Wir versuchen einen zu schaffen. Ich will es schaffen. Aber vielleicht bin ich dabei selbst mein größtes Hindernis. Ich kann das besser. Ich muss das besser können.


    Ach ... und dann war da noch dieser Brief ...


    Sie liest den Brief noch einmal durch. Ihr Auge scheint die Zeilen nur zu überfliegen. Sie nimmt die Streichhölzer und ihre Zigaretten aus der Jackentasche, zündet den Brief an und dann am Brief die Zigarette. Sie bleibt abermals auf dem Turm um Wache zu halten ... oder ihre Ruhe zu haben.

    Eintrag 31


    Ich hab mich wieder etwas gefangen. Über den Tag hinweg. Auch wenn mir lügen nicht steht und heute hat mich ohnehin alles über den Tag hinweg unvorsichtig werden lassen. Ich kann nicht freundlich und vorsichtig sein. Urgh. Also, konnte ich teilweise nicht. Ich muss mich zusammen reißen. Aber in Anbetracht der Tatsache dessen was geschehen ist ...


    Ich werde nicht viel darüber schreiben. Falls irgendjemand der spanisch spricht doch mal das Buch in die Hände bekommt. Aber Ernest ist tot. Gestern Abend bin ich nicht darauf klar gekommen. Es ist ... ich weiß es nicht aber ich breche alle meine Regeln. Das Lügen ... das lügen vor allem. Zum kotzen.


    Mir ist selbst aufgefallen das ich unaufmerksam werde. Allein wäre mir das nie passiert. Es wäre mir nie passiert wenn ich mich nicht um diesen Ort kümmern müsste. Ich hab vielleicht angefangen mich selbst zu sicher zu fühlen, obwohl wir hier alles andere als sicher sind. Aber ich bin froh meine Fehler bei denen gemacht zu haben, bei denen es wohl weniger zum Problem wird, als bei ... anderen Personen. Gut das Eric mich darauf hingewiesen hat.


    Es gibt ein paar Leute die ich jetzt im Auge behalten muss, und ein paar welche ich für harmlos halte. Da wäre zum einen Dr. Chloe Young. Sie scheint sehr freundlich. Trägt auch kaum Waffen bei sich. Sie und Dexter scheinen sich sehr gut zu verstehen und ich halte sie für eine Bereicherung. Sie hält sich im Gasthaus an der Straße auf. Ich muss unbedingt einen Betreiber für dieses Haus und für den Hof finden! Sie wären eine Bereicherung und damit würden sich Leute die hier ankommen vielleicht auch sicherer fühlen. Wir haben die Gebäude ja eigentlich ohnehin mit im Blick. Trotzdem, Anwesende vor Ort wären eine Bereicherung.


    Natalyas Vater war heut ebenso etwas unaufmerksam wie ich. Ich nehme es ihm nicht krumm, ich stand selbst neben der Spur. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Ernests Tod darf nicht umsonst gewesen sein. Das hier MUSS funktionieren.


    Ismael: Ich habe ihn zu Beginn falsch eingeschätzt. War die Sache mit Mike nur ein Köder um mein Vertrauen zu gewinnen? Ich hätte skeptischer sein müssen. Das war mein Fehler aber er hat mich vor weiteren bewahrt. Er hat Fragen gestellt. Er könnte entweder ein guter Verbündeter, oder aber ein Feind sein. Ich hoffe das klärt sich wenn Mike wieder da ist und ich mit ihm sprechen kann. Wenn er die Aussagen von Ismael bestätigt, würde mich das zumindest ein wenig beruhigen. Mal sehen was es mit der ganzen Sache mit den Kollektoren auf sich hat.


    Valentin: Er macht sich verdächtig. Seine Kleidung und auch die Tatsache das er wohl auf einige der Gespräche mit dem Doc nicht richtig eingehen konnte. Selbst Dexter scheint skeptisch zu sein. Ihn muss ich definitiv im Auge behalten, auch wenn das andere wohl mit übernehmen werden.


    Srgt. Winter: Seine Story ist ... merkwürdig. Irgendetwas passt nicht, so auch Erics Aussage. Aber ich kenne mich mit dem Militär und vor allem dem Militär hier zu wenig aus. Natalya und Eric müssen also mit ihm sprechen. Ich halte ihn im Moment nicht wirklich für eine große Gefahr. Er wird die Nacht bei den Holzpaletten verbringen und ich werde beobachten ob er irgendetwas vor hat.


    Luna: Sie macht einen netten Eindruck aber stellt merkwürdige Fragen. Auch ihre Geschichte ist merkwürdig. Sie war im Gefängnis? Bis vor vier Wochen oder so? Ich muss mal mit Oleg sprechen. Vielleicht weiß er etwas, immerhin war er dort Wachmann. Ob er mir etwas über diese Luna verraten kann? Sie hat Fragen über die Wachen gestellt. Wollte auf den Turm. Nachdem Eric aber schon wegen Ismael mit mir gesprochen hatte wurde ich vorsichtiger. Ich hoffe meine Aussagen waren wage genug und haben ihr nicht zu viel verraten.


    Ich muss mich wieder zusammenreißen. Eric hat Recht ... ich war heut unaufmerksam und nunja, zu freundlich. Ich darf nicht übertreiben.


    Obwohl Maria bereits die vergangene Nacht kaum ein Auge zugetan hat, bleibt sie auch diese Nacht wieder wach. Sie läuft Patrouille entlang der Zäune und klettert irgendwann wieder auf den Wachturm. Sie sieht in die Ferne und würde wohl dort bleiben bis sie jemand ablöst. Dort oben fängt sie leise an vor sich hin zu singen.

    In verschiedenen Städten sind mehrere, scheinbar handgefertigte Zettel angebracht. Unter anderem sind sie bei Mikes altem Laden, dem Brunnen in Lopatino und am Pianohaus in Kabanino zu finden.



    OOC:

    Hallo alle miteinander!
    Wir wollen einen kleinen Platz schaffen, an dem sich das RP sammeln kann. Denkt aber bitte daran wo wir uns befinden und das am Tor auch mal ein schroffer Ton herrschen kann. Wir haben zwei Engine-Möglichkeiten gelassen durch die man auf das Gelände gelangen kann, also glitcht oder buggt euch bitte nicht rein! Seit euch darüber im klaren das jedes einschleichen und klauen IC eine Konsequenz nach sich zieht und ebenfalls als eine Provokation gegenüber uns gilt.

    Wir werden kein Loot sammeln. Nur der ansässige Händler wird das tun. Ebenfalls wird es keine Waffen geben die es zu klauen lohnt. Fragt einfach und ihr bekommt etwas!

    Sie schließt die Türen hinter sich ab und setzt sich in eine Ecke des Raumes. Sie war besonders vorsichtig um Leo nebenan nicht zu wecken. Sie war besonders darauf bedacht allen vorzuspielen das alles in Ordnung war, auch wenn überhaupt nichts in Ordnung war. Gar nichts. Sie legt den Kopf auf ihre Knie und umschlingt ihre Beine mit den Armen.


    "Dafür lande ich in der Hölle."


    Sie sorgt sich nicht mehr darum die Tränen zurück zu halten. Wenn jemand versuchen würde mit ihr zu sprechen würden sie wohl feststellen, dass die Türen verschlossen sind und sie keine Antwort gibt.

    Eintrag 30


    Heute war ein ergiebiger, aber anstrengender Tag. Es gibt so viele Baustellen und so viel zu tun und ich war nicht darauf gefasst das heut hier so viele Menschen auftauchen. Es ist als ob ich überall aufpassen und mein Auge haben müsste. Und ich hab doch nur eins, verdammt! Am liebsten würde ich mich zweiteilen. Ich hätte gern mehr Augen auf dem Gelände. Mehr Schutz. Ich muss aufmerksamer werden. Und gleichzeitig einen auf gute Gastgeberin machen. Das ist leichter gesagt als getan.


    Natalya scheint in Ordnung zu sein, ebenfalls der Doc und Mike ja sowieso ... Ernest ist ... unaufmerksam, noch zu unvorsichtig. Ich muss auf ihn aufpassen, auf ihn besonders. Wie ich zu ihm meinte ... ich denke, ich muss ihn am meisten vor sich selbst beschützen. Dieser Jacek und der Musiker ... sie haben sich viel umgesehen. Neo ist das auch aufgefallen. Also muss ich sie im Auge behalten. Irgendwann ist Neo noch eine große Runde gegangen. Auch wichtig aber manchmal wären mir mehr Augen auf dem Gelände und auf unseren Gästen lieber gewesen.


    Ich weiß nicht was ich mit unserem anderen Gast tun soll. So lange er der Patient vom Doc ist werde ich ihm nichts tun. Was danach ist ... nun, abwarten. Abwarten was die anderen entscheiden. Er hat heut sehr viel erzählt. Ob er mir mehr sagen wird wenn ich mich weiter mit ihm unterhalte? Ich kann seine Situation nachvollziehen. Menschen lieber zum Freund als zum Feind haben. Aber er hat die falschen Freunde gewählt. Mitgehangen, mitgefangen. Richtig? Egal welche Entscheidung ich treffen werde - sie wird uns so oder so Probleme machen. Mir ist zunächst wichtig das Ernest nicht erfährt WER da unser "Gast" ist. Ich denke nicht das er sich im Griff hätte.


    Leo hat sich heut davon geschlichen. Ich bin echt froh das ihm nichts passiert ist und er hat sofort Ärger dafür bekommen. Er ist mit den anderen mit dem LKW wieder gekommen. Er hat ne Kopfnuss von mir bekommen. Ich hoffe er macht so etwas nicht noch einmal.


    Ich bin froh das Mike hier angekommen ist. Er ist eine Bereicherung. Nicht nur mit seinem Laden, sondern auch mit dem Gartenbau. Ich hoffe er kann mir die ein oder andere Sache zeigen. Zugegeben - ich habe nicht mit den ganzen anderen Menschen gerechnet. Überhaupt nicht. Aber Neo schien mindestens so überrascht von der ganzen Sache wie ich. Sie scheinen alle harmlos oder zumindest ein überschaubares Risiko darzustellen. Eines weiß ich jedoch: Sollten dieser Joseph oder der andere maskierte Typ hier auftauchen, denke ich nicht das ich ihnen Einlass gewähre. Dafür habe ich zu viele verstörende Sachen gehört.


    Der Abend hatte auch etwas erfüllendes. Die Zeit am Lagerfeuer, die Musik, der Tee. Es hat sich gut angefühlt. Aber es hat mich auch in meinen Zielen bestärkt denen Schutz zu bieten, die es verdienen, die ihn brauchen. Ich werde diese Menschen schützen. Ich werde Leo schützen und ich hoffe, das ich Ernest vor sich selbst schützen kann. Es ist keine leichte Aufgabe. Aber ich werde sie meistern. Und selbst wenn es Probleme gibt. Daraus lernt man. Ich habe aus den Fehlern anderer gelernt, aus eigenen Fehlern, und ich lerne immer noch. Was dich nicht umbringt macht dich stärker. Und bisher bin ich doch immer wieder aufgestanden.


    Sie schließt das Buch und grinst. Mit einer Hand fährt sie über die Narbe im Gesicht. Sie schläft nicht lange, sondern nur wenige Stunden bevor sie sich ihre Pistole schnappt, das Gelände abläuft und dann auf den Turm klettert um von dort aus Wache zu halten. "Es gibt viel zu tun. Aber irgendwie läuft das schon." Sie blickt auf das Feld hinaus und wartet auf den Sonnenaufgang.

    Eintrag 29


    Ich habe ein interessantes Angebot erhalten. Ich weiß noch nicht was genau ich davon halten soll, aber zunächst will ich darauf eingehen. Entweder läuft es gut, oder es läuft eben nicht gut. Aber es könnte ein sicherer Platz für Leo sein.


    Also, wieder ein altbekannter Ort, ein Ziel welches ich eigentlich nie verfolgen wollte. Aber es ist dennoch ein Ziel. Sie trauen ihm nicht. Ich kann es nachvollziehen. Sie halten ihn für eine Gefahr? Könnte ich auch nachvollziehen. Sein impulsives Handeln halte ich ebenfalls für eine Gefahr. Und doch sind sie sich ähnlicher als sie denken. Wenn ich mich bald mit ihm treffe und alles bespreche, dann werde ich weiter sehen. Eigentlich hätte ich ihn gern hier dabei, aber wenn es nicht passt, dann ist das nun mal so.


    Mike ist tot. Er hat den Tod verdient. Ich hielt ihn bereits damals für eine Gefahr. Er hat immer überall seine Finger im Spiel gehabt. Ein gefährliches Spiel. Ich weiß das ich es ebenfalls spielen wollte, doch nun bin ich froh das die Dinge anders gelaufen sind. Ist es das, ein Sinn für Gerechtigkeit? Ein Ziel? Mein Ziel? Was ist mein Ziel eigentlich? Schutz? Zu beschützen? Ist es das? Ich dachte es wäre etwas anderes ...


    Rache ... lange Zeit war es das einzige woran ich denken konnte. Aber selbst nach Anas Tod ist es nicht das selbe wie damals. Es ist nicht das selbe Rachegefühl. Vielleicht mache ich mir noch immer Vorwürfe weil ich meine ich hätte das alles verhindern können. Vielleicht ist es tatsächlich nicht mehr die Rache die mich treibt, das hat sich damals verändert ... vielleicht ist es Schutz. Vielleicht geben mir Ernest, dieser Junge und diese Männer wieder ein neues Ziel. Ich will es verwirklichen. Ich werde mein bestes dafür geben. Auch wenn es viel Arbeit, viel Vorbereitungszeit kosten wird, sollte es so funktionieren wie abgemacht ... dann wird es das wert sein!


    Nicht für mich. Aber für andere.


    Sie bleibt noch eine ganze Zeit lang neben Leo am Bett sitzen. Sie summt leise vor sich hin.
    Irgendwann steht sie auf, nimmt ihre Pistole und geht nach draußen. Sie läuft ein paar Runden um das Gelände - es scheint als ob sie Wache hält?

    Eintrag 28


    Ich bin zu spät gekommen. Ana ... sie ist tot. Ich war in Lopatino und mir wurde erzählt was passiert ist. Nicht nur das aber ... dann schließen sie auch noch einen Friedensvertrag mit den Reapern?! Ich fasse es nicht. Eigentlich wollte ich das Leo vielleicht, zumindest über ein bis zwei Tage in Lopatino bleibt. Ich habe sogar um Unterschlupf für ihn gebeten ... aber zum einen wollte er nicht mit und zum anderen war es mir nach diesen Informationen nicht mehr sicher genug für ihn dort zu bleiben.


    Ich habe den Jungen jetzt in einem Haus in der Nähe von Lopatino untergebracht. Ich halte in der Nähe wache. Wenn jemand es auch nur wagen sollte diesem Haus zu Nahe zu kommen ...

    Anas Tod lässt mich nicht los. Hätte ich handeln sollen? Hätte ich einen gelegenen Moment nutzen sollen und auf die Reaper schießen sollen als sie auf mich und Leo trafen? Damit hätte ich vielleicht den Jungen in Gefahr gebracht ... jemanden der mit all dem doch gar nichts zu tun hat. Ist es für ihn schon gefährlich mit mir unterwegs zu sein?


    Bis zu meinem Treffen in wenigen Tagen wird der Schutz des Jungen meine Priorität sein. Ich weiß nicht einmal warum ich das tue. Warum handele ich für andere als mich selbst? Vielleicht erinnert er mich ein wenig an Daniel. Vielleicht erinnert seine Situation mich auch einfach an meine eigene. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es auch einfach das richtige. So zu handeln.

    Maria schlägt das Buch zu und seufzt. Sie nimmt das Funkgerät zur Hand und schaltet es für eine Zeit lang ein um eventuell einen Funkspruch abzufangen. Ihr Blick wandert Richtung Lopatino und dann zurück zum Haus. Nach einer Weile steht sie auf, nimmt ihre Pistole und scheint die Gegend zu patrouillieren.

    Sie hält Wache in der Nähe des Hauses in welchem Leo schläft. Eine ganze Zeit lang sitzt sie schweigend im Wald und beobachtet. Sie sieht mit besorgtem Blick Richtung Lopatino. Irgendwann nimmt sie ihr Funkgerät zur Hand. Sie drückt die Sprechtaste, erst ohne etwas zu sagen. Lässt sie wieder los und schaut einen Moment lang auf das Gerät. Ihr Blick wandert für einen Moment lang zum Himmel.


    Sie drückt die Sprechtaste des Funkgeräts und seufzt.



    "Meine Mutter meinte einmal, das uns nichts passieren kann, so lange wir an Gott glauben.
    Jetzt, da ich ihn am meisten brauche, ist er nicht da.
    Wo ist Gott nur? Er sieht uns ... ich bin mir sicher. Ihr, die ihr das hört ... vertraut darauf."


    Sie wiederholt den Funkspruch auf den verfügbaren Frequenzen.